Lärmaktionsplan

Erster Entwurf für die Lärmaktionsplanung geht online

Grafik: Adobe Stock / T. MichelWie kann es leiser werden? Diese Frage hat die Europäische Union (EU) mit der Verpflichtung beantwortet, Lärmaktionspläne aufzustellen. Lärmaktionspläne sind Instrumente zur Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen für die Umgebung von Hauptverkehrswegen. Laut EU-Umgebungslärmrichtlinie sollen sich Bürgerinnen und Bürger fortlaufend darüber informieren können, wo bei ihnen vor Ort entlang von Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken, Flugplätzen und in Ballungsräumen Lärm entsteht, wie er sich verändert und wie viele Menschen davon betroffen sind. Mit „Hauptverkehrsstraßen“ sind Bundesautobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen gemeint. Es soll geklärt werden, welche Maßnahmen helfen können, den Lärm zu mindern. Dies erfolgt durch  eine Lärmaktionsplanung (LAP). Ebenso soll allen die Möglichkeit gegeben werden, sich an der Lärmaktionsplanung zu beteiligen.

Die Grundlage der Lärmaktionspläne bilden sogenannte Lärmkarten.

Die Lärmkarte für Lüneburg. Eine Anleitung zur Nutzung der Karte befindet sich unter Dokumente in der rechten Spalte. Quelle: Auszug aus den Geobasisdaten des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung NiedersachsenDie Haupteisenbahnstrecken wurden bundesweit durch das Eisenbahnbundesamt kartiert. Zuständig für die Aufstellung von Lärmaktionsplänen an diesen Schienenwegen ist ebenfalls das Eisenbahnbundesamt. Die Lärmaktionsplanung für die Schienenwege  wurde 2018 abgeschlossen. Entsprechende Informationen zur Kartierung und Aktionsplanung finden Sie über die Internetseite des Eisenbahnbundesamtes.

Für die Hauptverkehrsstraßen in Niedersachsen wurden die Lärmkarten vom Land Niedersachsen erstellt und sind auf dessen Internetseite einsehbar. Unter „Dokumente“ in der rechten Spalte finden Sie eine Anleitung zur Benutzung dieser Interaktiven Karte.

Die Aufstellung von Lärmaktionsplänen an den Lüneburger Hauptverkehrsstraßen liegt in der Zuständigkeit der Hansestadt Lüneburg. Für Lüneburg liegt ein erster Entwurf einer Lärmaktionsplanung die Hauptverkehrsstraßen betreffend vor. Interessierte können sich nun Kartierung und Planung genauer ansehen und ihre Anregungen abgeben, vor allem auch zu den darin genannten Vorschlägen, um den Lärm zu reduzieren. Die Rückmeldungen werden aufgenommen und abgewogen. Die Ergebnisse werden in den Entwurf eingearbeitet. Dieser geht dann in den Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz, Grünflächen und Forsten und anschließend  in den Rat. Die Lärmaktionsplanung wird spätestens alle fünf Jahre aktualisiert.

FAQ

Wo finde ich den Entwurf für die Lärmaktionsplanung der Hansestadt?
Der Entwurf steht nicht nur zum Herunterladen auf dieser Seite, sondern liegt bis zum 25. April auch im Bereich Umwelt aus:

Hansestadt Lüneburg
Bereich Umwelt
Bei der Ratsmühle 17a
21335 Lüneburg

montags bis freitags 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr
montags, mittwochs und donnerstags 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
dienstags 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr sowie zusätzlich nach vorheriger Terminvereinbarung

Wie und wo kann ich meine Anregungen dazu loswerden?
Unten auf dieser Seite ist eine Kommentarfunktion eingerichtet, wo kürzere Anregungen (bis 2000 Zeichen inkl.) eingetippt werden können. Die Mitarbeiter im städtischen Bereich Umwelt sichten die Kommentare und schalten sie dann frei, so dass die Diskussion zum Thema öffentlich nachvollziehbar bleibt. Die Kommentarfunktion ist ab Montag, 1., bis Donnerstag, 25. April 2019, freigeschaltet.

Alternativ ist es während dieser Zeit auch möglich Anregungen schriftlich zu senden an:
Hansestadt Lüneburg
Bereich Umwelt
Postfach 2540
21315 Lüneburg  

Warum beziehen sich Kartierung und Aktionsplanung für den Straßenverkehr nur auf Autobahn, Bundes- und Landesstraßen?
Das Bundes-Immissionsschutzgesetz hat dies in den §§ 47a bis 47e so vorgesehen.

Kommentare zum Inhalt

02.04.2019 23:04:00
Ian Sh. schreibt: Schade, nur Verkehrslärm?

Es ist gut, dass sich Politik und Verwaltung so intensiv mit der täglichen Lärmbelästigung beschäftigen. Lärm macht auf Dauer krank. Sicherlich wäre es auch sinnvoll wenn es nicht nur um Verkehrslärm ginge sondern auch um Lärmemissionen in der Innenstadt, wo einzelne Gastronomen durch ihre Ignoranz ganze Straßen terrorisieren. Wer um Unterstützung bittet, trifft auf Hilf- und Ratlosigkeit und wird zwischen den Behörden hin und her geschoben. So bleibt die Lärmbelästigung leider bestehen und wird ebenfalls zur Dauerbelastung, gerne zwischen 18 und 2 Uhr.

02.04.2019 14:22:00
Frank Heise schreibt: Motorradlärm

Wenn die Elbuferstraße zeitlich begrenzt für Motorräder gesperrt werden darf, dann sollte das für einige Straßen in Lüneburg wohl auch möglich sein. Die Beschleunigungsorgien vieler Fahrer nach einem "Grün" an einer Ampel sind unerträglich!