Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

114 neue Betreuungsplätze: Kita „Schatzkiste“ am Kreideberg feiert Eröffnung (01.03.2019)

(sp) Lüneburg. Eine Schatztruhe voller kleiner bunter Kostbarkeiten begrüßt die Besucher der neuen Kindertagesstätte am Eingang. „Schatzkiste“ – so heißt die farbenfrohe Einrichtung am Ochtmisser Kirchsteig. „Im Fokus unseres Konzeptes stehen die inneren Schätze, die jedes Kind mitbringt und die es hier entfalten können soll“, sagt Kita-Leiterin Simone Maschen. Bei der feierlichen Eröffnung der neuen Einrichtung begrüßt das Kita-Team viele geladene Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen und aus der Nachbarschaft. „Wir sind stolz darauf, dass wir mit dieser Kita ganz neue Wege gegangen sind, um die Herausforderung Kita-Ausbau zu meistern“, betont Oberbürgermeister Ulrich Mädge bei der Einweihung.  Denn errichtet worden ist die Kita Schatzkiste von der Lüneburger Wohnungsbau GmbH in sogenannter Modulbauweise.Freuen sich über die neue Kita Schatzkiste: Anja Katharina Grumann, Teamleiterin Kindertagesstätten (v.l.), Kita-Leiterin Simone Maschen und Bildungsdezernentin Pia Steinrücke. Foto: Hansestadt Lüneburg

Dass man sich in einem aus einzelnen Modulen zusammengesetzten Gebäude befindet, davon ist für die Besucher der Kindertagesstätte allerdings nur wenig zu spüren. „Es herrscht schon jetzt eine tolle Atmosphäre, obwohl wir noch gar nicht vollständig eingerichtet sind“, findet Simone Maschen, Leiterin der neuen Kita. Dazu trügen unter anderem die großzügigen Räumlichkeiten, die Fußbodenheizung, die bodentiefen Fenster und die attraktive Außenanlage bei.

Vor allem aber konnte durch die Modulbauweise die Bauzeit enorm verkürzt werden, betont Mädge: „Und das ist gut so, denn wir benötigen dringend Kitaplätze.“ Nach wie vor steige der Bedarf an Betreuungsplätzen in Lüneburg – zum einen, weil Lüneburg als attraktive Stadt Zuzugsregion vor allem auch für Familie ist, zum anderen kämen auch durch den Familiennachzug von Flüchtlingen weitere Kinder in die Hansestadt. Und nicht zuletzt sei der Trend zu beobachten, dass Familien generell wieder größer würden, nicht zwei, sondern oft drei oder vier Kinder bekämen. „Das ist eine sehr schöne Entwicklung“, betont der Oberbürgermeister – allerdings sei dieser Trend auch mit Herausforderungen verbunden.

So sieht die aktuelle Kita-Bedarfsplanung vor, dass die Hansestadt bis zum Jahr 2023 insgesamt knapp 600 neue Betreuungsplätze im Krippen- und Kitabereich schaffen will. „Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber wir sind auf einem guten Weg“, sagt Lüneburgs Bildungsdezernentin Pia Steinrücke.Kitaleiterin Simone Maschen und ihr Stellvertreter Timo Bryx fühlen sich sichtlich wohl in der Kita Schatzkiste. Foto: Hansestadt Lüneburg

In der Kita Schatzkiste entstehen Betreuungsplätze für 114 Kinder – in drei Krippen- und drei Kindergartengruppen.  Insgesamt seien damit seit 2017 bereits 353 Plätze neu geschaffen worden. Viele weitere Plätze kämen noch in diesem Jahr dazu, etwa durch den Neubau des AWO Familienzentrums in Kaltenmoor oder durch die Erweiterungen der Kindertagesstätten Schützenstraße und Brockwinkler Wald. Das Ziel einer Gesamt-Versorgungsquote im Bereich der Kinderbetreuung von 90 Prozent könne bis Anfang 2020 erreicht werden, ist Steinrücke optimistisch. Aktuell liegt die Versorgung im Kindergartenbereich bei 86 Prozent und bei der Betreuung der Unter-Dreijährigen durch Krippen und Tageseltern bei 74 Prozent. 

Um den Ausbau wie geplant umzusetzen, müsse die Hansestadt weiterhin viel Geld in die Hand nehmen. Mit rund 3 Millionen Euro werden die Baukosten für einen Neubau einer sechsgruppigen Kita derzeit veranschlagt, so Steinrücke. Die Gesamtinvestition für die Kita am Ochtmisser Kirchsteig beläuft sich laut Lüneburger Wohnungsbau GmbH auf rund 3,35 Millionen Euro.

Zugleich will die Stadt Lüneburg an ihren hohen Qualitätskriterien in städtischen Einrichtungen festhalten. Dazu zählen etwa kleine Gruppengrößen, Konzepte zu Inklusion, Integration und Sprachförderung sowie eine Fachberatung für die Einrichtungen sowie der Ausbau von Kitas zu Familienzentren. Diese Qualitätskriterien sowie umfangreiche Fortbildungsmöglichkeiten für die Erzieherinnen und Erzieher seien entscheidend für die Gewinnung und vor allem auch Bindung von qualifiziertem Personal, betont Steinrücke. In der Kita Schatzkiste ist das bisher gut gelungen – sechzehn Erzieher und Erzieherinnen sind bereits eingestellt, bis zum Sommer werden vier weitere Fachkräfte hinzukommen.