Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Ausbau des Schienennetzes zwischen Uelzen und Lüneburg - OB Mädge kritisiert: "Drei Gleise werden nicht reichen" (28.02.2019)

(sp) Lüneburg. Gutachter von Bahn und Bund haben gestern bei einem Treffen in Hannover zu verschiedenen Varianten eines Ausbaus des Schienennetzes auf der Strecke zwischen Lüneburg und Uelzen informiert. Aus Sicht von Lüneburgs Oberbürgermister Ulrich Mädge haben die Ausführungen erneut deutlich gemacht, dass ein dreigleisiger Ausbau der Bestandsstrecke für die Zukunft nicht ausreichen wird - selbst wenn in den Bahnhöfen zusätzliche Überholgleise angeordnet würden. „´Das Papier Dialogforum Nord aus Celle ist tot´ – diesem Zitat eines Teilnehmers der Veranstaltung in Hannover kann ich mich nur anschließen“, urteilt Mädge.

So hätten die Gutachter der Bahn die für das Jahr 2030+ prognostizierten Zugzahlen vorgetragen, die in der Addition von Nah- und Fernverkehr sowie Güterverkehren fürs Lüneburger Stadtgebiet mit 600 Zugbewegungen pro Tag noch einmal deutlich über dem liegen, was bisher bekannt war. „Drei Gleise reichen nicht aus, um diese steigenden Zugzahlen aufzunehmen. Das kann nur zulasten des Personennahverkehrs gehen“, so Mädge. Die Bahn hatte zwar erklärt, dem Personenverkehr Vorrang geben zu wollen, aus Sicht des Oberbürgermeisters aber hätten die Experten nicht schlüssig erklären können, wie eine Verbesserung im Nahverkehr mit einem dritten Gleis aussehen könnte.

Darüber hinaus sei bei der Veranstaltung deutlich geworden, dass bei dieser Variante keinerlei Fahrzeitverkürzungen zwischen Hamburg und Hannover erzielt werden können. „Damit können die erforderlichen höheren Geschwindigkeiten bei den ICE-Zügen nicht erreicht werden und eine Wirtschaftlichkeit wäre vermutlich nicht gegeben“, fasst Mädge zusammen.

Stadt und Landkreis Lüneburg fordern anstelle eines Ausbaus der Bestandsstrecke den Bau einer zweigleisigen Trasse entlang der Autobahn 7.