Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Bauausschuss stimmt dem städtebaulichen Vertrag fürs Hanseviertel-Ost zu (11.09.2018)

Vorhandene und geplante Grünflächen sowie Spielplätze in dem neuen Viertel. Grafik: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung am Montag, 10. September 2018, dem städtebaulichen Vertrag für das Hanseviertel-Ost, auch bekannt als Hanseviertel III, zugestimmt. Der städtebauliche Vertrag zwischen der Hansestadt Lüneburg und dem Erschließungsträger, der Sparkassen Hanse Immobilien GmbH regelt über die B-Pläne hinaus weitere Details zum Wohngebiet und vor allem zur Aufteilung der Kosten für Erschließung und Infrastruktur in dem Viertel.

„Wir haben in diesem städtebaulichen Vertrag für das Hanseviertel-Ost viele Vorgaben unterbringen können, die uns wichtig sind, insbesondere mit Blick auf den Klimaschutz“, betonte Stadtbaurätin Heike Gundermann bei der Vorstellung des Vertragswerkes. So sieht der Vertrag unter anderem vor, dass Starkstromleitungen bis an die Grundstücksgrenzen heran verlegt werden müssen, um die Errichtung von Ladestationen für E-Mobilität an 25 Prozent aller Stellplätze zu ermöglichen. Darüber hinaus verpflichtet sich die  Sparkassen Hanse Immobilien GmbH in dem Vertrag dazu, sich an den Kosten für eine verpflichtende Energieberatung für Käufer zu beteiligen. Bereits im Bebauungsplan geregelt ist die Anzahl der Bäume, die pro Grundstück und Stellplatz gepflanzt werden müssen sowie die verpflichtende Begrünung von Dächern überall dort, wo flach geneigte Dächer entstehen. „Durch diesen Vertrag und unsere weiteren Planungen ist es gelungen, Nachverdichtung und sensibles Bauen in Einklang zu bringen“, so Gundermann.

Auf dem rund 22 Hektar großen Areal, das vom Behördenzentrum-Ost bis zur Ostumgehung sowie von der Bleckeder Landstraße bis zur Lübecker Straße reicht, sollen im überwiegend mehrgeschossigen Wohnungsbau rund 650 Wohnungen entstehen. Mindestens 210 Wohnungen werden im geförderten Wohnungsbau oder mit Mietpreisbremse entstehen – auch das regelt der städtebauliche Vertrag. Außerdem finden in dem Vertrag erstmals überhaupt Baugruppen besondere Berücksichtigung. So sind in den ersten Jahren bis zu sechs Grundstücke für interessierte Baugruppen reserviert.

Nachdem der Bauausschuss mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP gegen die Stimmen der Grünen und bei Enthaltung der Partei Die Linke dem Vertrag jetzt zugestimmt hat, werden als weitere Gremien am Dienstag, 18. September, der Verwaltungsausschuss und am Mittwoch, 19. September, der Rat der Stadt über den Vertragsentwurf beraten. „Wir hoffen, Anfang nächsten Jahres mit dem Bauen beginnen zu können und bis 2021 den Großteil fertiggestellt zu haben“, skizzierte Oberbürgermeister Ulrich Mädge den weiteren Zeitplan. Zeit dürfe man nicht mehr verlieren, zu groß sei der Druck auf dem Lüneburger Wohnungsmarkt.
 
Mit großer Mehrheit hatte der Rat der Stadt im August für den Flächennutzungsplan sowie zwei der drei Bebauungspläne gestimmt.  Unterschrieben ist mittlerweile auch der Kaufvertrag für das Gelände der ehemaligen Schlieffen-Kaserne, das die Sparkassen Hanse Immobilien GmbH von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erworben hat.