Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Brexit-Spezial: 16 Lüneburger Briten bekommen ihre Einbürgerungsurkunde (11.04.2019)

Bildungsdezernentin Pia Steinrücke (Zweite von links) und die neuen deutschen Staatsbürger nach der Einbürgerungsfeier im Huldigungssaal des Rathauses. Auf dem Foto sind die 16 Briten, die heute ihre Einbürgerungsurkunde bekommen haben und der Brite, der bereits im Pons seine Urkunde erhalten hatte. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Die Hansestadt und der Landkreis Lüneburg haben am Donnerstag, 11. April 2019, 16 Bürgerinnen und Bürger aus Großbritannien offiziell als neue deutsche Staatsangehörige willkommen geheißen. Im Huldigungssaal des Rathauses überreichte Stadträtin Pia Steinrücke die Einbürgerungsurkunde an die 16 Briten, die ihren ganz persönlichen Exit vom Brexit feierten und so ganz sicher weiterhin der Europäischen Union angehören werden.

Pia Steinrücke betonte in ihrer Rede die Wichtigkeit einer gemeinsamen europäischen Idee: „Es freut mich sehr, dass Sie heute ein klares Bekenntnis zur  Europäischen Union abgeben. Sie wollen ihr weiterhin angehören und haben verstanden, was einige Politiker in Großbritannien nicht verstehen: Die EU ist unsere große Versicherung für ein friedvolles Zusammenleben in Europa.“

Wie der Brexit war auch die spezielle Einbürgerungsfeier verschoben worden. So konnte die Einbürgerungsbehörde im städtischen Bürgeramt noch mehr Anträge berücksichtigen. „Der große Unterschied: Beim Brexit wissen wir alle ja nicht mal mehr, ob und wie er denn nun tatsächlich kommt. Und diese Einbürgerungsfeier findet ja schon mal statt“, sagte Pia Steinrücke.

Als die Kolleginnen und Kollegen aus der Einbürgerungsbehörde im März die betroffenen Neubürger über die geplante Verschiebung informieren wollten, konnten sie leider nicht alle erreichen.

So stand am ursprünglich angesetzten Termin ein Brite im Rathaus – mit der festen Absicht „Heute werde ich deutscher Staatsbürger“ und seiner Verwandtschaft im Schlepptau. Damit sich die Anreise für die Familie wenigstens etwas gelohnt hat, gingen sie gemeinsam noch etwas essen und trinken. Doch da hatte die Familie die Verwaltung unterschätzt: Die Einbürgerung fand kurzerhand in der Gaststätte Pons statt. Silke Schmalfuß und Susanne Twesten aus dem Bürgeramt hatten sich schnell auf den Weg gemacht und übergaben die Urkunde dort. So kam es zu einer der wohl ungewöhnlichsten Einbürgerungen in Lüneburg.

„Diese Geschichte zeigt: Sie und alle anderen Bürger Großbritanniens sind uns hier in Lüneburg und generell in der EU nach wie vor sehr willkommen“, sagte Pia Steinrücke.

Für die feierliche Stimmung während der Einbürgerungsfeier war das Trio „Crowd & Rüben“ verantwortlich, das aus Matthis Wroblewski (Posaune), Johann Greve (Kontrabass) und Marcus Theilmann (Schlagzeug) besteht.