Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Erster Entwurf für die Lärmaktionsplanung geht online (29.03.2019)

Die Lärmkarte für Lüneburg. Quelle: Auszug aus den Geobasisdaten des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen(sp) Lüneburg. Wie kann es künftig leiser werden? Diese Frage hat die Europäische Union (EU) mit der Verpflichtung beantwortet, Lärmaktionspläne aufzustellen. Lärmaktionspläne sind Instrumente zur Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen für die Umgebung von Hauptverkehrswegen. Laut EU-Umgebungsrichtlinie sollen sich Bürgerinnen und Bürger fortlaufend darüber informieren können, wo bei ihnen vor Ort entlang von Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken, Flugplätzen und in Ballungsräumen Lärm entsteht, wie er sich verändert und wie viele Menschen davon betroffen sind. Mit Hauptverkehrsstraßen sind Bundesautobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen gemeint. Es soll geklärt werden, welche Maßnahmen helfen können, den Lärm zu mindern. Dies geschieht durch  eine Lärmaktionsplanung (LAP). Ebenso soll allen die Möglichkeit gegeben werden, sich an der Lärmaktionsplanung zu beteiligen.

Die Grundlage der Lärmaktionspläne bilden sogenannte Lärmkarten.

Die Haupteisenbahnstrecken wurden bundesweit durch das Eisenbahnbundesamt kartiert. Zuständig für die Aufstellung von Lärmaktionsplänen an diesen Schienenwegen ist ebenfalls das Eisenbahnbundesamt. Die Lärmaktionsplanung für die Schienenwege  wurde 2018 abgeschlossen. Entsprechende Informationen zur Kartierung und Aktionsplanung finden Sie über die Internetseite des Eisenbahnbundesamtes.

Für die Hauptverkehrsstraßen in Niedersachsen wurden die Lärmkarten vom Land Niedersachsen erstellt und sind auf dessen Internetseite einsehbar. Eine Anleitung zur Benutzung der interaktiven Karte gibt es auf der städtischen Internetseite www.hansestadtlueneburg.de/lap.

Die Aufstellung von Lärmaktionsplänen an den Lüneburger Hauptverkehrsstraßen liegt in der Zuständigkeit der Hansestadt Lüneburg.  Für Lüneburg liegt ein erster Entwurf einer Lärmaktionsplanung die Hauptverkehrsstraßen betreffend vor. Interessierte können sich nun Kartierung und Planung genauer ansehen und ihre Anregungen abgeben, vor allem auch zu den darin genannten Vorschlägen, den Lärm zu reduzieren. Die Rückmeldungen werden anschließend aufgenommen und abgewogen. Die Ergebnisse fließen in den Entwurf ein. Dieser geht dann in den Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz, Grünflächen und Forsten und anschließend in den Rat. Die Lärmaktionsplanung wird spätestens alle fünf Jahre aktualisiert.

FAQ

Wo finde ich den Entwurf für die Lärmaktionsplanung der Hansestadt?
Der Entwurf ist, ergänzt um zusätzliche interessante Informationen und Links, auf der Internetseite der Hansestadt Lüneburg eingestellt. Die Kurzadresse lautet: www.hansestadtlueneburg.de/lap

Der Entwurf liegt auch im Bereich Umwelt aus:

Hansestadt Lüneburg
Bereich Umwelt
Bei der Ratsmühle 17a
21335 Lüneburg

Öffnungszeiten:
montags bis freitags 8.30 Uhr bis 12 Uhr
montags, mittwochs und donnerstags von 14 Uhr bis 16 Uhr
dienstags von 14 Uhr bis 18 Uhr sowie zusätzlich nach vorheriger Terminvereinbarung

Wie und wo kann ich meine Anregungen dazu loswerden?
Am besten geht das direkt und unkompliziert über die Internetseite www.hansestadtlueneburg.de/lap
Dort ist eine Kommentarfunktion eingerichtet, wo kürzere Anregungen (bis 2000 Zeichen inkl.) eingetippt werden können. Die Mitarbeiter im städtischen Bereich Umwelt sichten die Kommentare und schalten sie dann frei, so dass die Diskussion zum Thema öffentlich nachvollziehbar bleibt. Die Kommentarfunktion ist ab Montag, 1., bis Donnerstag, 25. April 2019, freigeschaltet.

Alternativ ist es während dieser Zeit auch möglich, Anregungen schriftlich zu senden an:

Hansestadt Lüneburg
Bereich Umwelt
Postfach 2540
21315 Lüneburg  

Warum beziehen sich Kartierung und Aktionsplanung für den Straßenverkehr nur auf Autobahn, Bundes- und Landesstraßen?
Das Bundes-Immissionsschutzgesetz hat dies in den §§ 47a bis 47e so vorgesehen.