Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Rat geht mit Hansestadt und Leuphana den nächsten Schritt zur Zukunftsstadt (06.07.2018)

(sp) Lüneburg. Lüneburg geht weiter. Gehst du mit? Zu dieser Frage, die in den vergangenen Wochen auch auf Plakaten im Lüneburger Stadtgebiet zu lesen war, hat der Rat der Hansestadt Lüneburg in seiner Sitzung vom 28. Juni 2018 einstimmig ja gesagt und  der Bewerbung für die dritte Phase des Projektes Zukunftsstadt Lüneburg 2030+ zugestimmt. Zuvor hatte Prof. Daniel Lang von der Leuphana den Ratsmitgliedern das gemeinsame Nachhaltigkeitsprojekt von Hansestadt und Universität  vorgestellt.

Dr. Karl-Heinz Rehbein, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Hansestadt und Mitglied der Steuerungsgruppe, begrüßt die Entscheidung der Ratsmitglieder: „Wir freuen uns über das einstimmige Votum des Rates. Damit haben wir eine breite Basis für die Bewerbung um Fördergelder für die dritte Projektphase. So rückt die Hansestadt gemeinsam mit der Leuphana Universität einmal mehr das Thema nachhaltige Stadtentwicklung in den Fokus.“ Dabei sei wichtig, den Weg auch weiter gemeinsam mit den Lüneburger Bürgerinnen und Bürgern zu gehen.

In den ersten beiden Phasen haben die Mitarbeiter der Hansestadt zusammen mit Wissenschaftlern und verschiedenen Akteuren der Lüneburger Stadtgesellschaft Visionen und konkrete Maßnahmen für ein nachhaltigeres Lüneburg entwickelt. Grundlage und Leitlinie dafür: Die international vereinbarten 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. In der dritten Phase wird es konkret, hier sollen die entwickelten Maßnahmen in sogenannten Reallaboren erprobt und auch in der Praxis umgesetzt werden. Voraussetzung dafür ist eine erfolgreiche Bewerbung Lüneburgs für die dritte Phase im Wettbewerb Zukunftsstadt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Von derzeit 23 geförderten Kommunen werden acht Kommunen vom Ministerium ausgewählt, die auch in der nächsten Phase gefördert werden.

Die Projektverantwortlichen sehen gute Chancen für die Lüneburger Bewerbung, denn, so verdeutlichte Prof. Lang in der Ratssitzung: „Uns zeichnet als Hansestadt Lüneburg besonders aus, dass wir von Beginn an geschaut haben, was ist in Lüneburg schon da, wie können wir darauf aufbauen? Was können wir auch von anderen Städten und Kommunen lernen?“ Dabei würde auch gerade die Kooperation von Leuphana und Hansestadt das Lüneburger Projekt hervorheben.

Im nächsten Schritt plant die Projektgruppe nun die bisher entwickelten Lüneburger Lösungen weiter in die Stadtgesellschaft zu tragen. Eine dieser Lösungen ist die Idee zur Nutzung von Lastenfahrrädern für das Ausliefern von Einkäufen auf dem Lüneburger Wochenmarkt. Dies könnte in einem sogenannten Reallabor erst einmal in kleinerem Rahmen getestet und bewertet werden, bevor dann eine große Lösung entwickelt wird. Für Prof. Lang ist genau diese praxisnahe Arbeit ein großer Gewinn, wie er in der Ratssitzung deutlich machte:  „Mir macht es ganz große Freude, so mit den Projektpartnern gemeinsam Wissenschaft betreiben zu können“.

Mit dem Votum der Ratsmitglieder im Rücken wird die Projektgruppe bis zum 30. August die Bewerbungsunterlagen für die nächste Phase einreichen.

Weitere Informationen über das Projekt gibt es unter www.lueneburg2030.de .