Fahrradparkhaus

Neues Parkhaus am Bahnhof: Lüneburg lässt Fahrräder nicht im Regen stehen

Eröffneten das neue Fahrradparkhaus am Bahnhof (vordere Reihe von links): Jürgen Römer von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen, Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Swen Wacker von der Metropolregion Hamburg und die stellvertretende Landrätin des Landkreises Lüneburg, Nicole Ziemer.800 Stellplätze, alle überdacht und das Ganze für die Nutzer komplett kostenlos: Lüneburgs neues Fahrradparkhaus lockt. „Ökonomisch rentiert sich unsere Investition nicht, wir nehmen ja keine Nutzungsgebühren. Aber aus ökologischer Sicht ist der Bau zukunftsweisend für die Hansestadt“, sagte Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge bei der offiziellen Eröffnung am Mittwoch (8. Mai 2013). Ein Jahr hat der Bau gedauert und insgesamt 1,9 Millionen Euro gekostet.

„Immer mehr Menschen kommen mit dem Rad zum Bahnhof, um von dort mit dem Zug zur Arbeit zu fahren. Ihnen machen wir jetzt ein kostenloses Angebot zum Abstellen ihrer Fahrräder“, so Mädge. Damit verknüpft der Verwaltungschef jedoch auch eine konkrete Erwartung. „Wir setzen darauf, dass nun weniger Fahrräder auf dem Bahnhofsvorplatz abgestellt werden. Niemand kann sich mehr beklagen, es gebe keine freien Plätze oder sie würden Geld kosten“, sagt Ulrich Mädge. Zusammen mit den 1.330 Stellplätzen im bisherigen Radspeicher ist am Lüneburger Bahnhof nun Platz für insgesamt 2.100 Fahrräder, alle trocken unter Dach. „Wir eröffnen heute unsere zweite Abstellanlage, aber wenn die Entwicklung so weitergeht, was wir sehr begrüßen, müssen wir bald schon über eine dritte nachdenken“, so Mädge. Mit der Einweihung von Fahrradparkhaus Nummer 2 liegt Lüneburg schon jetzt bei den überdachten Fahrradstellplätzen an Bahnhöfen bundesweit auf Platz zwei hinter Münster.


Lüneburgs neues Fahrradparkhaus am Bahnhof: Zukünftig gibt es keinen Grund mehr, sein Fahrrad an einer Laterne oder auf dem Bahnhofsvorplatz abzustellen. Im neuen Fahrradparkhaus neben dem Westbahnhof gibt es nun 800 kostenlose Stellplätze.Jürgen Römer, Leiter des Bereichs Förderung und Finanzmanagement bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), sieht Lüneburg auf dem richtigen Weg. „Das zweite Fahrradparkhaus ist ein weiterer wichtiger Baustein bei der Bahnhofsumgestaltung. Laut unseren Prognosen kommt mittlerweile schon ein Viertel aller 8.000 Tagespendler mit dem Rad zum Bahnhof. Tendenz steigend“, so Römer. Deshalb habe sich die LNVG auch mit 530.000 Euro am Bau der Anlage beteiligt.

Der Landkreis Lüneburg hat 200.000 Euro zum neuen Fahrradparkhaus dazugegeben. „Viele Menschen aus dem Landkreis fahren von Lüneburg aus mit dem Zug zur Arbeit. Damit noch mehr als bisher mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommen können, unterstützen wir dieses Projekt gerne“, sagte die stellvertretende Landrätin Nicole Ziemer.

Die Sättel aller Fahrräder auf dem Bahnhofsvorplatz bekamen zur Eröffnung einen roten Sattelschützer verpasst. Darauf prangt die Aufforderung "Lass mich nicht im Regen stehen!". Die Hansestadt Lüneburg möchte die Radler damit weg vom Vorplatz ins neue Fahrradparkhaus bewegen.Swen Wacker aus der Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg sagte: „Die Steigerung der Attraktivität und die Verbesserung des ÖPNV spielen eine große Rolle bei der Entwicklung der Region. Daher unterstützt die Metropolregion mit ihren Förderfonds seit langem die Schaffung von guten Park+Ride- sowie Bike+Ride-Möglichkeiten für die Pendler. Der Neubau dieser Fahrradabstellanlage ist dafür das jüngste Beispiel. Generell ist Lüneburg ein Vorbild für eine gute, nachfrageorientierte Pendler-Infrastruktur.“ Knapp 85.000 Euro stellt die Metropolregion für das Fahrradparkhaus zur Verfügung.

Rund eine Million Euro trägt die Hansestadt Lüneburg selbst.