Radfahren

Radfahren in Lüneburg

Mobile Fahrradständer auf dem Marienplatz.

Maximal fünf Kilometer beträgt die Entfernung von den verschiedenen Wohnquartieren zur Innenstadt, damit bietet die Hansestadt Lüneburg trotz einer relativ welligen Topographie gute Voraussetzungen zum Fahrradfahren.

Dies zeigt sich auch in der kontinuierlichen Steigerung des Radverkehrsanteils am Gesamtverkehrsaufkommen. Während vor 20 Jahren sich nur jeder neunte Lüneburger mit dem Fahrrad fortbewegte, legt heute schon fast jeder Vierte mindestens eine Strecke täglich mit dem Fahrrad zurück
Erreicht wurde dies unter anderem durch eine deutliche Erhöhung der Investitionen in den Radverkehr, die sich in den vergangenen drei Jahren auf mehr als 2 Mio. Euro aufsummierten und damit mit 9 Euro je Einwohner und Jahr nahe an dem im Nationalen Radverkehrsplan genannten Finanzbedarf für „Aufsteiger-Städte“ lagen.

Als vorbildlich anzusehen sind die Maßnahmen zur Schaffung von Fahrradabstellplätzen am Bahnhof und in der Innenstadt. So wurde 2013 am Lüneburger Bahnhof ein zweites Fahrradparkhaus eröffnet, sodass  dort jetzt insgesamt 2.100 überdachte Abstellplätze für Fahrräder zur Verfügung stehen. Auch in der Innenstadt hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der sicheren Fahrradabstellmöglichkeiten in oder direkt am Rand der Fußgänger-zone mehr als verdoppelt.

 

60 StadtRäder stehen an sechs verschiedenen Stationen bereit.Zum Erfolgsmodell hat sich auch das in Kooperation mit der Leuphana Universität und DB Rent 2013 an den Start gegangene Leihradsystem „StadtRad Lüneburg“ entwickelt, mit dem im letzten Jahr bei 65 Rädern an sieben Standorten fast 68.000 Fahrten zurückgelegt wurden. Infos zur Funktionsweise, zu den Tarifen und vieles mehr unter www.stadtradlueneburg.de.


Dass trotzdem noch einiges zu tun ist, dessen ist sich die Hansestadt Lüneburg sehr wohl bewusst. So wird dieses Jahr die Radverkehrsführung am Stadtring entlang der Bastion- und Hindenburgstraße verbessert, aber auch Netzlücken wie z.B. zwischen dem Freibad Hagen und dem Stadtteil Kaltenmoor geschlossen und unbefestigte Wegebeziehungen wie oberhalb des Liebesgrundes und in Verlängerung der KVG-Zufahrt neu hergestellt. Auch wurde die dringende Verbesserung der Radverkehrssituation auf den drei Hauptachsen Bleckeder und Dahlenburger Landstraße sowie Uelzener Straße einschließlich Stern-Kreuzung zwischenzeitig angeschoben. Die daraus resultierenden Maßnahmen werden in den nächsten Jahren ebenso Bestandteil der Prioritätenliste, wie die aus der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes Lüneburg 2015 resultierenden Handlungsempfehlungen, die noch dieses Jahr in den zuständigen Gremien beraten werden.