Radfahren

Radfahren in Lüneburg

Mobile Fahrradständer auf dem Marienplatz.Maximal fünf Kilometer beträgt die Entfernung von den verschiedenen Wohnquartieren zur Innenstadt, damit bietet die Hansestadt Lüneburg trotz einer relativ welligen Topographie gute Voraussetzungen zum Fahrradfahren.

Dies zeigt sich auch in der kontinuierlichen Steigerung des Radverkehrsanteils am Gesamtverkehrsaufkommen. Während vor 20 Jahren sich nur jeder neunte Lüneburger mit dem Fahrrad fortbewegte, legt heute schon fast jeder Vierte mindestens eine Strecke täglich mit dem Fahrrad zurück.

Erreicht wurde dies unter anderem durch eine deutliche Erhöhung der Investitionen in den Radverkehr, die  2015 bei 811.000 Euro lagen und damit mit 11 Euro je Einwohner nahe an dem im Nationalen Radverkehrsplan kalkulkierten Finanzbedarf für „Aufsteiger-Städte“.

Als vorbildlich anzusehen sind die Maßnahmen zur Schaffung von Fahrradabstellplätzen am Bahnhof und in der Innenstadt. So wurde 2013 am Lüneburger Bahnhof ein zweites Fahrradparkhaus eröffnet, so dass dort jetzt insgesamt 2.100 überdachte Abstellplätze für Fahrräder zur Verfügung stehen. Auch in der Innenstadt hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der sicheren Fahrradabstellmöglichkeiten in oder direkt am Rand der Fußgängerzone mehr als verdoppelt.

60 StadtRäder stehen an sechs verschiedenen Stationen bereit.Zum Erfolgsmodell hat sich auch das in Kooperation mit der Leuphana Universität und DB Rent 2013 an den Start gegangene Leihradsystem „StadtRad Lüneburg“ entwickelt, mit dem im vergangenen Jahr bei 60 Rädern an sechs Standorten 54.000 Fahrten zurückgelegt wurden. Infos zur Funktionsweise, zu den Tarifen und vieles mehr unter www.stadtradlueneburg.de.

Dass trotzdem noch einiges zu tun ist, dessen ist sich die Hansestadt Lüneburg sehr wohl bewusst. So werden dieses Jahr die Nebenflächen auf der Südseite der Dahlenburger Landstraße ab Theodor-Heuss-Straße stadtauswärts saniert und der vorhandene Radfahrstreifen bis zur KVG-Zufahrt verlängert. Desweiteren ist beabsichtigt, die vorhandene Lücke am Lösegraben zwischen Altenbrücker- und Lünertorstraße zu schließen, sowie die Alternativroute zur L216 von Reppenstedt über den Sülzweg und durch den Stadtteil Jüttkenmoor fahrradfreundlich auszubauen. Auch wird das vorhandene „Radverkehrskonzept Lüneburg 2015“ fortgeschrieben, um für die nächsten Jahre einen Rahmen zur Weiterentwicklung des Radverkehrs in Lüneburg zu haben.