Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Gemeinsam Gedenken: Einladung zum Bürgerforum und zum Symposium Erinnerungskultur (23.10.2018)

(sp) Lüneburg. Der Monat November steht in der Hansestadt Lüneburg im Zeichen der Erinnerungs- und Gedenkkultur. Bei mehreren Veranstaltungen soll es neben dem gemeinsamen Erinnern und Gedenken an die Opfer des NS-Terrorregimes auch darum gehen, wie die Aufarbeitung der Lüneburger Kriegs- und Nachkriegsgeschichte in Zukunft am besten von der Stadt, den Institutionen sowie den Bürgerinnen und Bürgern gestaltet werden kann.

Der Kultur- und Partnerschaftsausschuss des Rates der Hansestadt lädt daher alle Interessierten dazu ein, sich bei zwei Veranstaltungen im kommenden Monat an der Diskussion zu beteiligen:

Am Samstag, 10. November 2018, findet von 10 Uhr bis ca. 13 Uhr ein Bürgerforum zur Lüneburger Erinnerungs- und Gedenkkultur in der Mensa des Technologiezentrums der Handwerkskammer, Dahlenburger Landstraße 62, statt. Nach einer Einführung ins Thema können sich die Teilnehmer in kleineren Gesprächsgruppen austauschen. An jedem Tisch sitzt als Moderator ein Gastgeber, der die Diskussion lenkt, indem er mit Hilfe von einheitlichen Fragen an den einzelnen Tischen einen Rahmen vorgibt und so eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse ermöglicht. Dabei soll es vor allem darum gehen, herauszufinden, wie die Bürgerinnen und Bürger über die Erinnerungskultur in Lüneburg, über Denkmäler und den Umgang mit der Vergangenheit denken. Zum Abschluss werden die Ergebnisse aller Gruppen kurz präsentiert und zusammengeführt.  

Wer daran teilnehmen möchte, ob zum Mitdiskutieren oder als Zuhörer, kann sich bis einschließlich Mittwoch, 7. November 2018, per E-Mail an stadt@stadt.lueneburg.de oder telefonisch, montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr unter 04131 – 309-3100 mit Angabe des Namens, der Adresse und der Kontaktdaten anmelden.

Anschließend an das Bürgerforum wird mit einem Symposium auch die wissenschaftliche Ebene des Themas beleuchtet. Die öffentliche Veranstaltung findet am Freitag, 30. November 2018, im Museum Lüneburg statt. Historikerinnen und Historiker werden an diesem Tag das Thema sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus kultureller und militärgeschichtlicher Sicht erläutern. Nach den Vorträgen haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder über das gerade Gehörte zu diskutieren. Das Programm und die Vortragenden werden in Kürze bekannt gegeben.   

Die Planung und inhaltliche Ausgestaltung  der beiden Veranstaltungen liegt bei der vom Kultur- und Partnerschaftsausschuss eingesetzten Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Heike Düselder, Vorstandsvorsitzende der Museumsstiftung Lüneburg. In der Arbeitsgruppe sitzen außerdem Vertreter der Geschichtswerkstatt Lüneburg,  der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Lüneburg, der Euthanasie-Gedenkstätte der Psychiatrischen Klinik Lüneburg, der Leuphana Universität, der Friedensstiftung Günter Manzke, des Stadtarchivs und der Hansestadt Lüneburg.  
 
Die Informationen zum Thema Erinnerungs- und Gedenkkultur sind auf der städtischen Internetseite unter www.hansestadtlueneburg.de/erinnerungskultur  abrufbar und werden laufend aktualisiert. 
 
Weitere anstehende Termine im November zur Lüneburger Erinnerungs- und Gedenkkultur: 

- Am Dienstag, 6. November um 19.30 Uhr  Vortrag von Anneke de Rudder zum Thema „80 Jahre nach der Reichspogromnacht: Ein Blick zurück auf die jüdischen Familien in Lüneburg“ im Museum Lüneburg, Marcus-Heinemann-Saal. 

- Am Freitag, 9. November 2018, findet ab 11 Uhr die feierliche Wiedereröffnung der Synagogen-Gedenkstätte Am Schifferwall statt. Über das Programm wird die Hansestadt Lüneburg vorab informieren. 

- Am Sonntag, 11. November 2018,  gibt die Chorsymphonik 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges um 20 Uhr das Konzert „Friede auf Erde“ in der St.-Johannis-Kirche.