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Förderprogramme

LED-Förderprogramm

Das Bundesumweltministerium gibt jährlich eine Klimaschutz-Kommunalrichtlinie heraus, mit der Kommunen und öffentliche Einrichtungen aufgefordert werden, an verschiedenen Förderprogrammen teilzunehmen. Diese Förderrichtlinie hat vier Schwerpunkte:

  • Beratungsleistungen für Kommunen, die am Anfang ihrer Klimaschutzaktivitäten stehen,
  • Erstellung von Klimaschutzkonzepten und Teilkonzepten,
  • die Förderung einer Stelle für Klimaschutzmanagement und
  • die Förderung investiver Maßnahmen, die zu einer CO²-Emissionsminderung führen.

Die Hansestadt Lüneburg hat Fördermittel für investive Klimaschutzmaßnahmen zur Umrüstung von drei Sporthallen und zwei Parkhäusern mit LED-Beleuchtung mit einem Gesamtvolumen von 535.000 Euro beantragt; Fördermittel wurden für 2014/2015 in Höhe von rund 175.000 Euro bewilligt.  

Neben dem Austausch der Beleuchtungskörper geht es auch darum, die Steuerungsmöglichkeit der Beleuchtung zu verbessern. Das gilt vor allem für Sporthallen. Nach theoretischen Berechnungen könnte der Energieverbrauch bei der Sporthalle im Roten Feld um jährlich rund 9000 Euro gesenkt werden, wenn die Beleuchtungstechnik und Steuerungsmöglichkeit der Beleuchtung verbessert werden. Bei der Schulsporthalle wurden etwa 70 Leuchten ausgetauscht.

Ein weiteres Beispiel ist die größte Maßnahme am Parkhaus Am Bahnhof. Hier wurde bei einem Austausch von 450 Leuchten eine jährliche Stromeinsparung von 200.000 kWh berechnet. Über die gesamte Lebensdauer wird eine Einsparung von 2.500 Tonnen CO² erwartet.

Die Landeszeitung für die Lüneburger Heide berichtete am 14. November 2013 über das Projekt (siehe Presseinfo in der rechten Spalte).

Die oben genannten fünf Maßnahmen wurden wie folgt umgesetzt:

1. Sporthalle Im Roten Feld
Austausch von ca. 70 Leuchten
Maßnahmenbeginn: Mai 2014
Ende: September 2014

2. Sporthalle Gymnasium Herderschule
Austausch von ca. 40 Leuchten
Maßnahmenbeginn: Mai 2014
Ende: Oktober 2014

3. Sporthalle Gymnasium Johanneum
Austausch von ca. 200 Leuchten
Maßnahmenbeginn: Mai 2014
Ende: November 2014

4. Parkhaus Am Rathaus
Austausch von 180 Leuchten
Maßnahmenbeginn: Juni 2014
Ende: November 2014

5. Parkhaus Am Bahnhof
Austausch von 450 Leuchten
Maßnahmenbeginn: Juni 2014
Ende: Dezember 2014

Dazu sind in der unten stehenden Bildergalerie Vorher-Nachher-Fotos zusammengestellt.

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutz-Initiative hat die Hansestadt Lüneburg drei weitere Projekte durchgeführt:

Die Umrüstung auf LED-Beleuchtung wurde in den Jahren 2015/2016 auch an der Grundschule Lüne und am Gymnasium Johanneum durchgeführt. Ein Beleuchtungsaustausch ist außerdem in der städtischen Jugendbücherei umgesetzt worden.
Für diese investiven Klimaschutzmaßnahmen wurden der Hansestadt Lüneburg Fördermittel des Bundesumweltministeriums in Höhe von 200.000 Euro bewilligt. Die Investitionen belaufen sich auf 700.000 Euro. Die Maßnahmen an der Schule Lüne und der Jugendbücherei sind bereits abgeschlossen, im Johanneum wird die Fertigstellung in den Sommerferien 2016 erwartet.

Die theoretische Berechnung für die Schule und die Sporthalle Lüne ergibt bei Austausch aller 400 Beleuchtungskörper und  Verbesserung der Steuerung eine Ersparnis beim jährlichen Energieverbrauch von 51.000 kWh und rd. 11.000 Euro. Auch in der Jugendbücherei werden bei 130 neuen Beleuchtungskörpern über die Lebensdauer 200 Tonnen CO² Einsparungen erwartet bei 17.000 kWh weniger Stromverbrauch im Jahr.

Die Maßnahmen im Einzelnen:

1. Grundschule Lüne mit Turnhalle
Austausch von ca. 400 Leuchten
Maßnahmenbeginn: Juli 2015
Ende: Dezember 2015

2. Gymnasium Johanneum
Austausch von ca. 950 Leuchten
Maßnahmenbeginn: Juli 2015
Ende: August 2016

3. Jugendbücherei
Austausch von ca. 130 Leuchten
Maßnahmenbeginn: Juli 2015
Ende: Dezember 2015

Auch zu diesen Maßnahmen sind in der Bildergalerie Fotos zusammengestellt, die vor und nach Durchführung der Maßnahmen aufgenommen wurden.


 

Aufgrund der überzeugenden Einsparungen durch die bisherigen LED-Umrüstungen prüft die Hansestadt Lüneburg diese Maßnahme mittlerweile für alle Bau- und Sanierungsvorhaben der Stadt. So hat sich gezeigt, dass die Umrüstung auf LED-Technik bei der Sanierung und dem Ausbau der Grundschule Hasenburger Berg zur Ganztagsschule eine sehr sinnvolle Investition in das Energiesparen und den Klimaschutz ist: Über einen Zeitraum von 20 Jahren können voraussichtlich 467 Tonnen klimaschädliches CO² eingespart werden.

Es wurde deshalb auch für die Grundschule Hasenburger Berg beim Projektträger Jülich eine Förderung für das Vorhaben beantragt und bewilligt. Die Hansestadt Lüneburg erhält für die Umrüstung Fördermittel des Bundesumweltministeriums in Höhe von 53.422 Euro bei einer Förderquote von 40 Prozent.

Die Maßnahme im Einzelnen
Grundschule Hasenburger Berg
Austausch von ca. 500 Leuchten
Maßnahmenbeginn: April 2017
Ende: Mai 2018
Stromeinsparung: ca. 40.000 kWh pro Jahr
Förderkennzeichen: 03K03170

Eine „Umrüstung auf LED – Technik“ in den öffentlichen Gebäuden heißt dabei mehr, als ein bloßer Tausch „Glühbirne“ gegen „LED-Birne“: Hier werden die kompletten Leuchtensysteme inklusive Verkabelungen getauscht und zusätzlich Bewegungs- und Tageslichtmelder verbaut – denn auch die energieeffizienten LEDs sollen natürlich nur dann an sein, wenn sie gebraucht werden.

Doch auch ohne einen solchen Umbau der Elektrik kann in Privathaushalten durch die Umstellung auf LED-Leuchtmittel viel Strom – und damit Geld und CO² – eingespart werden. Wie viel Einsparung möglich ist sowie viele weitere nützliche Information rund um das Thema „LED“ finden Sie auf der Seite von CO²online.

Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.