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Gärten ohne Schotter

Modeerscheinung Schottergarten

Beispiel eines „modernen“ Gartens. Foto: maho/Adobe StockIn den vergangenen Jahren sind immer mehr Vorgärten angelegt worden, die als „moderne“ Kies- und Schottergärten gestaltet werden. Die mit Stauden und Hecken versehenen Vorgärten werden immer weniger.

Negative Folgen
Die kiesbedeckten Flächen sind ökologisch wertlos. Meist wird Vlies oder Folie darunter verwendet, wodurch das Bodenleben verarmt. Lebensraum für Pflanzen und Tiere geht dadurch verloren. Die Steinflächen heizen sich deutlich stärker auf als Beete. In Zeiten des Klimawandels ein unerwünschter und zu vermeidender Effekt.

Keineswegs pflegeleicht
Hartnäckig hält sich die Meinung, dass der Pflegeaufwand solcher Kiesflächen besonders gering sei. Das Gegenteil ist der Fall. Jedes Jahr muss organisches Material wie Blätter, Blüten, Samen usw. von der Steinfläche entfernt werden. Ansonsten bildet sich mit der Zeit eine Humusschicht und erste Wildkräuter stellen sich ein. Das Entfernen des Laubs ist mühsam. Es muss per Hand oder mit einem Laubsauger geschehen, harken geht nicht.

Gute Gründe für einen schönen Vorgarten
Der Vorgarten ist die Visitenkarte des Hauses. Er spiegelt die Willkommenskultur der Bewohner wider und ist, im Wandel der Jahreszeiten, einladend gestaltet.

Empfehlungen für den naturnahen (Vor-)Garten
Ganz ohne Arbeit geht es nicht. Aber man kann einiges tun, um den Pflegeaufwand zu minimieren.

  • standortgerechte Stauden und Gehölze verwenden
  • heimische Pflanzen bevorzugen
  • eine möglichst geschlossene Pflanzendecke herstellen (ansonsten Rindenmulch verwenden)

Auf diese Weise bleibt wenig Platz für unerwünschte Kräuter und der Boden trocknet nicht so schnell aus. Wasser kann gespart werden.

Ein einladendes und abwechslungsreiches Beet schafft Nahrung für Insekten. Foto: Hansestadt LüneburgNahrungsangebot für Insekten
Schaffen Sie Abwechslung in Ihrem Garten. Die Verwendung unterschiedlicher Bäume, Sträucher und Stauden leisten einen Beitrag zum Artenschutz. Es entstehen Nistplätze und Nahrungsangebote für Vögel, Kleinsäuger und Insekten.

Geben Sie heimischen Pflanzen den Vorzug. Diese passen sich optimal den Standortbedingungen an und wachsen am richtigen Platz „von alleine“ gut.

Lassen Sie im Garten „wilde Ecken“ zu; es muss nicht immer alles aufgeräumt sein. Auch die Pflasterfugen können sich zu einem Lebensraum entwickeln. Bevorzugen Sie Wildformen bzw. ungefüllte Blüten. Viele gefüllte Blüten von Stauden und Gehölzen sind für Insekten nicht zugänglich oder durch die Zucht steril.

 

Pflanzbeispiele

  • Gehölze: Vogelbeere, Weißdorn, Hartriegel, Holunder, Hundsrose, Haselnuss
  • Stauden: Bergminze, Lavendel, Färberkamille, Glockenblumen, Roter Sonnenhut, Ysop, Kugeldistel uvm.

Ansprechpartner

Hansestadt Lüneburg

Grünplanung Constanze Keuter +49 4131 309-3944 E-Mail senden