Klimaanalyse

Klimawandel im Blick: Hansestadt präsentiert Klimagutachten

Die Grafik zeigt die bioklimatische Situation in Lüneburg. Grafik: GEO-NET Umweltconsulting GmbHWie ist es um das Klima in der Stadt Lüneburg und im Umland bestellt? Wie wirken sich klimatische Besonderheiten und räumliche Bedingungen im Stadtgebiet aufeinander aus und worauf ist bei laufenden und künftigen Bauvorhaben auch mit Blick auf den Klimawandel zu achten? Antworten auf diese Fragen gibt das Klimagutachten, das das Büro Geo-Net Umweltconsulting GmbH aus Hannover im Auftrag des Rates für die Hansestadt erstellt hat.

Der Entwurf ist zunächst im August 2018 öffentlich vorgestellt worden. Am 24. Mai 2019 haben die Ausschüsse für Bauen und Stadtentwicklung sowie für Umwelt, Verbraucherschutz, Grünflächenund Forsten nach erneuter öffentlicher Beratung einstimmig beschlossen, dass "die Ergebnisse der Stadtklimanalyse in die laufenden und künftigen Bauleitplanverfahren als zu berücksichtigender Belang aufzunehmen sind."

Hinweis: Aktuell ist an dieser Stelle noch die Entwurfsfassung einzusehen. Letzte Änderungen redaktioneller Art werden noch eingearbeitet. Voraussichtlich Anfang September wird die endgültige Fassung online gehen.

Grundlage des Gutachtens sind Informationen etwa über die Topographie der Stadt, den Versiegelungsgrad, die Gebäudehöhen, die vorhandenen Grünflächen und meteorologische Besonderheiten. Der Gutachter, Diplom-Geograph Peter Trute, von Geo-Net, hatte in den öffentlichen Beratungen das Vorgehen bei der Erstellung des Gutachtens erläutert, die Ergebnisse der Stadtklimaanalyse sowie die damit verbundenen Empfehlungen für die Hansestadt dargestellt.
 
Besondere Aufmerksamkeit widmet das Gutachten dabei dem Effekt der „Städtischen Wärmeinseln“. Dabei geht es um die Frage, wie sich sommerliche Hochdruckwetterlagen auf verdichtete Gebiete auswirken - mit Blick auf die Temperaturen und die sogenannten bioklimatische Belastungen für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Stadtklimaanalyse untersucht außerdem die Wechselwirkung zwischen der städtischen Bebauung einerseits und den Grünflächen als  Ausgleichsraum andererseits. So wurde in dem Klimagutachten für Lüneburg unter anderem identifiziert, wie die einzelnen Wohnquartiere mit Kaltluft versorgt werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Flussauen und die Ufer der Ilmenau.  

Ziel der Klimaanalyse ist es, die städtebauliche Entwicklung klimagerecht umzusetzen. Das Gutachten schlägt hier für Lüneburg diverse Maßnahmen vor, darunter die Entsiegelung von Wege- und Parkplatzflächen, eine Erhöhung des Grünanteils in hitzebelasteten Gebäudeblöcken sowie Dach- und Fassadenbegrünung.

Die Analyse, die Präsentation aus dem Bau- und Umweltausschuss sowie der Endbericht können unter "Dokumente" in der rechten Spalte heruntergeladen werden.