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Nationale Klimaschutzinitiative

Herderschule: Stromfreie Warmwasserbereitung und Heizungserneuerung

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen.

Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Die Hansestadt Lüneburg hat bereits mehrere Klimaschutzprojekte- und maßnahmen mit Hilfe der Förderung der  Nationalen Klimaschutzinitiative erfolgreich umsetzten können, so z.B. das „Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften“ und mehrere Umrüstungen auf stromsparende LED-Beleuchtung.


Zwei weitere Maßnahmen werden an der Herderschule umgesetzt:

Stromfreie Warmwasserbereitung
Im Zuge der Sanierung der Duschen, Lehrer-Umkleide und Schüler-WC-Räume der Gymnastikhalle der Herderschule wird auch die ineffiziente Warmwasserbereitungsanlage modernisiert.

Statt einem elektrisch betriebenen Durchlauferhitzer oder einem Trinkwarmwasserspeicher, in dem die Temperatur aus hygienischen Gründen  immer auf 60°C gehalten werden muss, wird eine sogenannte „Frischwasserstation“ eingebaut. In dieser Station wird nur das tatsächlich benötigte Wasser erwärmt und dem Verbrauch zugeführt - wie bei einem Durchlauferhitzer. Im Unterschied zu einem elektrisch betriebenen Gerät wird hier jedoch als Energieträger nicht Strom, sondern heißes Wasser genutzt, welches vorwiegend regenerativ und emissionsfrei aus einer ebenfalls neu geplanten thermischen Solaranlage zugeführt wird. Reichen die Solargewinne nicht aus, so wird das System aus der bestehenden Brennwert-Heizzentrale unterstützt. Über die Lebensdauer der stromfreien Anlage ergibt sich so eine CO2-Einsparung von 35 Tonnen.

Förderkennzeichen 03K02761. Förderzeitraum: 01.03.2016 bis 28.02.2017.

 

Erneuerung der Heizungs-Unterverteilung mit Einbau von Hocheffizienzpumpen
Auch die Heizungs-Unterverteilung für die Bereiche Turnhalle, Gymnastikhalle, Werkräume und Musikräume wird erneuert, wobei Hocheffizienzpumpen installiert werden. Im Rahmen dieses Vorhabens ist eine Trennung der Heizkreise von Neben- und Gymnastikräumen von denen der Sporträume geplant, damit die Bereiche separat geregelt werden können. Die Anlage soll zudem an eine Leitzentrale angeschlossen werden.

Ziel ist es, so pro Jahr eine Einsparung von knapp 20.500 kWh Strom zu erreichen, was über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Anlage von mindestens 15 Jahren einer Vermeidung von ca. 180 Tonnen CO2 entspricht. Zusätzlich wird durch die Optimierung der Steuerung und durch den hydraulischen Abgleich von einer wesentlichen Reduzierung des Heizenergieverbrauches ausgegangen – hier wird zusätzlich CO2 vermieden.

Förderkennzeichen 03K02764. Förderzeitraum: 01.03.2016 bis 28.02.2017.

 

Der nachträgliche Einbau von Hocheffizienzpumpen und der hydraulische Abgleich – die optimale Regelung des Wasserdurchflusses im Heizsystem – ist auch für private Eigentümer älterer Heizungsanlagen meisten sehr sinnvoll. Neben der resultierenden Energieeinsparung werden die CO2-Emissionen gesenkt und damit das Klima geschont. Deshalb wird die Heizungsoptimierung mit 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.

Nähere Informationen hierzu gibt es auf der Internetseite des BAFA.

Ansprechpartner

Hansestadt Lüneburg

8 Fachbereich Gebäudewirtschaft Manfred Koplin +49 4131 309-3579 E-Mail senden