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Der Grüne Faden

Klimablog

Herzlich Willkommen auf dem Klimablog „Der Grüne Faden“. Hier gibt es regelmäßig Wissenswertes, Aktuelles oder Tipps zum Klimaschutz in der Hansestadt Lüneburg zu lesen.

#6 Earth Hour: Klimaschutz in Szene gesetzt
Ungewöhnlich dunkel wird es am Samstag, 27. März 2021, zwischen 20.30 und 21.30 Uhr im Herzen der Lüneburger Innenstadt, ebenso an vielen weiteren Orten weltweit. Wie schon in den Jahren zuvor beteiligt sich die Hansestadt Lüneburg an der weltweiten Aktion „Earth Hour“, organisiert von der Naturschutzvereinigung „World Wide Fund For Nature”, kurz WWF. Für eine Stunde knipst die Hansestadt deshalb am Sonnabend die öffentliche Beleuchtung rund um den Marktplatz aus. Vollständig im Hintergrund verschwinden dann das Lüneburger Rathaus ebenso wie das Heinrich-Heine-Haus. Die Aufmerksamkeit erfährt stattdessen der Klimaschutz.

Zur Earth Hour einmal im Jahr schalten Unternehmen, Städte und Gemeinden sowie Privatpersonen und Initiativen das Licht aus, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Wie schon im vergangenen Jahr lädt WWF alle ein, mit kreativen Aktionen bei der Earth Hour digital mitzumachen und unter dem Hashtag #LichtAus und #EarthHour davon zu erzählen. Mehr Informationen zur Earth Hour sind unter http://www.wwf.de/earthhour/ zu finden.



#5 Investition für Radfahrerinnen und Radfahrer
Fahrradfahren ist klimafreundlich, gesund und angesagt. Das weiß auch die Hansestadt und tut viel, um das Radfahren in Lüneburg attraktiver und angenehmer zu gestalten. In Zahlen ausgedrückt, bedeutet das für das laufende Jahr: ein Investment von knapp 3,5 Millionen Euro für die Sanierung und den Neubau von insgesamt rund 3,7 Kilometer Infrastruktur für Radfahrerinnen und Radfahrer. Ein Vorhaben, das eine Menge fundierter Vorarbeit von Verwaltung und Politik benötigte.

Aber warum kann die Hansestadt das Radwegenetz nicht einfach beliebig ausbauen und so perfekte Bedingungen für Radfahrer schaffen? Beispiel Dahlenburger Landstraße, die im Übrigen 2021 in zwei Abschnitten neue Geh- und Radwege erhalten wird: Der Wunsch nach mehr Platz für Radfahrerinnen und Radfahrer ist nachvollziehbar. Aber sollen dafür Bäume gefällt werden? Das gäbe einen Aufschrei nicht nur von Umweltverbänden. Oder soll vielleicht die Dahlenburger Landstraße als Einbahnstraße ausgewiesen werden, um genug Raum für den Radverkehr zu schaffen? Dann wäre der Betriebshof der KVG nicht mehr zugänglich, der ÖPNV würde kollabieren.

Es geht also um Kompromisse. Der Weg ist nicht immer einfach. Dennoch stellt die Hansestadt mit den 3,7 Kilometern in diesem Jahr ein Rekordprogramm auf die Beine. Sie saniert Geh- und Radwege, etwa an der Soltauer Straße und der Uelzener Straße, und schafft neue Fahrradstraßen. So wird der Imkerstieg – bislang ein Feldweg – als direkte Verbindung von Ochtmissen zum Bahnhof Bardowick zu einer vier Meter breiten Fahrradstraße ausgebaut.



#4 Ein Klimaschutzplan für die Hansestadt Lüneburg
Bis 2050 will der Bund klimaneutral werden, bis 2030 soll der Landkreis Lüneburg klimaneutral sein. Häufigere Unwetter, Starkniederschläge oder auch Hitzeperioden – die Folgen der Klimaerwärmung sind auch in Lüneburg spürbar. Aber was genau kann die Hansestadt tun, damit die gesamte Stadt mitsamt ihren Bürgerinnen und Bürgern und den ansässigen Unternehmen klimafreundlicher wird? Und was wird bereits getan? Die vielen kleineren und größeren Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität hat die Hansestadt nun in einem Klimaschutzplan zusammengefasst und in vier Handlungsfelder unterteilt:

1. Beratung und Bildung: Mit Beratungsangeboten wie der Energieberatung „Solar-Check“, oder „clever heizen“, Projekten in der Schule oder herausgegeben Ratgebern kann die Hansestadt euch helfen, klimafreundlicher zu sein.

2. Energiesparen: Die Hansestadt kann natürlich selbst Energie sparen und regenerative Energien nutzen und dadurch klimafreundlich sein. Übrigens nutzt die Hansestadt seit 2013 Ökostrom. Zusätzlich bietet die Hansestadt über Förderprogramme auch Zuschüsse für Private Haushalte an.

3. Klimafreundliche Mobilität: Ein ganzer Fachbereich der Hansestadt widmet sich dem Thema Mobilität. Die Hansestadt ermutigt euch, auf klimafreundliche Mobilität umzusteigen und bietet euch dafür öffentliche E-Ladesäulen, Fahrradleihsysteme und Co an.

4. Klimaanpassung: Klimafreundliche Begrünung, Entsiegelung von Flächen, Baumpflanzaktionen, das alles hat zum Ziel eine klimafreundliche Stadtentwicklung.

Insgesamt ist der Klimaschutzplan ganze 68 Seiten lang, also zu lang für einen einzigen Post. In Zukunft werden wir hier aber immer wieder die Details und die Umsetzungen vorstellen.



#3 Für Bienen und Blumen
Jetzt kommt Farbe in die alte Hansestadt Lüneburg. Dafür sorgt Sara Reimann aus dem Büro der Zukunftsstadt Lüneburg. Sie begleitet unter anderem die Experimente Dageblieben: Neue Lieblingsplätze in die Stadt, Grüne Backsteinstadt: Mal durchatmen in heißen Zeiten und Bunt ist das neue Grün. Ihr Anliegen: allen Lüneburger*innen, denen das Stadtklima, die Artenvielfalt und die Erhaltung von Wildblumen und Bienen am Herzen liegt, eine Möglichkeit zum Mitmachen zu geben: „Jeder und jede, die sich dafür interessiert, kann mich kontaktieren und wir schauen, was wir gemeinsam auf die Beine stellen können.“

Wer sich einbringen möchte, kann sich an Sara Reimann direkt wenden per E-Mail an sara.reimann@stadt.lueneburg.de oder telefonisch unter 04131 309-4554.

In einem Interview mit Reporter Cornelius Gesing berichtet Sara Reimann übrigens, wie sie mit den Lüneburgerinnen und Lüneburgern arbeitet:



#2 Klimaschutz im Eigenheim
Genug von zugigen Fenstern und kalten Ecken im Haus? Stehen demnächst Modernisierungsarbeiten an?

Mit einem Förderprogramm unterstützt die Hansestand Lüneburg Privatpersonen, ihr Eigenheim energetisch zu sanieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Ziel des Förderprogramms ist es, einen Anstoß für umfassende Sanierungen an privatem Wohneigentum zu geben, die den Energieverbrauch in der Hansestadt Lüneburg zu senken.

Die Hansestadt bezuschusst zum Beispiel eine Wärmedämmung von Wänden oder aber für die Optimierung der Heizungsanlage mit bis zu 1000 Euro. Wer einen Antrag auf Förderung stellen möchte, muss vorab eine unabhängige Energieberatung in Anspruch nehmen, zum Beispiel von der Verbraucherzentrale.

Das Antragsformular sowie die Liste der förderfähigen Maßnahmen sind hier zu finden: www.hansestadtlueneburg.de/foerderung-energetische-sanierung

Übrigens: Energetisches Sanieren rechnet sich gleich doppelt: Es steigert den Wert des Hauses und machen unabhängiger von den künftigen Preisentwicklungen für fossile Rohstoffe.


 

#1 Die Hansestadt nutzt Ökostrom
Die Hansestadt Lüneburg bezieht für die eigenen Liegenschaften bereits seit 2013 Ökostrom. Dass es sich dabei auch zu 100 Prozent um Strom aus erneuerbaren Energien handelt, darauf wird seitdem Wert gelegt. Dafür werden Herkunftsnachweise von den Stromlieferanten gefordert. Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren fiel die Wahl kürzlich erneut auf den Stromanbieter EVI Energieversorgung Hildesheim GmbH & Co.KG. Damit ist auch für die nächsten zwei Jahre Ökostrom gesichert.

Eine weitere gute Nachricht ist: An der Ausschreibung waren auch die Gemeinde Adendorf, Gemeinde Amt Neuhaus, Samtgemeinde Gellersen, Samtgemeinde Ilmenau, das Theater Lüneburg GmbH, die Lüneburger Parkhaus und Parkraum Verwaltungs-GmbH, Gemeinnützige Bildungs- und Kultur gGmbH, Museumsstiftung Lüneburg und den Trägerverein Wasserturm e.V beteiligt. Das bedeutet, dass nun an vielen Orten in und um Lüneburg weiter Ökostrom aus den Steckdosen kommt. Also eine Entscheidung mit Tragweite.

Warum kann denn die Stadt nicht einfach einen Vertrag mit einem regionalen Anbieter schließen?  

Die Auswahl der Stromanbieter ist gar nicht so einfach. Gesetzlich ist geregelt, dass die Hansestadt als Verwaltung die Stromlieferung europaweit ausschreiben muss. Das bedeutet, dass Unternehmen aus ganz Europa ein Angebot abgeben können. Die Hansestadt muss sich dann getreu dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit immer für den günstigsten Anbieter entscheiden.

Ansprechpartner

Hansestadt Lüneburg

Ordnung, Umwelt, Nachhaltigkeit und Mobilität Dr. Karina Hellmann +49 4131 309-3418 E-Mail senden