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Klimaschutz in Schulen

Förderprogramm zum Klimaschutz

Das Projekt „Klimaschutzmanagement bei der Einführung von Energiesparmodellen“ ist an den Lüneburger Schulen und Kitas gestartet

Klimaschutz gehört für viele Lüneburger Schulen zum Leitbild und wird im Unterricht thematisiert oder auch in Projekten anschaulich nähergebracht. Die Schülerinnen und Schüler werden so für den schonenden Umgang mit unserem Klima und den natürlichen Ressourcen sensibilisiert - doch für eine nachhaltige Umweltbildung müssen Zeit und Mittel aufgebracht werden, die den einzelnen Einrichtungen oft nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums hat deshalb ein Förderprogramm aufgelegt, das Bildungs- und Betreuungseinrichtungen durch pädagogische Beratung und eine Anschubfinanzierung dabei unterstützt, die Themen Klimaschutz und Energiesparen dauerhaft in ihren Alltag zu integrieren.

Die Hansestadt Lüneburg hat die Teilnahme an diesem Förderprogramm – „Energiesparmodelle für Schulen und Kindertagesstätten“ – erfolgreich beantragt (Förderkennzeichen 03K02577) und im Rahmen einer deutschlandweiten Ausschreibung das Lüneburger SCHUBZ als bestes Umweltbildungszentrum zur Durchführung des Klimaschutzprojekts ermittelt. Das SCHUBZ hat das Förderprogramm bereits mit einigen Schulen des Landkreises durchgeführt, dort ist auch eine Weiterführung des Projekts geplant. Das Team des SCHUBZ, das die städtischen Einrichtungen betreut, besteht aus den drei erfahrenen und fachkundigen Beraterinnen Susanne Jensen, Anja Schoene und Inga Seba-Eichert sowie Sigrid Vogelsang als pädagogische Leitung.

Schon im November 2015 lief das vorerst für drei Jahre geplante Klimaschutzprogramm mit ersten Gesprächen an und befindet sich jetzt in der Umsetzungsphase. Der einrichtungsübergreifende Auftakt-Workshop wurde am 3. Februar 2016 im SCHUBZ durchgeführt. Je nach Größe und Bedarf der Einrichtung hat das Projekt folgenden Aufbau:

  • Bildung von Energieteams (z.B. bestehend aus Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Hausmeister oder Hausmeisterin)
  • Integration der Themen Energie und Klimaschutz in den Schulalltag, z.B. durch das Energieteam als Multiplikator
  • wiederholte Durchführung von altersgerechten und anschaulichen Aktionen zum Klimaschutz sowie Durchführung von energiespezifischen Projekten (z.B. Bau einer Windkraftanlage)
  • laufende pädagogische Beratung und Unterstützung der Lehrkräfte durch das SCHUBZ
  • Workshops für die Lehrkräfte
  • jährliche Abschlussveranstaltungen sowie zum Ende des Projekts eine große, einrichtungsübergreifende Veranstaltung

Neben der inhaltlichen Bereicherung und dem Beitrag zum Klimaschutz wird durch die eingesparten Energiekosten auch ein finanzieller Gewinn erzielt. An diesem werden die Einrichtungen mit 50% beteiligt. Dieses fifty-fifty-Modell ist bereits an vielen deutschen Schulen Standard und auch in Lüneburg ist das Modell nicht neu:

Mit den Lüneburger Schulen besteht bereits seit Jahren eine Energie-Einsparvereinbarung, die die Schulen mit bis zu 30% an Energieeinsparungen beteiligt. Da die alte Vereinbarung ihre Anfänge im Jahr 1996 hat, ist das Projekt nach anfänglich guten Erfolgen jedoch in den letzten Jahren immer weniger so umgesetzt worden, wie es ursprünglich vorgesehen war. Durch die Unterstützung der Nationalen Klimaschutzinitiative und die Beratung des SCHUBZ kann das Projekt nun wieder aufgenommen werden. Neben momentan allen städtischen Schulen (außer der Grundschule Hasenburger Berg) machen auch alle Kitas in Trägerschaft der Hansestadt Lüneburg mit großer Motivation und vielen guten Ideen bei dem Programm mit, siehe Klimaschutz in Kitas.

Das Bundesumweltministerium fördert das Klimaschutzprojekt nicht nur, um die Energieeffizienz in den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen selbst zu steigern: Durch das erlern- und erlebbar gemachte Klimaschutzmanagement übernehmen die Kinder und Jugendlichen das ressourcenschonende Verhalten ganz automatisch in ihren Alltag und wenden es zukünftig sicher auch zu Hause und in ihrer Freizeit ganz selbstverständlich an.

Der Ausgangswert zum Start des Projekts, an dem sich der Erfolg später messen lassen kann, ist die derzeitige Emission von 2.344.613 kg CO2 pro Jahr, die durch die Beheizung der Schulen entsteht. Durch den Stromverbrauch entstehen theoretisch keine CO2-Emissionen, da die Hansestadt Lüneburg seit dem 1. Januar 2015 von der EnBW ´echten` Ökostrom bezieht, der zu einem Drittel aus Anlagen nicht älter als sechs Jahre und zu einem Drittel aus Anlagen nicht älter als zwölf Jahre stammt. „Echt“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der von der Stadt verbrauchte Strom regenerativ erzeugt und die bezogene Menge tatsächlich in das Stromnetz eingespeist wurde – und nicht „normaler“ Strom durch den Zukauf von Zertifikaten („RECS-Zertifikate“) als „grüner“ Strom geliefert wird.

´Trotzdem` Strom zu sparen, auch wenn er aus erneuerbaren Energien stammt und bei seiner Erzeugung nicht direkt CO2 entsteht, ist durchaus sinnvoll, da auch Ökostromerzeugung die Umwelt belastet: Durch Windenergieanlagen und vor allem Wasserkraftwerke wird in Ökosysteme eingegriffen und auch für den Bau dieser grünen Kraftwerke benötigt man viele endliche Ressourcen. Grünstrom ist zwar viel umweltschonender, als konventionell erzeugter Strom – aber die ökologischste kWh ist natürlich die, die gar nicht erst verbraucht wird.

 

Ansprechpartner

Hansestadt Lüneburg

Gebäudewirtschaft Alja Rieckhof +49 4131 309-3544 E-Mail senden