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Nutztiere und Tierhaltung

SARS-CoV-2 / COVID-19 Infektionen bei Haustieren sind jetzt meldepflichtig!

Positive Corona-Tests bei Haustieren sind ab sofort bei dem Veterinäramt meldepflichtig.

Damit soll die Forschung Erkenntnisse über Vorkommen, Übertragung und Ausbreitung des Virus erlangen. Eine Pflicht, das Tier testen zu lassen, besteht allerdings nicht.

Ziel der neuen Meldepflicht:

  • Antworten auf weitergehende und noch ungeklärte Fragen über Vorkommen und Ausbreitung von Corona-Infektionen bei Haustieren liefern.
  • Einen Überblick über das Infektionsgeschehen bei Tieren in Deutschland vermitteln und so zu neuen epidemiologischen Erkenntnissen beitragen.
  • Dazu beitragen, zukünftig Risiken in Bezug auf die Gesundheit von Tier und Mensch frühzeitig zu erkennen und geeignete Bekämpfungsmaßnahmen anzuwenden
  • Außerdem ist es dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft möglich, dann die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und die EU-Kommission über bestätigte Fälle von Corona-Infektionen bei gehaltenen Tieren in Deutschland zu informieren.

Hintergrund

Meldung und Meldeweg

Die Maßnahmen bei einem positiven Untersuchungsergebnis sollten mit dem behandelnden Tierarzt und der Veterinärbehörde vor Ort abgestimmt werden.

Eine Meldung umfasst:

  • das Datum der Feststellung,
  • die betroffene Tierart,
  • den betroffenen Bestand,
  • den betroffenen Kreis oder die kreisfreie Stadt

Meldeweg:

  • Der Tierarzt oder das Labor melden an die zuständige Behörde.
  • Diese melden wöchentlich an das Bundeslandwirtschaftsministerium –  unter Verwendung des EDV-Programms "TierSeuchenNachrichten-System".
  • Das "TierSeuchenNachrichten-System" wurde am Institut für Epidemiologie des Friedrich-Loeffler-Instituts entwickelt und wird dort betrieben.
  • Sie wird auch bei der Seuchenbekämpfung und zur wissenschaftlichen Datenauswertung genutzt.
  • Nutzer sind die Veterinärbehörden auf allen Ebenen einschließlich des FLI und unseres Ministeriums.

Wichtig: Es besteht keine Meldepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt hinsichtlich einer bei einem Haustier festgestellten SARS-CoV-2 / Covid-19 Infektion, sondern nur gegenüber der zuständigen Landesbehörde, also dem Veterinäramt. Eine Meldung eines Tierarztes über eine bei einem Haustier festgestellte SARS-CoV-2-Infektion an das Gesundheitsamt kann daher nur auf freiwilliger Basis, also mit Einverständnis des Patientenbesitzers entsprechend den Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung, geschehen.

Empfehlung Umgang mit empfänglichen Haustieren:

Welche Rolle spielen Haus- und Nutztiere (Covid-19):

Weitere Informationen erhalten Sie hierzu auch beim Friedrich-Löffler-Institut (FLI) unter dem folgenden Link: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus

 

Stand: 11/2020

Tierschutz und tiergerechte Haltung

Tierschutz steht für individuellen Schutz eines jeden Tieres. Es geht dabei um die tiergerechte Haltung, den Schutz der Tiere beim Transport und bei der Schlachtung.

Private und gewerbliche Tierhalter sind verpflichtet, bestimmte Tierseuchen anzuzeigen. Anzeigepflichtig ist jedoch nicht nur der Ausbruch (also die Feststellung der Seuche durch einen Tierarzt), sondern bereits der bloße Verdacht auf einen Ausbruch.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten ‚Tierschutz‘ und ‚Tierseuchen‘.

Regelungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Hundeschulen, Hundesport u. -haltung

Hundetraining ist grundsätzlich Bildung und mit Hygienekonzept auch in der Gruppe auf dem Hundeplatz zulässig, u. a. Training für den Erwerb einer Sachkunde nach NHundG, Prüfungsvorbereitung, Welpenerstprägung.


Hundesport unterliegt dem Kontaktverbot und ist auf dem Hundeplatz nur mit 2 Personen oder einem Hausstand zulässig. Dazu könnte man dann aber auch organisatorische Regelungen finden, wie z. B: 2 Personen trainieren auf dem Platz und zwei weitere Personen warten außerhalb des Platzes und es findet zu einer vereinbarten Zeiten ein Wechsel statt.


Reine Freizeitkurse sind auf dem Hundeplatz nicht zulässig. Private Freizeitbeschäftigung mit Hund außerhalb des Hundeplatzes ist unter Einhaltung des Kontaktverbotes natürlich zulässig.

Stand: 11/2020

Antworten auf häufig gestellte Fragen rund ums Sporttreiben finden Sie auf der Homepage des Landes Niedersachsen.
 

Reitsportanlagen im Landkreis Lüneburg

Für den Publikumsverkehr und Besuche sind öffentliche und private Reitsportanlagen grundsätzlich nach wie vor geschlossen. Im Freien darf auf öffentlichen und privaten Reitsportanlagen kontaktloser Pferdesport und kontaktloses Pferdetraining und Reitunterricht unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m wieder stattfinden.
Reitunterricht im Freien ist außerhalb von öffentlichen und privaten Sportanlagen unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m ebenfalls wieder gestattet.
Für jede Übungseinheit ist eine stets aktuelle Teilnehmerliste mit Kontaktdaten zu führen und mindestens für 3 Wochen aufzubewahren.

Was muss ich bei der Versorgung meines Pferdes beachten? Darf ich mein Pferd weiterhin wie gewohnt bewegen? Die Corona-Krise stellt auch die Pferdebetriebe in Niedersachsen vor große Herausforderungen. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) hat nun einen Leitfaden veröffentlicht, der wesentliche Fragen klärt.


Die Vorgaben der Niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in der jeweils geltenden Fassung sind einzuhalten.

Insgesamt gilt: Selbstverständlich sind die Versorgung und Betreuung einschließlich der Bewegung der Pferde nach den Vorgaben des Tierschutzgesetzes weiterhin sicherzustellen. Dabei sind die Belange des Infektionsschutzes zwingend zu berücksichtigen, insbesondere die Einhaltung eines Mindestabstands von Mensch zu Mensch von 1,5 Metern. Um eine tiergerechte Versorgung und Bewegung von Pferden gewährleisten zu können, müssen dafür fachlich geeignete Personen pferdehaltende Betriebe betreten. Die Anzahl der Personen richtet sich nach Betriebsgröße beziehungsweise nach der Anzahl der Pferde. Dies hat unter Einhaltung der entsprechenden Vorschriften zur Verhinderung der Verbreitung des Corona-Virus zu geschehen.

Der Leitfaden kann auf der Homepage des ML abgerufen werden.

Danach ist die Nutzung der Reithalle unter bestimmten Voraussetzungen möglich.