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Seuchen

Atypische Geflügelpest (Newcastle Desease)

Die Newcastle-Krankheit (engl:. Newcastle Disease) ist eine weltweit verbreitete, außerordentlich ansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung der Vögel. Das Krankheitsbild erinnert an die Geflügelpest ("Vogelgrippe"), daher wird die Newcastle-Krankheit in Fachkreisen auch als atypische Geflügelpest bezeichnet.

Erreger der Newcastle-Krankheit ist das Newcastle-Disease-Virus (NDV).

Verbreitung des Erregers
Infizierte Tiere scheiden die Newcastle-Viren in großen Mengen über Kot, Körperflüssigkeiten, Nasen-, Rachen-, Augensekret und Atemluft aus. Daher können sich die Erreger sowohl unmittelbar von Tier zu Tier als auch über die Luft verbreiten; ferner über Eier, Frisch- und Gefrierfleisch sowie Trockenei. Die Viren können in Tiefkühlkost bis zu einem halben Jahr, in Trockenei sogar mehrere Jahre überdauern.

Typische Symptome
Das Geflügel zeigt einen drastischen Rückgang in der Legeleistung, die Eier werden extrem dünnschalig oder ganz und gar schalenlos gelegt. Durchfall, hochgradige Apathie, Verweigerung der Futter- und Wasseraufnahme, Niesen, Atemnot, geschwollene Augenlider und blauverfärbte Kämme sowie nervale Symptome können sich im weiteren Verlauf als Krankheitsanzeichen einstellen. Aber auch plötzliche Todesfälle als alleiniges Symptom können auftreten.

Impfpflicht
Hühner- und Putenhalter sind verpflichtet Ihre Tiere gegen die Newcastle Disease regelmäßig vom Tierarzt impfen zu lassen (Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest und die Newcastle-Krankheit (Geflügelpest-Verordnung) vom 20. Dezember 2005, (BGBl. I, S. 3539)). Diese Impfung kann u.a. als Tränkwasserimpfung erfolgen. Die vom Tierarzt ausgestellten Impfbescheinigungen sind zu verwahren.