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Seuchen

Aujeszkysche Krankheit bei Wildschweinen

Die Aujeszkysche Krankheit (AK) ist eine weltweit verbreitete, virusbedingte und hochansteckende Allgemeinerkrankung vieler Säugetierarten. Das Schwein ist der Hauptwirt. Nur Primaten und Pferdeartige gelten als resistent, der Mensch ist nicht betroffen. Es handelt sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, bereits der Verdacht ist beim zuständigen Veterinäramt anzuzeigen.

Widerstandsfähriger Erreger
Im Vergleich zu anderen Herpesviren weist der Erreger eine hohe Tenazität auf. So wird die Infektiosität durch die Fleischreifung nicht zerstört und in gepökeltem Fleisch bleibt das Virus bis zu 20 Tage infektiös. Auch in Urin, Mist und Boden überlebt der Erreger für einige Zeit.

Hohe Infektionsgefahr
Der Erreger kann durch Kontakt mit infizierten Schweinen oder mit kontaminierten Gegenständen sowie durch Lebensmittel in Schweinebestände gelangen. Infizierte Wildschweine sowie Teile dieser Tiere stellen ebenfalls eine Infektionsgefahr dar. Bei Hunden und Katzen verläuft die Infektion mit dem AK-Virus immer tödlich. Daher sollte der Kontakt zu Wildschweinen und die Verfütterung von rohem Fleisch oder rohen Innereien von (Wild-) Schweinen vermieden werden.
Durch strikte nationale Bekämpfungsmaßnahmen konnte die AK in Deutschland bei Hausschweinen getilgt werden. Seit 2003 gilt Deutschland als AK-frei. Allerdings treten seit einigen Jahren in Deutschland immer wieder Fälle von AK bei Wildschweinen auf.

Beobachtugn und Überwachung Niedersachsen
Im Rahmen der Monitoringuntersuchungen wurden im Dezember 2011 die ersten seropositiven Befunde von Aujeszkyscher Krankheit (AK) bei Wildschweinen in Niedersachsen festgestellt. Räumlich war das Vorkommen von AK bisher auf die Landkreise Wolfenbüttel, Goslar und die Stadt Salzgitter begrenzt. Der Nachweise der Infektion bei Wildschweinen im Norden des Landkreises Celle zeigt jedoch, dass sich der Erreger weiter in der Niedersächsischen Schwarzwildpopulation ausbreitet.

Regulierung von Schwarzwildbeständen
Bei den Wildschweinen kann die Krankheit nicht bekämpft oder behandelt werden, die allermeisten Tiere überleben eine AK-Infektion. Daher kommt der konsequenten Bejagung zur Regulierung und Reduktion der Schwarzwildbestände eine hohe Bedeutung zu.
Ansteckungen von Jagdhunden sind zwar selten aber nicht völlig auszuschließen. In dem auf dieser Internetseite bereitgestellten Merkblatt für Jäger sind entsprechende Verhaltenshinweise enthalten.
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