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Renaturierung begradigter Fließgewässer

{FOTO Fließgewässerentwicklung}

In den letzten Jahrhunderten wurden zahlreiche Gewässer zur Entwicklung landwirtschaftlicher Flächen und zur Sicherung von Siedlungsgebieten begradigt und verkürzt. Durch Wehre, Staustufen und Schleusen wurden Wasserstände reguliert.

Diese Eingriffe hatten weitreichende Auswirkungen für Mensch und Natur. Erhöhte Fließgeschwindigkeiten führten zu verstärkter Erosion sowie zur Vertiefung vieler Gewässer und steigerten, im Zusammenhang mit der zunehmenden Versiegelung von Flächen, die Hochwassergefahr.

Veränderte Wassertemperaturen und Sauerstoffgehalte sowie naturferne Strukturen besonders im Bereich von Gewässersohle und -ufer beeinflussten Fauna und Flora so erheblich, dass viele Arten ihren natürlichen Lebensraum verloren. Eine geringere Artenvielfalt war die Folge.

Um wieder natürlichere Verhältnisse in Bächen und Flüssen herzustellen, wurden seit den 80er Jahren zahlreiche Gewässerschutzprogramme und Gewässerentwicklungspläne ins Leben gerufen.
Seit 2002 ist außerdem die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) in Deutschland gesetzlich verankert, die einen „guten ökologischen Zustand“ für die Gewässer fordert.