Lärmaktionsplan

Der Lärmaktionsplanung 2018 wurde vom Rat der Hansestadt Lüneburg am 25. Juni 2019 beschlossen

Grafik: Adobe Stock / T. MichelWie kann es leiser werden? Diese Frage hat die Europäische Union (EU) mit der Verpflichtung beantwortet, Lärmaktionspläne aufzustellen. Lärmaktionspläne sind Instrumente zur Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen für die Umgebung von Hauptverkehrswegen. Laut EU-Umgebungslärmrichtlinie sollen sich Bürgerinnen und Bürger fortlaufend darüber informieren können, wo bei ihnen vor Ort entlang von Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken, Flugplätzen und in Ballungsräumen Lärm entsteht, wie er sich verändert und wie viele Menschen davon betroffen sind. Mit „Hauptverkehrsstraßen“ sind Bundesautobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen gemeint. Es soll geklärt werden, welche Maßnahmen helfen können, den Lärm zu mindern. Dies erfolgt durch eine Lärmaktionsplanung (LAP). Ebenso soll allen die Möglichkeit gegeben werden, sich an der Lärmaktionsplanung zu beteiligen.

Die Grundlage der Lärmaktionspläne bilden sogenannte Lärmkarten.

Die Lärmkarte für Lüneburg. Eine Anleitung zur Nutzung der Karte befindet sich unter Dokumente in der rechten Spalte. Quelle: Auszug aus den Geobasisdaten des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung NiedersachsenDie Haupteisenbahnstrecken wurden bundesweit durch das Eisenbahnbundesamt kartiert. Zuständig für die Aufstellung von Lärmaktionsplänen an diesen Schienenwegen ist ebenfalls das Eisenbahnbundesamt. Die Lärmaktionsplanung für die Schienenwege  wurde 2018 abgeschlossen. Entsprechende Informationen zur Kartierung und Aktionsplanung finden Sie über die Internetseite des Eisenbahnbundesamtes.

Für die Hauptverkehrsstraßen in Niedersachsen wurden die Lärmkarten vom Land Niedersachsen erstellt und sind auf dessen Internetseite einsehbar. Unter „Dokumente“ in der rechten Spalte finden Sie eine Anleitung zur Benutzung dieser Interaktiven Karte.

Die Aufstellung von Lärmaktionsplänen an den Lüneburger Hauptverkehrsstraßen liegt in der Zuständigkeit der Hansestadt Lüneburg.

Um diese Aufgabe zu erfüllen, wurde zunächst eine Entwurfsfassung der Lärmaktionsplanung erstellt und in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verbraucherschutz, Grünflächen und Forsten am 13. März 2019 vorgestellt und beraten. Um der Öffentlichkeit die Möglichkeit der Mitwirkung zu geben, erfolgte im Zeitraum vom 2 bis 25. April 2019 die öffentliche Auslegung des LAP-Entwurfes in den Räumen des Bereiches Umwelt der Hansestadt Lüneburg. Ebenfalls konnte der LAP-Entwurf auf der städtischen Homepage eingesehen und direkt kommentiert werden. Es gab entsprechende Hinweise zum LAP auf Twitter und Facebook. Darüber hinaus wurden Behörden und Verbände als Träger öffentlicher Belange direkt beteiligt. In der Lokalpresse wurde mehrfach berichtet. So konnten Bürger, Behörden und Verbände Anregungen und Kommentare zum LAP-Entwurf abgeben.

Die Inhalte der eingegangenen Stellungnahmen wurden geprüft, abgewogen und anschließend in den vom Rat am 25. Juni 2019 beschlossenen LAP eingearbeitet.

Der LAP kann direkt heruntergeladen oder im Bereich Umwelt der Hansestadt Lüneburg eingesehen werden:

Hansestadt Lüneburg
Bereich Umwelt
Bei der Ratsmühle 17a
21335 Lüneburg

montags bis freitags: 8 bis 12 Uhr
dienstags und donnerstags: 13 bis 16 Uhr
oder nach vorheriger Terminvereinbarung

Der Lärmaktionsplan wird spätestens alle fünf Jahre aktualisiert.