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Integration und Teilhabe

So vermiete ich meine Wohnung

Foto: Wilhelmine Wulff/pixelio.deInnerhalb eines halben Jahres konnte die Hansestadt mehr als 160 Flüchtlinge aus den Gemeinschaftsunterkünften in eigene Wohnungen vermitteln. Viele Lüneburger wollen helfen und haben erkannt, dass die Unterbringung der Flüchtlinge derzeit ein zentrales Thema ist. Deshalb melden sich stetig Hilfsbereite bei der Stadt, die leerstehende Wohnungen oder Zimmer an Flüchtlinge vermieten wollen. Dabei treten aber immer wieder ein paar Fragen auf, deren Antworten hier einmal erläutert werden sollen (Foto www.pixelio.de).

Welche Wohnungen eignen sich?
Der allererste Anlaufpunkt für die neuankommenden Flüchtlinge sind die Gemeinschaftsunterkünfte. Zusammen mit den Soziarbeitern und Dolmetschern können von dort aus alle wichtigen Anträge und Behördengänge organsiert werden. Deshalb ist es sinnvoll, dass die Flüchtlinge die ersten drei Monate in den Unterkünften bleiben. Danach aber freuen sich die meisten Asylbewerber über eigene vier Wände. Da es Menschen gibt, die allein geflüchtet sind aber auch große Familien, die hier in Lüneburg Schutz suchen, werden Wohnungen ganz verschiedener Größen gesucht. Am geeignetsten sind dabei möblierte Wohnungen aber auch unmöblierter Wohnraum ist willkommen, denn mit Hilfe von beispielsweise Spenden können diese Wohnungen ausgestattet werden.

Mit welchen Mieteinnahmen kann ich rechnen?
Für Wohnraum gibt es sogenannte Angemessenheitsgrenzen, die die Quadratmeter pro Person und auch die Höhe der Miete regeln. Es gelten die nachfolgenden Oberwerte. Die angegebene Mietwertobergrenze beinhaltet die Kaltmiete einschließlich der Betriebskosten. Hinzukommen einzelfallabhängige Heizkosten. Die Hansestadt kann Miete, Kaution, Betriebs- und Heizkosten direkt überweisen, wenn der Mieter einwilligt:

  • 1 Person: bis zu 50 qm und 482 Euro
  • 2 Personen: bis zu 60 qm und 584 Euro
  • 3 Personen: bis zu 75 qm und 695 Euro
  • 4 Personen: bis zu 85 qm und 811 Euro
  • 5 Personen: bis zu 95 qm und 927 Euro
  • für jede weitere Person werden 10 qm und 111 Euro addiert

Wer ist mein Kontakt, wenn ich meine Wohnung oder ein Zimmer vermieten möchte?
Ganz genau Bescheid wissen der Bereichsleiter für soziale Hilfen bei der Hansestadt Lüneburg Jens Rumpel oder die Teamleiterin für Asyl-Leistungen Anke Warnecke (Kontake in der rechten Spalte). Je nach Größe der angebotenen Wohnung oder des Zimmers entscheiden die beiden dann, wie viele Personen einziehen können. Dafür werden die gleichen Kriterien angewendet, wie sie auch beim Jobcenter (SGB II) gelten.

Wie bekomme ich Kontakt zu Flüchtlingen, die in meine Wohnung einziehen könnten?
Nachdem sich die potentiellen Vermieter mit einer der beiden Ansprechpartner bei der Stadt verständigt haben, leiten die beiden die Infos an die Sozialarbeiter in den Unterkünften weiter. Sie wissen genau, wer gern umziehen möchte und was gesucht wird. Die interessierte Person oder Familie setzt sich dann entweder selbst – oder zusammen mit dem Sozialarbeiter – mit dem künftigen Vermieter in Verbindung. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann natürlich die Möglichkeit nutzen, in eine der Unterkünfte zu gehen und dort eventuell erste Kontakte mit den Flüchtlingen zu knüpfen.

Wer ist mein Vertragspartner und von wem bekomme ich die Miete?
Der Vertragspartner ist der Asylbewerber, der Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommt. Wenn dieser einwilligt, kann das Sozialamt die Miete direkt an den Vermieter überweisen. Auch die Kaution und die Heizkosten können direkt von der Stadt überwiesen werden, wenn die Flüchtlinge einverstanden sind. Generell unterscheidet sich das Mietverhältnis zu keinem anderen. Die Vermieter und auch die Mieter haben alle Rechte und Pflichten, wie sie auch bei einem Mietverhältnis mit Nicht-Flüchtlingen existieren.

Ansprechpartner

Hansestadt Lüneburg

Teamleitung Familienbüro Anke Warnecke E-Mail senden