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Integration und Teilhabe

Begegnungen

Welcome Dinner Lüneburg: Laden Sie Flüchtlinge zum Essen ein

Falls Sie sich wünschen, Flüchtlinge kennenzulernen, sich mit Ihnen auszutauschen oder Sie einfach nur Willkommen heißen möchten, bietet das Welcome Dinner Lüneburg eine gute Gelegenheit dazu. Über die Webseite der Organisatoren des Welcome Dinners können Kontakte geknüpft werden.
 


Flüchtlinge sagen mit Sommerfest „Shukran, Lüneburg!“

Ein gemeinsamer orientalischer Folkloretanz durfte zum Abschluss nicht fehlen. Foto: Fatima AçıkWie Integration und Begegnung über Sprachgrenzen hinweg funktioniert, zeigten Flüchtlinge und Besucher beim Sommerfest in der Gemeinschaftsunterkunft am Ochtmisser Kirchsteig. Spiel, Spaß und Kulinarisches standen auf dem Programm. Anwohner, ehrenamtliche Helfer, sowie manche zunächst skeptische Beobachter folgten der Einladung der Flüchtlinge und feierten gemeinsam.

Die Flüchtlinge hatten in der Küche der Unterkunft Leckereien aus ihren Heimatländern gekocht und gebacken. Es gab eine Vielfalt von Nationalgerichten aus Afghanistan, Syrien, und dem Irak. Gefüllte Teigtaschen, Hummus, sowie saftiger Couscous und eine Menge weitere Leckereien schmückten das Büffet.

Ines Gödeke, Sozialarbeiterin der Gemeinschaftsunterkunft am Ochtmisser Kirchsteig, sagt: „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz und freuen uns, dass so zahlreiche Menschen erschienen sind um mit unseren Bewohnern in Kontakt zu kommen.“ Zu den Gästen des Sommerfestes gehörte auch Eduard Kolle, Bürgermeister der Hansestadt Lüneburg: „Gezwungen zu sein, die Heimat zu verlassen, ist hart. Daher müssen wir uns bestmöglich um diese Menschen kümmern. Dafür danke ich unter anderem all den ehrenamtlichen Helfern für ihr freiwilliges Engagement“.

Samir A. bietet den Gästen selbstgemachten Baklava an – ein süßes Gebäck aus Blätterteig gefüllt mit gehackten Walnüssen. Das ist seine Art „Shukran, Lüneburg“, übersetzt „Danke, Lüneburg“ zu sagen. Er flüchtete vor einem Jahr aus der Krisenstadt Aleppo in Syrien nach Deutschland. Seine Familie musste er zurücklassen. „Ich wünschte, meine Familie wäre heute hier gewesen, hier in Sicherheit.“ Viele der Flüchtlinge sind wie Samir A. alleinstehende Männer, die ihre Familien nachholen wollen. Allerdings kann das Monate dauern und so lange kann Samir A. nur hoffen, dass es seiner Familie gut geht.

Trotz der Sorgen, die die Einzelnen plagen: Ein typisches Element jeder arabischen Feier durfte auch beim Sommerfest in der Gemeinschaftsunterkunft Ochtmisser Kirchsteig nicht fehlen: ein gemeinsamer orientalischer Folkloretanz zum Abschluss.


„…und Action“! Filmprojekt im Jugendzentrum fördert Integration

Die Teilnehmer des talentCAMPus-Actionfilms. Foto: Hansestadt LüneburgBilal (12) stammt aus Syrien und ist vor einem Jahr mit seinem älteren Bruder vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland geflüchtet. Zurzeit besucht er die Oberschule am Wasserturm und freut sich sehr in Lüneburg ein friedliches Leben fern vom Krieg führen zu können. Die Bilder von Gewalt, Entbehrung und Verzweiflung aus Syrien bleiben dennoch in Erinnerung. Im Jugendzentrum Stadtmitte hat sich Bilal ganz besonders mit seinen Erinnerungen auseinandergesetzt: Gemeinsam mit 15 Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Nationen nahm er dort am Ferien-Filmprojekt talentCAMPus des Deutschen Volkshochschul-Verbands teil.

Björn Hollaender und sein Team des renommierten Lüneburger Animationsstudios Hollaender Art begleiteten die Kinder- und Jugendlichen eine Woche lang und erstellten gemeinsam einen Actionfilm. Der Film handelt von einem virtuellen 3D-Computerspiel, in dem die Kinder und Jugendlichen quasi selbst mitspielen und spektakuläre Gewalt- und Kampfszenen erleben. Ziel des Films soll es sein, so die Organisatoren, sich spielerisch der Bedeutung von Gewalt zu nähern, die verschiedenen Gefahrenlagen zu erkennen und dabei Realität und Fiktion zu unterscheiden.

Für Bilal war die Arbeit an den Filmszenen Spaß und Herausforderung zugleich. „Bilder von Gewalt, Explosionen und Zerstörung gehörten in Syrien zu meinem Alltag“, erzählt der 12-Jährige in einem ruhigen Ton. „Im Film haben wir Gewaltszenen dargestellt, die für mich Realität waren.“ Ein Stück Verarbeitung … Laut Irmtraud Peters, Leiterin des Jugendzentrums Stadtmitte, hat der talentCAMPus den Teilnehmern wie Bilal viel gebracht: „Bilal musste so jung vor Gewalt in seiner Heimat fliehen und hier ein neues Leben aufbauen. An diesem Filmprojekt mitzumachen, mit Gleichaltrigen gemeinsame Ziele zu verfolgen, Freunde finden und dabei die deutsche Sprache zu lernen, das war für Bilal sehr wohltuend.“

Was ist ein talentCAMPus?
Das innovative Ferienbildungsprogramm des Deutschen Volkshochschul-Verbands ist seit 2013 Teil des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bildungsministeriums für Bildung und Forschung und richtet sich an 10 - bis 18-jährige Kinder und Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Schichten. Ziel ist es, die interkulturellen, sprachlichen und sozialen Kompetenzen zu fördern und zu steigern. Der talentCAMPus wird ein- oder mehrwöchig veranstaltet und findet ganztägig statt. In Lüneburg haben Sebastian Dietz von der Jungen VHS und Stefan Baumann, Leiter des Programmbereichs Pädagogik und Projekte bei der VHS Lüneburg schon zum dritten Mal den talentCAMPus organisiert.

 


Aktionstag bei der Feuerwehr

– Pressemitteilung der Feuerwehr Lüneburg –

Aktionstag der Feuerwehr Lüneburg. Foto: Christian Braun (cbr), Pressestelle Feuerwehr LüneburgMeral Fischer, gebürtige Türkin, ist die stellvertretende Ortsbrandmeisterin der Feuerwehr Lüneburg-Mitte. Gemeinsam mit dem Integrationsbeirat stellte sie einen ganz besonderen Nachmittag auf die Beine.

Als Teil einer Veranstaltungsreihe für Flüchtlinge und Migranten fand eine ganz besondere Aktion bei der Feuerwehr statt. Der Integrationsbeirat von Hansestadt und Landkreis Lüneburg stellt in dieser Veranstaltungsreihe Teile deutscher Kultur vor. Mit Unterstützung der niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung sowie der VGH Versicherung konnte diese Aktion ins Leben gerufen werden. Rund 100 Teilnehmer folgten der Einladung.

Nach kurzer Begrüßung durch Meral Fischer sowie Bürgermeisterin Regina Baumgarten startete ein buntes Programm. Wie an einem kleinen Tag der offenen Tür stellte sich die Feuerwehr dar. Was sind eigentlich Rauchmelder und wie funktionieren sie? Am Rauchhausmodell der Brandschutzerziehung und -aufklärung der Feuerwehr Lüneburg konnte dieses eindrucksvoll veranschaulicht werden. Die Feuerwehr Melbeck unterstützte mit ihrem Brandschutzanhänger. Vom richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher, den jeder Freiwillige selbst ausprobieren durfte, bis zum Umgang mit Fettbränden war alles dabei. Meral Fischer zeigte hier anschaulich, „auf jeden Topf passt ein Deckel“, so lässt sich das Feuer rasch ersticken.

Ein besonderer Dank geht nicht nur an die Kameraden aus Lüneburg und Melbeck sondern auch an die Dolmetscher, ohne die ein solcher Tag nicht zu stemmen wäre.

Ansprechpartner

Hansestadt Lüneburg

Ehrenamtskoordinator Martin Boeing +49 4131 309-3344 E-Mail senden