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Museum Lüneburg

Das Museum für die Natur- und Kulturgeschichte von Stadt und Region

Das Museum Lüneburg mit dem Haupteingang an der Willy-Brandt-Straße. Foto: Martin Bäuml FotodesignIm Museum Lüneburg lernen Sie die Geschichte unserer Region von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert kennen. Der 2015 fertiggestellte Erweiterungsbau mit rund 1700 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist eines der größten Bauprojekte Lüneburgs seit den 1960er Jahren. Die Baukosten in Höhe von rund 11 Millionen Euro trugen die Hansestadt Lüneburg und der Landkreis Lüneburg mit Hilfe von Fördermitteln der EU (EFRE) und einer Reihe von Stiftungen, darunter die Stiftung Niedersachsen, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Klosterkammer Hannover. Das von dem Berliner Architektenbüro Heidenreich & Springer entworfene Gebäude hat schon kurz nach der Eröffnung eine Auszeichnung des Bundes Deutscher Architekten (BDA), Landesverband Niedersachsen, für „die konsequente und wohlgeordnete Fortführung der Typologie des Bestandsgebäudes“ erhalten. Zu den Bestandsgebäuden zählt unter anderm der Gründungsbau aus dem Jahr 1891.

Modell der Stadt Lüneburg von Wilhelm Bierwisch, 1927-1934. Foto: Andreas Tamme2015 erhielt das Museum den Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung als „Haus mit Vorbildcharakter“. Gelobt wurde vor allem der interdisziplinäre Ansatz des neuen Museums, der konsequent die regionalen wechselseitigen Beziehungen zwischen Menschen, Kultur und Natur in den Mittelpunkt der Ausstellung rückt.

Hervorgegangen ist das neue Haus aus dem Museum für das Fürstentum Lüneburg, dem Naturmuseum und der Lüneburger Stadtarchäologie. Es verbindet die vormals in verschiedenen Häusern getrennten Bereiche Natur, Kultur und Archäologie unter einem Dach, ganz modern und mit modernen Medien. Sieben Abteilungen beleuchten in wechselnden historischen Zusammenhängen die Rolle des Menschen als Nutzer und Gestalter der Umwelt. Das interdisziplinäre Ausstellungskonzept bringt die drei Sammlungsbestände zusammen und verzahnt sie miteinander. Erstmals wird in Lüneburg auch die Zeit des Nationalsozialismus abgebildet.

Die Ebstorfer Weltkarte. Foto: Museum LüneburgIn der Dauerausstellung zeigt das Museum einzigartige Exponate, darunter die Reproduktion der Ebstorfer Weltkarte, der größten bekannten Weltkarte des Mittelalters, die rätselhafte Lunasäule, ein Pferdeskelett aus Rullstorf, einem der größten frühgeschichtlichen Pferdegräberfelder in Deutschland, einen sieben Meter langen Einbaum aus dem späten Mittelalter, die „Kloaken-Funde“ aus der Lüneburger Stadtarchäologie und viele weitere spannende Exponate aus Lüneburgs ereignisreicher Geschichte.

Vor allem aus der Blütezeit Lüneburgs als reiche Hanse- und Renaissancestadt mit vielfältigen Handels- und Geschäftsverbindungen und einem weiten kulturellen Horizont sind beeindruckende Exponate überliefert, darunter zwei lebensgroße Bürgermeisterporträts aus dem 16. Jahrhundert.

Ein neuer Schwerpunkt ist die Wirtschaftsgeschichte Lüneburgs. Ab Herbst 2021 zeigt das Museum in einem Ausstellungsraum im so genannten Krügerbau die Unternehmensgeschichte(n) von Lüneburger Familienunternehmen mit einem innovativen Medienangebot wie beispielsweise Augmented Reality und einem interaktiven digitalen Fotoalbum mit Firmengeschichten.

Die Terrasse des Museumscafés LUNA mit Blick auf Altstadt-Silhouette und Ilmenau. Foto: Martin Bäuml FotodesignZu den Pluspunkten gehört auch eine ganz neue Perspektive auf die Innenstadt dank der großen Terrasse mit dem Museumscafé LUNA direkt an der Ilmenau. Hier gibt es leckere Snacks, einen schmackhaften Mittagstisch und ein verlockendes Kuchenangebot – mit Produkten regionaler Produzenten je nach Saison.

Das Museum hat sein bei der Eröffnung gesetztes Ziel erreicht, ein regionales Kompetenzzentrum und ein Ort für Bildung und Begegnung zu sein. Zehn bis zwölf Sonderausstellungen pro Jahr, zahlreiche Kooperationspartnerinnen und -partner aus Stadt und Region, ein vielfältiges Veranstaltungsangebot und die Vermietung der Räumlichkeiten an Firmen, Vereine und Privatpersonen zeichnen das Haus aus.

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