Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Letzte Ruhe unter Bäumen: Lüneburger Friedhöfe bieten jetzt auch Baumgräber an (24.04.2018)

Uta Hesebeck und Hans-Georg Grzenia von der Hansestadt Lüneburg haben gemeinsam die ersten Baumgräber auf dem Zentralfriedhof geplant. Hier ist ein friedlicher Platz mit einer neuen Rundbank im Grünen entstanden. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Die letzte Ruhestätte im Grünen unter Bäumen, diese besondere Art der Bestattung bietet die Hansestadt jetzt neu auf dem Michaelisfriedhof sowie auf dem Zentralfriedhof an. Farbenprächtiger Rot-Ahorn, die Baum-Hasel, die sich mit besonderen Früchten schmückt, die Blutbuche mit ihrem roten Laub oder die heimische Stieleiche prägen hier nun den neu angelegten Platz für Urnengräber.
 
„Die Nachfrage ist schon jetzt sehr groß. Viele, die sich bei uns melden, freuen sich, dass es dieses neue Angebot gibt“ berichtet der Verwaltungsleiter der Friedhöfe, Hans-Georg Grzenia. Die erste Beisetzung unter einem Ahornbaum fand bereits statt.
 
Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin der Straßen- und Grünplanung der Hansestadt Lüneburg, hat die Ausgestaltung der Baumgräber gemeinsam mit ihren Mitarbeitern geplant und die Bäume hierfür sorgfältig ausgewählt: „Mit den Baumgräbern bieten wir auf dem Michaelis- und auf dem Zentralfriedhof eine neue Bestattungsform an, die den Bedürfnissen und Wünschen der Lüneburger entspricht. Uns war es wichtig, einen friedlichen Bereich zu schaffen, zu dem die Leute gerne kommen. Zugleich ist hier ein Kommunikationsort entstanden.“ Dass so neue Bäume gepflanzt werden, sei außerdem ein schöner Nebeneffekt für das Klima, so Hesebeck. Hans-Georg Gzenia erläutert einen weiteren Vorteil: „Indem die Baumgräber auf den Friedhöfen angelegt wurden, bieten sie eine naturnahe Bestattung und gleichzeitig die Infrastruktur eines Friedhofes, mit seinem Publikumsverkehr, dem öffentlichen Nahverkehr in der Nähe und sanitären Anlagen.“  Ob zukünftig noch mehr Bäume hinzu kommen, regelt die Nachfrage. Auf den Lüneburger Friedhöfen gibt es noch weitere freie Flächen, auf denen bei Bedarf Baumgräber angelegt werden können.
 
Die bereits gestalteten Baumgräber sind über Grandwege gut und barrierefrei zu erreichen. Auf einer Rundbank in der Mitte der Bäume können Angehörige, Trauernde und Besucher an dieser friedlichen Stelle verweilen oder ins Gespräch zu kommen. Ein Baum bietet jeweils Platz für acht bis zehn Urnengräber. Material und Form der Grabplatten können frei gewählt werden, einzige Voraussetzung ist, dass die Platten maximal 45 mal 45 cm groß sind.  Uta Hesebeck betont: „Indem wir keine zu strikten Vorgaben machen, wollen wir Raum für die Individualität jedes Einzelnen lassen.“
 
Wer Interesse an einem Baumgrab hat, kann sich ausführlich bei Hans-Georg Grzenia beraten lassen: „Wir haben immer ein offenes Ohr in der Friedhofsverwaltung. Ich lege sehr viel Wert auf eine persönliche Beratung. Besonders bietet sich ein Besichtigungstermin der Gräber vor Ort an, möglich ist aber auch ein Gespräch bei mir im Büro.“
 
Entstanden ist die Idee, Baumgräber als neue Bestattungsform anzubieten, in der Arbeitsgruppe Friedhöfe, die seit 2017 gemeinsam an neuen Vorschlägen arbeitet. Neben den Baumgräbern gibt es noch weitere Projekte der AG, wie zum Beispiel die Anlage von Rasenreihengräbern in der Schmetterlingslichtung auf dem Waldfriedhof.
 
Wer sich näher über Baumgräber informieren möchte, kann sich bei dem Verwaltungsleiter der Friedhöfe, Hans-Georg Grzenia, unter 04131 390-4105 melden.
 
Eine Übersicht sowie ein Lageplan der Lüneburger Friedhöfe ist im Friedhofswegweiser der Hansestadt Lüneburg zu finden, dieser liegt unter anderem bei der Friedhofsverwaltung, auf dem Waldfriedhof, im Lüneburger Rathaus und im Bürgeramt aus. Ebenso zu finden sind Informationen auf der städtischen Internetseite unter www.hansestadtlueneburg.de/friedhoefe.