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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Aufforstung auf Ausgleichsfläche: 10.000 neue Eichen für den Kosterkamp (30.01.2020)

Stadtförster Per-Ole Wittenburg. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Wie Maulwurfhügel sehen die Pflanzlöcher aus, von denen sich eines an das andere reiht. Insgesamt 10 000 kleine Stiel- und Rot-Eichen werden in diesen Tagen hier auf der ehemaligen Ackerfläche am Klosterkamp neu gepflanzt. Auf der rund sechseinhalb Hektar großen Ausgleichsfläche hatte die Hansestadt Lüneburg bereits 2011 tausende kleine Bäume gepflanzt, darunter Traubeneichen, Spitz- und Bergahorn, Lärchen und Ulmen. „Leider ist auf Teilen der Fläche ein Großteil der Pflanzungen abgestorben“, sagt Stadtförster Per-Ole Wittenburg. Schuld daran seien neben der Trockenheit der letzten Jahre vor allem Fraßschäden durch Mäuse, aber auch durch Rehe.

„Auf ehemaligen Ackerflächen ist es nicht ungewöhnlich, dass wir in trockenen Jahren Massenvermehrungen von Mäusen haben“, sagt der Stadtförster. Da die Stadt auf den Einsatz von Gift verzichtet, will man versuchen, die Mäuseplage durch Raubvögel und andere Räuber einzudämmen. „Hierfür haben wir auf der gesamten Fläche Greifvogelansitze errichtet sowie Durchlässe für Füchse geschaffen. „Für den kompletten Zusammenbruch der Massenvermehrung braucht es allerdings die in der Natur übliche zyklische Regulation durch Krankheiten“, erklärt Wittenburg.     

Die Pflanzlöcher auf der Ausgleichsfläche. Foto: Hansestadt LüneburgZiel des Stadtforstamtes ist es, auf der Fläche am Klosterkamp einen stabilen Eichenmischwald zu etablieren, der standortsangepasst auch unter schwierigen klimatischen Bedingungen bestehen kann. „Die Eiche gehört zu den Baumarten, die verhältnismäßig gut mit den klimatischen Veränderungen zurechtkommt“, erläutert Wittenburg.

Je nach Wetter werden die Pflanzungen am Klosterkamp rund zwei Wochen dauern. Dass die zu bepflanzende Fläche wie ein Spargelfeld aussieht, liegt daran, dass sie vorher mit einem Forst-Streifenpflug vorbereitet wurde. „Die Streifen begünstigen ein gutes Mikroklima sowie eine bessere Wasserverfügbarkeit für die Pflanze“, so Wittenburg, „dadurch erhöhen wir die Überlebenschance der Bäume in heißen Sommern“.