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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Deutliches Votum im Rat: Lüneburg tritt dem Bürgerbegehren Radentscheid bei (13.05.2022)

HANSESTADT LÜNEBURG. Mehr Sicherheit an Lüneburgs Kreuzungen, jede Menge neuer Fahrradständer, bessere Radwege und eine schnellere Umsetzung des Fahrradstraßenrings – so lauten einige der Forderungen der Initiative Radentscheid, denen sich jetzt auch Politik und Verwaltung angeschlossen haben. Mit großer Mehrheit stimmte der Rat in seiner jüngsten Sitzung dafür, sich den Zielen des Bürgerbegehrens Radentscheid anzuschließen und die geforderten Maßnahmen umzusetzen – insofern finanzielle und personelle Ressourcen es zulassen. Einer entsprechenden Empfehlung der Verwaltung hatte sich zuvor bereits der Verwaltungsausschuss angeschlossen: Seine Mitglieder votierten einstimmig für einen Beitritt der Stadt zum Radentscheid.

Deren Vertreter hatten Ende 2021 mehr als die erforderliche Anzahl an Unterschriften für ihr Bürgerbegehren eingereicht. In diesem wird die Hansestadt Lüneburg zu diversen verkehrspolitischen Maßnahmen bis zum Jahr 2032 aufgefordert.

„Politik und Verwaltung setzen mit dem Beitritt zum Radentscheid ein starkes Zeichen“, sind sich Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Verkehrsdezernent Markus Moßmann einig. Denn nur mit einer gelingenden Mobilitätswende sei auch Klimaschutz konsequent umsetzbar, betont Kalisch. Und eben diesen haben sich Verwaltung und Rat mit dem Betritt zum Klimaentscheid Ende 2021 auf die Fahnen geschrieben. „Lüneburg ist beim Thema Radverkehr auf dem richtigen Weg“, so die Oberbürgermeisterin. „Dennoch möchten wir das Bürgerbegehren und die damit verbundenen Hoffnungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger zum Anlass nehmen, hier noch mehr Fahrt aufzunehmen.“

Welche Kosten mit den vom Radentscheid geforderten Maßnahmen verbunden sind, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht konkret beziffern. In der Vorlage zum Ratsbeschluss heißt es deshalb, dass die fristgerechte Umsetzung der Ziele von den vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen der Stadt abhängen.


Die sechs Maßnahmen, die im Bürgerbegehren benannt sind, lauten:

  • Neubau oder Ausbau von 3 km Radverkehrsanlagen pro Jahr ab 2023
  • Die Sicherheit einer Kreuzung pro Jahr ab 2023 verbessern
  • Planung eines flächendeckenden Radroutennetzes bis Ende 2023
  • Unebenes Natursteinpflaster auf Radrouten erneuern oder sanieren
  • Fahrradstraßenring bis Ende 2024 umsetzen, Fahrradstraßen und Fahrradzonen planen
  • Installation von mindestens 100 öffentlichen Fahrradstellplätzen pro Jahr ab 2024