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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Die Segel sind gesetzt: Erste Entwürfe für Kunstprojekt im Hanseviertel einsehbar (14.05.2020)

Der Entwurf eines emporsteigenden Schiffes der Hanse von den Künstlerinnen Simone Fezer und Eike Eplik plant die Begrünung der Skulptur durch Rankpflanzen ein. Skizze: Fezer/Eplik(sp) Lüneburg. Das deutsch-estnische Kunstprojekt im Hanseviertel bekommt Aufwind: Die Künstlerinnen Simone Fezer aus Lüneburg und Eike Eplik aus Tartu haben beim ersten Lüneburger Bildhauersymposium ihre Entwürfe für die geplante Skulptur im Hanseviertel fertig gestellt. Themengebend dafür waren die Stichworte Hanse, Salz, Wasser und Handel. Gemeinsam haben die beiden Bildhauerinnen nun ihre Idee eines aus dem Boden emporsteigenden Schiffes ausgearbeitet.

Damit die Bürgerinnen und Bürger einen Eindruck von dem Kunstwerk, welches zukünftig dauerhaft auf dem Stadtplatz installiert sein soll, bekommen, sind die Entwürfe unter der Internetseite www.bildhauersymposium-lueneburg.de abrufbar. Simone Fezer hatte die Entwürfe stellvertretend für die beiden Künstlerinnen den Mitgliedern des Kultur- und Partnerschaftsausschusses am Dienstag, 12. Mai 2020, per Videokonferenz vorgestellt.

Die Bildhauerinnen Simone Fezer (l.) aus Lüneburg und Eike Eplik aus Tartu sammeln erste Ideen beim Auftakttreffen im Februar 2020 am Stadtplatz im Hanseviertel. Foto: Hansestadt LüneburgDas länderübergreifende Kunstprojekt hat die Hansestadt gemeinsam mit der Sparkassenstiftung Lüneburg ins Leben gerufen, um ein Zeichen für die Freundschaft zwischen den langjährigen Partnerstädten Lüneburg und Tartu sowie den kulturellen Austausch zwischen den Hansestädten zu setzen. Ursprünglich war eine Informationsveranstaltung für Anwohnerinnen und Anwohner des Hanseviertels geplant, um den Entwurf vorzustellen, aufgrund der Corona-Pandemie haben Hansestadt und Sparkassenstiftung nun digitale Wege eingeschlagen: „Ein Ziel des Internationalen Bildhauersymposiums, das sich um Kunst im öffentlichen Raum dreht, ist es diese Kunst für jedermann erlebbar und zugänglich zu machen. Daher war es uns wichtig, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig beim Entstehungsprozess mitzunehmen, über die Idee hinter diesem besonderen Projekt zu informieren und die Möglichkeit für Nachfragen zu geben“, erklärt Katrin Schmäl, Kulturreferentin der Hansestadt Lüneburg.

Die nach jetzigen Planungen ca. drei Meter hohe und vier Meter breite Skulptur besteht aus den Materialien Glas, Keramik, Stahl und Bronze. „Die Wahl der Materialien repräsentiert die unterschiedlichen Arbeitsweisen und bevorzugten Rohstoffe der beiden Künstlerinnen“, erläutert Kerstin Halm, zuständige Projektleiterin bei der Sparkassenstiftung. Dabei ist auch Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema für Simone Fezer und Eike Eplik. Strukturgebend für die Keramikflächen soll neben Salzkristallen auch die Rentierflechte sein. Diese geschützte Pflanzenart wurde bei den Bauarbeiten zum Stadtplatz entdeckt. Die Einbindung der Natur spiegelt sich auch in der geplanten Begrünung der Skulptur durch Rankpflanzen wider.  

Das Auftakttreffen der zwei Bildhauerinnen am Stadtplatz fand Ende Februar 2020 statt. Nachdem nun die Skizzen vorliegen, wollen die Künstlerinnen Mitte Juni 2020 mit der Arbeit beginnen und sich hierfür über die Ländergrenzen hinweg eng auf digitalem Wege miteinander abstimmen. Die nächsten Schritte sind bereits geplant, berichtet Kulturreferentin Schmäl: „Voraussichtlich im Frühjahr 2021 werden die beiden Künstlerinnen gemeinsam vor Ort sein, und die Skulptur für die feierliche Eröffnung im Hanseviertel fertigzustellen. Sofern möglich planen wir hierfür dann eine öffentliche Eröffnungsveranstaltung mit künstlerischem Rahmenprogramm.“