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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Digitalpakt für Schulen: Stadt muss für Umsetzung Millionen zusätzlich beisteuern (06.05.2021)

HANSESTADT LÜNEBURG. – Mit dem ‚DigitalPakt Schule‘ wollen Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen. Rund 3,4 Mio. Euro Fördermittel bekommt die Hansestadt Lüneburg daraus, 18 Schulgebäude mit 350 Klassenräumen sind zu versorgen. Doch das Geld wird nicht reichen. Die Stadt muss nachschießen, und zwar im Millionenbereich. Das machte jetzt Jutta Bauer, Bereichsleiterin Bildung & Betreuung, im Schulausschuss (4. Mai 2021) deutlich. Die Verwaltung wird dem Rat für den 20. Mai einen Finanzierungsvorschlag aus dem Haushalt machen. Denn Zeit kann die Stadt beim Thema Bildung nicht verlieren. Die wichtigsten Fragen und Antworten aus dem Rathaus.

Wieviel Fördergeld fehlt aktuell?
Um die Elektrik der 18 städtischen Schulgebäude so einzurichten, dass genügend Steckdosen, ausreichend starke Leitungen, ausreichend Access Points usw. vorhanden sind, um W-LAN in möglichst allen Klassen-, Fach- und Verwaltungsräumen zu sichern, bräuchte es rund 3 Mio. Euro. Diese Kalkulation hat eine Fachfirma jetzt vorgelegt. – Bei 3,4 Mio. Euro im Topf kein Problem, könnte man denken. Doch aus dem Topf sind bereits erste Arbeiten und Hardwarekomponenten bezahlt worden. Und der Topf hätte idealerweise noch für Präsentationsmedien und spezielle Geräte reichen sollen (zusätzlich kalkuliert mit aktuell ca. 2 Miro. Euro).

Zur Erläuterung: Der Digitalpakt (2020 – 2024) arbeitet mit vier Prioritäten:
1. Flächendeckendes WLAN an allen Schulen 2. Ausstattung mit Präsentationsmedien
3. Ausstattung mit speziellen digitalen Geräten (z.B. 3D-Drucker)
4. Ausstattung mit mobilen Endgeräten (nur bis zu 25.000 Euro pro Schule zulässig.

Gibt es Nachschub von Bund und Land?
Das ist im Moment nicht abzusehen. Die Hansestadt steht mit ihrer Situation auch nicht allein da. Sie hat den Niedersächsischen Städtetag gebeten, eine Abfrage vorzunehmen und ggf. über den Deutschen Städtetag anzuregen, dass finanziell nachgesteuert wird. – Doch bis es hier ein Ergebnis oder gar Geld gibt, wird es dauern. Um Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler nicht länger warten zu lassen, wird die Verwaltung dem Rat vorschlagen, zusätzlich kurzfristig städtisches Geld in die Hand zu nehmen. So könnten die Aufträge für die Elektroarbeiten (geschätzt 1,5 Mio. Euro / 2021 und 1 Mio. Euro / 2022) vergeben werden. Bis August 2023 sollen diese Arbeiten, zeitversetzt, an allen Schulen möglichst abgeschlossen sein. Parallel soll die Beschaffung von Präsentationsmedien laufen.

Welche guten Nachrichten gibt es zur Umsetzung der digitalen Ziele bei den Stadt-Schulen?

  • Alle Schulgebäude sind ans Glasfasernetz angeschlossen und haben damit Breitbandanbindung.
  • In allen Unterrichtsräumen sind Netzwerkanschlüsse vorhanden.
  • Alle Schulen haben ihre Medienkonzepte aktualisiert.
  • Aus dem Sofortausstattungsprogramm (Teil des Digitalpakts) hat die Stadt bis Anfang 2021 mobile Endgeräte für Schülerinnen und Schüler besorgt, die zuhause nicht die notwendige Technik haben.
  • Alle Schulen, die hier Bedarf angemeldet hatten, wurden versorgt.