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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Erster Spatenstich für AWO-Familienzentrum in Kaltenmoor (11.03.2020)

Das Bauschild an der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße macht schon mal Vorfreude auf das künftige Familienzentrum. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. „Heute Morgen habe ich das Bauschild entdeckt“, freut sich Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge: An der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße, Ecke Graf-von-Moltke-Straße kann jetzt nach langer Vorbereitungszeit das geplante AWO-Familienzentrum für den Stadtteil Kaltenmoor entstehen. Gemeinsam mit Kita-Leiterin Gülay Önder und dem stellvertretenden Präsidenten der AWO Region Hannover, Knud Hendricks, nahm Oberbürgermeister Mädge am Dienstag, 10. März 2020, den ersten Spatenstich vor. Mit dabei waren zahlreiche, auch kleinere, Gäste.

„Der Neubau des Familienzentrums ist ein ganz besonderes Projekt“, sagte Oberbürgermeister Mädge. „Genau genommen sind es ja sogar zwei Projekte unter einem Dach: zum einen die neue Kindertagesstätte mit fünf Kita- und drei Krippengruppen, zum anderen das Familienzentrum als Ankerpunkt für die stadtteilorientierte Gemeinwesenarbeit und als Begegnungsort.“ Damit, so Mädge, werde Kaltenmoor zu einem noch attraktiveren und lebendigeren Stadtteil.

Der künftige Kita-Bau wird das gegenwärtige Gebäude ersetzen, das mittlerweile in die Jahre gekommen ist und auch der gestiegenen Nachfrage nach Betreuungsplätzen nicht mehr gerecht wird; die Kita ist im wahrsten Sinne über den bestehenden Bau hinausgewachsen. Der Neubau, der sich mit seiner modernen und eigenständigen Geometrie von dem umliegenden Gebäude-Ensemble abheben und gleichzeitig als in Architektur gegossene Öffnung des Stadtteils verstanden werden möchte, soll nach seiner Fertigstellung daher bis zu 160 Kinder beherbergen können.

Kinder aus der AWO-Kita Kaltenmoor unterstützen tatkräftig beim Spatenstich (v. l.): Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Kita-Leiterin Gülay Önder und Knud Hendricks, stellvertretender Präsident AWO Region Hannover. Foto: Hansestadt LüneburgAuf zwei Etagen sind dafür unter anderem Gruppen- und Personalräume vorgesehen, verschiedene Formen von Rückzugs- und Spielorten im Außenbereich sowie eine Kochküche, in der täglich bis zu 240 Essen zubereitet werden können – für die eigene Kita und für die AWO-Kita in der Julius-Wolff-Straße. Im Obergeschoss wird außerdem eine großzügige Dachterrasse entstehen, die als Außenbereich von den Elementargruppen genutzt werden kann, die gefaltete Dachlandschaft wird mit Photovoltaik und Dachbegrünung versehen. Zentral im Eingangsbereich gelegen, soll das Foyer des Familienzentrums als Veranstaltungsort mit als Bühne nutzbarer Treppenanlage entstehen.

2017 hatte die Hansestadt für die Realisierung des Projektes die Förderzusage in Höhe von knapp 4,2 Millionen Euro aus dem Programm „Soziale Integration im Quartier" von Land und Bund erhalten. Im September 2018 setzte sich nach einer europaweiten Ausschreibung das Architektenbüro Dohse und Partner aus Hamburg durch und legte im vergangenen Jahr die konkrete Planung vor. Diese entstand in enger Zusammenarbeit mit den künftigen Nutzern des Gebäudes. Insgesamt sind Baukosten von zirka 6 Millionen Euro vorgesehen, die Fertigstellung soll im kommenden Jahr erfolgen.

Derzeit deckt die Hansestadt knapp über 90 Prozent des Bedarfs an Betreuungsplätzen für 3- bis 6-Jährige ab – im niedersächsischen Schnitt eine ziemlich gute Quote, dennoch, so Oberbürgermeister Mädge, bleibe immer noch Luft nach oben: „Wir machen hier also nicht Halt und planen unter anderem einen weiteren Kita-Neubau im Stadtteil Hagen sowie bauliche Erweiterungen mehrerer bestehender Einrichtungen.“ Ferner betonte Mädge die Wichtigkeit, kompetentes Personal zu gewinnen und zu halten. Hierfür wolle er sich als Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) auch weiterhin stark machen.