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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Fast 2500 Briefe für Seniorinnen und Senioren: Aktion gegen die Einsamkeit löst riesiges Echo aus (18.12.2020)

Sozialdezernentin Pia Steinrücke übergibt die Briefe für die die Bewohnerinnen und Bewohner der GBS Senioren Residenz Neue Sülze. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Ein Umschlag mit der Aufschrift „An eine liebe Oma“, ein Album voller Kinderzeichnungen, Briefpapier mit glitzernden Sternen und tröstenden Worten, Rätsel, Gedichte und Kochrezepte: Fast 2500 Briefe für Lüneburger Seniorinnen und Senioren sind bei der Aktion gegen Einsamkeit im Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen (SPN) REGION Lüneburg eingegangen – und immer noch trudeln täglich neue Briefe ein.

„Ich bin beeindruckt, wie viele Menschen sich Zeit genommen und eine fast schon vergessene Kommunikationsform wieder haben aufleben lassen“, zieht Sozialdezernentin Pia Steinrücke Bilanz. Ob Jung, ob Alt, ob aus Lüneburg oder darüber hinaus: Die Idee hat Kreise gezogen und zahlreiche Fans und Nachahmer über die Grenzen der Hansestadt hinaus gefunden. Sogar aus San Francisco wurde ein Brief verschickt.

„Wir hatten uns vorgenommen, einen Lichtblick in dieser schwierigen Zeit zu schenken. Das ist uns gelungen“, sagt Steinrücke. „Aber nie hätten wir uns träumen lassen, dass das Ganze eine so große öffentliche Aufmerksamkeit erfahren und eine so unglaubliche Vielfalt an Einsendungen nach sich ziehen würde. Dafür meinen herzlichen Dank an alle, die sich beteiligt haben.“

Auch nach dem Einsendeschluss am vergangenen Sonntag reißt der Strom an Zuspruch nicht ab. Versorgt haben die Mitarbeiterinnen der Stadtteilorientierten Seniorenarbeit bereits alle Lüneburger Alten- und Pflegeheime sowie die Formen des ambulanten Wohnens, jetzt geht es mit den privaten Haushalten weiter. Verteilt wird, solange es die personellen Kapazitäten während des Lockdowns hergeben.

Wer auch gerne zum Stift gegriffen hätte, es aber nicht mehr geschafft hat, muss nicht traurig sein. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir das nächstes Jahr um die Weihnachtszeit wiederholen“, kündigt Steinrücke an. Anfang des kommenden Jahres will die Sozialdezernentin die Aktion gemeinsam mit dem Team der Stadtteilorientierten Seniorenarbeit auswerten, schauen, was gut lief und was vielleicht noch verbessert werden könnte. Eines steht für sie aber schon jetzt fest: „Auf die Solidarität der Menschen ist Verlass.“

Der Lichtblick, er könnte letztlich sogar zum Dauerbrenner werden: „Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre Adressen angegeben“, sagt Steinrücke. „So können hoffentlich viele langwährende Brieffreundschaften geknüpft werden.“