Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Förderprogramm „Demokratie leben!“ wird fortgeführt – Neue Anträge sind schon jetzt möglich (14.10.2019)

(sp) Lüneburg. Demokratie fördern, Vielfalt gestalten, Extremismus vorbeugen – das sind die Leitziele des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Kernzielgruppe sind Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Gruppen. Seit 2015 setzen die Hansestadt Lüneburg und der Stadtjugendring das vom Bundesfamilienministerium initiierte Förderprogramm erfolgreich um. „Im Rahmen von „Demokratie leben!“ haben wir in den letzten Jahren über 40 Projekte mit mehr als 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern umsetzen können – gemeinsam mit vielen verschiedenen Kooperationspartnern“, bilanziert Katharina Fuchs, Partizipationsbeauftragte bei der Hansestadt Lüneburg. Demokratie fördern, Vielfalt gestalten, Extremismus vorbeugen – das sind die Leitziele des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Logo: Bundesfamilienministerium

Zu den Projektpartnern zählen u.a. Schulen, das Jugendzentrum Stadtmitte, der Kreissportbund Lüneburg, das Al-Sahaba-Kulturzentrum, beWirken, die Ahmadiyya Gemeinde, der Checkpoint Queer, die Halle für Kunst Lüneburg, die Hiphop Academy Hamburg, die „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg, der Förderverein Kriminalprävention Lüneburg und die Initiative „Lüneburger Wochen gegen Rassismus“.

„Das Bundesprogramm wird mindestens fünf weitere Jahre fortgeführt, vermutlich noch länger“, sagt Fuchs. Der neue Förderantrag ist bereits gestellt. In der nächsten Förderperiode ab 2020 sollen jährlich rund 35.000 Euro Projektgelder zur Verfügung stehen. „Gefördert werden Projekte, die junge Menschen motivieren, sich in der Gesellschaft einzubringen und sich für ein interkulturelles Miteinander einzusetzen, das von Respekt und Toleranz geprägt ist“, erklärt Fuchs. Einzelne Projekte werden mit bis zu 6000 Euro gefördert. Beantragt werden können die Fördergelder sowohl von gemeinnützigen Einrichtungen als auch von einzelnen Jugendlichen. Über die Bewilligung der Projektanträge entscheidet ein extra dafür eingerichteter Begleitausschuss.

Auch wenn der neue Förderbescheid des Ministeriums noch aussteht, sind die Projektbeteiligten zuversichtlich, dass „Demokratie leben!“ auch in Lüneburg fortgeführt werden kann. „Interessierte Einrichtungen, Initiativen und Jugendliche können sich – vorbehaltlich des positiven Förderbescheides – schon jetzt mit Projektideen und Förderanträgen für 2020 beim Stadtjugendring melden“, sagt Projektkoordinator Friedrich Laatz vom Stadtjugendring Lüneburg. Auch für das Förderjahr 2019 können bis einschließlich 16. Oktober 2019 im letzten Bewerbungsdurchgang des Jahres noch Fördergelder beantragt werden. Die Förderanträge für 2019 und 2020 sind online zu finden unter: www.stadtjugendring-lueneburg.de/demokratie-leben/projektfoerderung/

Weitere Infos zu „Demokratie leben!“ gibt es hier: www.demokratie-leben.de

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Im aktuellen Förderjahr 2019 werden/wurden den Zielsetzungen entsprechend unter anderem folgende Projekte umgesetzt:

1. „Liebe in der Fremde“ (Förderverein Kriminalprävention Lüneburg e.V., Bildungs- und Integrationsbüro des Landkreises Lüneburg, Scala Kino, diverse Schulen): Vorführung des Films „Liebe in der Fremde“ zum Thema „Umgang mit Sexualität und Liebe in interkulturellen und interreligiösen Kontexten“ mit anschließender Diskussion für Jugendliche und anknüpfendem Fachtag für Pädagog*innen (u.a. Schulsozialarbeiter*innen, Lehrkräfte)

2. „#wirsindmehr – Für ein Lüneburg ohne Rassismus“ (Stadtjugendring Lüneburg e.V., Jugendpflege der Hansestadt Lüneburg, Hiphop Academy Hamburg, Christiani Schule, Wilhelm Raabe Schule, Al-Sahaba-Kulturzentrum): Ideenwerkstatt für Jugendliche zum Thema Alltagsrassismus

3. „Unser Song für Lüneburg“ (beteiligte Akteur*innen analog zu Projekt 2): Produktion und Vertonung eines von Jugendlichen geschriebenen Raps zum Thema Alltagsrassismus

4. Musikvideo „Für Vielfalt und Toleranz!“ (beteiligte Akteur*innen analog zu Projekt 2): Produktion eines Musikvideos von Jugendlichen zu dem in Projekt 3 entwickelten Rap

5. „Jugend Projekt Challenge – Ideenschmieden an Lüneburger Schulen“ (beWirken – Jugendbildung auf Augenhöhe gUG, verschiedene Oberschulen“): Ideenwerkstatt zur Mitgestaltung von Schule und Gesellschaft mit anknüpfender Projektentwicklung und -umsetzung

6. „Leben in Lüneburg – eine Zeitreise in die Zukunft“ (T.U.N. e.V., VHS, e.novum-Theater): Entwicklung einer Theaterperformance von Jugendlichen und Senioren zu ihren gesellschaftlichen Zukunftsfragen mit anschließender Präsentation während der „Wandelwoche“ im Oktober 2019

7. „Gegen Gewalt, für Toleranz“ (Förderverein Christianischule e.V., TEMP-Projekte): Workshop für Schüler*innen der Klassen 7-9 zur Gewalt- und Rassismusprävention sowie zur Sensibilisierung für Demokratieverständnis und Empathie

8. „Oh ein Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“ (Förderverein der Georg-Sonnin-Schule e.V., AWO) Wanderausstellung zu den Themen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in der Georg Sonnin Schule mit anknüpfender Bearbeitung der Themen im Unterricht – in Verknüpfung mit dem Präventionsprogramm „Respect Coaches“ der AWO

9. „Riesen-Räuberleiter-Mosaik – demokratisch zusammenwirken und gemeinsam Ziele erreichen“ (Förderverein Heiligengeistschule e.V.): Gestaltung eines wandfüllenden Mosaiks durch die Schüler*innen unter künstlerischer Anleitung von Swantje Crone im Rahmen eines demokratisch-partizipativen Prozesses zu der Frage „Welche Werte wollen wir an unserer Schule leben? Wie soll unser (interkulturelles) Miteinander aussehen?“

10. „Party für 100% Menschenwürde“ (Stadtjugendring Lüneburg e.V., Jugendpflege der Hansestadt Lüneburg, Salon Hansen, Checkpoint Queer e.V., Halle für Kunst Lüneburg e.V., Hiphop Academy Hamburg): Feier für Vielfalt und Toleranz mit folgenden Programmpunkten: Weltmusik; Rap-Perfomance von Künstlern der Hiphop Academy Hamburg zu den Themen Demokratie, Integration und kulturelle Vielfalt"; Auftritt des multikulturellen Breakdance-Ensembles „G-Breakers“, Infostände zu „Demokratie leben!“ und LSBTTIQ-Themen; Wanderausstellung zum Thema „Alltagsrassismus“, Ausstellung „Licht und Schatten“ zum Thema „Gesellschaftliche Problemlagen aus der Sicht von Jugendlichen“.