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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Graffiti und Wandmalereien sollen Stadtbild verschönern (01.03.2021)

Der Künstler André Haferkorn hat kürzlich den Treppenaufgang am Lüneburger Bahnhof zu einem Blickfang gemacht. Die Bilder sind nicht gesprüht, sondern gemalt. (Foto:Hansestadt Lüneburg)HANSESTADT LÜNEBURG. – Wie viele Stellen im Lüneburger Stadtgebiet inzwischen mit bunten Auftrags-Graffiti und -Malereien verschönert sind, kann Uta Hesebeck, leitende Straßenbauingenieurin bei der Hansestadt Lüneburg, gar nicht sagen. „Wohl 200 Stück“, schätzt sie grob. Fest steht: Was 2015 damit begann, einen Stromkasten am Museum Lüneburg optisch in einer Backsteinfassade verschwinden zu lassen, hat sich zu einer vielfältigen Open-Air-Galerie ausgewachsen. Ein Ende nicht abzusehen, oder doch? Uta Hesebeck: „Die Aktion kommt bei vielen Menschen unheimlich gut an. Wir haben das Stadtgebiet aber jetzt auch im Großen und Ganzen abgedeckt."

Bunt und farbenfroh gestaltet sind vor allem Verteilerschränke und Stromkästen an vielen Hauptstraßen, aber auch Brückenunterführungen und – jüngst im Winter 2020/21 fertiggestellt – ein Treppenaufgang am Bahnhof. Wer dort die Treppe zum Gleis 5 entlanggeht, sieht Ansichten der Teufelsbrücke und der Innenstadt mit St. Johannis und Platz Am Sande. Gemalt und nicht gesprüht.

Das passt: musikalische Motive auf Kästen nahe des Theater Lüneburg an der Lindenstraße. Rainer Kunze hat viele der in Lüneburg entstandenen Graffiti fotografisch festgehalten.  (Copyright: Rainer Kunze)Die Arbeit von André Haferkorn ist aber ebenso im Auftrag der Hansestadt entstanden wie die schon häufiger vorgestellten Sprühbilder des Teams Dosenfutter um Jonathan Sachau.

Eine Entwicklung zeichnet sich über die Jahre ab, schildert Hesebeck. „Die erste Idee dazu stand im Zusammenhang mit dem Neubau des Museums. Die Überlegung, den Verteilerkasten vor dem Eingangsbereich in den Untergrund zu verlegen, ließ sich nicht gut realisieren. Also sollte er sich optisch in die Umgebung einfügen.“ Dort und an anderen Stellen sind Hingucker entstanden, die erst beim zweiten oder dritten Blick auffallen. Nach und nach kamen immer mehr Motive hinzu, die offensiver „Farbe und Fröhlichkeit“ ins Stadtbild tupfen.