Ansprechpartner & mehr

Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Härtefallfonds „Wir für Lüneburg“ geht in die 3. Runde mit einer Neustartprämie für Kulturschaffende (02.10.2020)

(sp) Lüneburg. Einstimmig hat der Rat der Hansestadt am Donnerstag (1. Oktober 2020) beschlossen, die ortsansässigen Kulturschaffenden mit einer Neustartprämie finanziell unterstützen. Entsprechend der Richtlinien können freischaffende Künstler/innen / Kreativ einmalig 2.500 Euro als nichtrückzahlbaren Zuschuss erhalten. Die Modalitäten und Antragsformulare sind eingestellt auf der städtischen Homepage, zu finden auch unter der Kurzadresse www.hansestadtlueneburg.de/neustartpraemie.

Die Antragsfrist läuft ab 5. Oktober bis einschließlich 30. November 2020. Es gilt kein Windhundprinzip. Insgesamt beläuft sich das Budget der Neustartprämie vorerst auf 50.000 Euro. Oberbürgermeister Ulrich Mädge machte in der Diskussion (wie auch schon bei der Vorberatung im Kultur- und Partnerschaftsausschuss) deutlich, dass „wir wieder in den Rat kommen, wegen einer Erhöhung, wenn das Geld nicht reichen sollte“.

Seit dem Lock-down Mitte März 2020 ist das kulturelle Leben in Lüneburg teilweise zum Erliegen gekommen. Die Einnahmen der freischaffenden Künstlerinnen, Künstler und Kreativen sind zum größten Teil komplett weggebrochen. Die von Bund und Land aufgelegten Förderprogramme sind so verfasst, dass viele Kulturschaffende nicht antragsberechtigt sind. So beschreibt die Ratsvorlage die aktuelle Situation, in der die Neustartprämie den Kulturschaffenden jetzt ein bisschen helfen soll.

Die Neustartprämie ist Teil III des Härtefallfonds „Wir für Lüneburg“. Ende April hatte der Rat dafür insgesamt zwei Millionen Euro städtische Haushaltsmittel bereitgestellt. Der Härtefallfonds I richtete sich speziell an Unternehmen mit bis zu neun Beschäftigten. Hierfür wurden insgesamt 440.000 Euro ausgezahlt, wie Stadtkämmerin Gabriele Lukoschek dem Rat in der jetzigen Sitzung berichtete. Zielgruppe für die zweite Förderrunde waren kleine und mittelständische Unternehmen bis zu 250 Mitarbeiter/innen. Hier ging es speziell um Innovationsförderung. Die Prüfung der Anträge laufe zum Teil noch. Für diesen Teil des Fonds‘ flössen voraussichtlich 250.000 Euro, so Lukoschek. Die Laufzeiten der beiden Förderrunden sind beendet.

Insgesamt belaufen sich die Mehraufwendungen der Hansestadt aufgrund der Pandemie aktuell auf mehr als 2 Mio. Euro. Auch das machte die Kämmerin in einem Kurzvortrag deutlich: Ein Großteil floss für Hygieneschutz, zum einen bauliche Anpassungen von Kitas, Schulen und Verwaltungsgebäuden (600.000 Euro) sowie Verbrauchsmaterialien wie Desinfektionsmittel und Masken (300.000 Euro). Zuschüsse gab es bzw. sind in Vorbereitung für die Lüneburg Marketing GmbH (200.000), die Museumsstiftung (200.000 Euro) und den Weihnachtsmarkt (50.000 Euro). Zusammen mit dem Härtefallfonds Teil I bis III seien schon nach derzeitiger Kalkulation mehr als 2 Mio. Euro erreicht.