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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Hansestadt appelliert zu Beginn der warmen Jahreszeit: Keinen Müll in den Wäldern hinterlassen! (27.04.2021)

Immer mehr Abfall findet den Weg in den Stadtwald – wie hier im Bereich Wilschenbruch. Die Hansestadt appelliert daher zu Beginn der warmen Jahreszeit: Keinen Müll in den Wäldern hinterlassen! Foto: Hansestadt LüneburgHANSESTADT LÜNEBURG. – Einer der beiden Müllbehälter quillt fast über. Im anderen wäre noch etwas Platz. Dennoch liegen zwei Pizza-Kartons, ineinander gesteckte Papp-Becher, eine Glasflasche und eine Plastikverpackung neben den Mülleimern. Die Szenerie, die sich am gestrigen Montag, 26. April 2021, nahe eines Rastplatzes im Bereich Wilschenbruch zeigt, ist ein Bild, das Lüneburgs Stadtförster Per-Ole Wittenburg und seine Kollegen immer häufiger und an immer mehr Stellen in den Wäldern der Hansestadt vorfinden. „Wäre es am Wochenende wärmer gewesen, würde es hier noch ganz anders aussehen“, weiß Wittenburg aus Erfahrung.

„Regulär würden wir zu dieser Jahreszeit im Zwei-Wochen-Turnus die Müllbehälter in den Stadtwäldern ausleeren“, berichtet der Stadtförster. Aktuell habe man bereits eine wöchentliche Mülltour etabliert, aber „auch die reicht an einigen Stellen gar nicht aus“.

Mit Blick auf die warmen Sommermonate, in denen in der Regel noch mehr Menschen den Weg in die Wälder finden, schwant dem Stadtförster Böses. „Alles, was in den gelben Sack gehört, finden wir mittlerweile auch in oder neben den Müllbehältern im Wald. Es ist unglaublich viel Plastikmüll“, sagt Wittenburg. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Wälder im Stadtgebiet nach seiner Schätzung aktuell etwa drei- bis viermal so stark frequentiert wie sonst zu dieser Jahreszeit. Mitunter finden auch größere private Treffen dort statt, gerade in den Abendstunden oder an Wochenenden – und der Müll nimmt stetig zu.

Ein besonderer Dorn im Auge sind dem Stadtförster gefüllte Hundekotbeutel, die dann einfach in die Landschaft geworfen werden. „Da hat sich jemand schon die Mühe gemacht, die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners aufzusammeln – um den Plastikbeutel dann einfach in die Natur zu werfen. Das begreife ich nicht“, ärgert sich Wittenburg.

Hotspots für Müllentsorgungen sind Hauptwanderrouten, Verweilpunkte sowie Rastplätze entlang der Ilmenau. Hinzu kommt ein weiteres großes Thema, das Per-Ole Wittenburg klar benennt: Das Abladen von Bauschutt, Renovierungsmüll oder Materialien aus dem Gartenbau. „Auch das kommt immer häufiger vor“, bemerkt Wittenburg.

Daher appelliert die Hansestadt Lüneburg an Besucherinnen und Besucher der Stadtwälder:

  • Verpackungen und Flaschen nach Verzehr von Speisen und Getränken wieder mitnehmen.
  • Vorhandene Müllbehälter nur in Ausnahmefällen nutzen.
  • Schon vor dem Gang in den Wald nachdenken, wie viel Müll wirklich nötig ist und auf was verzichtet werden kann.