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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Hansestadt Lüneburg lässt Lösegrabenwehr für rund 1,7 Millionen Euro sanieren (30.03.2021)

Die Hansestadt Lüneburg lässt das Lösegrabenwehr sanieren. Baustart soll am 12. April sein. Die Querung über das Wehr ist dann für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Foto: Hansestadt LüneburgHANSESTADT LÜNEBURG. – Die Wehrklappen sind zum Teil undicht, die Lager der Wehrklappen verschlissen, der Beton der Abfallböden ist zersetzt. Die Funktionalität des Lösegrabenwehrs ist mittelfristig nicht mehr gegeben, die Gefahr einer Unterspülung besteht. Auf diese Situation machte Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Ingenieurbau, Straßen- und Grünplanung, am Montag, 15. März 2021, im Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung erneut aufmerksam.

Das Lösegrabenwehr muss dementsprechend saniert werden. Kostenpunkt: rund 1,7 Millionen Euro. Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt werden zeitnah beginnen. Dabei lässt die Hansestadt das Mauerwerk oberhalb des Wehres sanieren sowie neue Absperrtafeln herstellen und einbauen. Zuvor war bereits eine routinemäßige Kampfmittelsondierung erfolgt, die keine Auffälligkeiten zeigte.

Im zweiten Bauabschnitt, der sich voraussichtlich ohne zeitliche Verzögerung an die Arbeiten im ersten Abschnitt anschließt, ist dann das Mauerwerk unterhalb des Wehres an der Reihe. Zudem lässt die Hansestadt den Beton der Abfallböden in Stand setzen, die Wehrklappen und die Heizung erneuern und neue Absperrtafeln einsetzen. Die Auftragsvergabe ist bereits erfolgt.

Beginnen sollen die Arbeiten am Lösegrabenwehr am 12. April, die Fertigstellung der gesamten Arbeiten ist für Mitte Juli dieses Jahres geplant. Während der Arbeiten bleibt die Querung über das Wehr gesperrt. Umleitungen werden ausgeschildert.

Das Lösegrabenwehr wurde in den Jahren 1873/74 erbaut. Der Umbau zur heutigen Form erfolgte 1964/65. Es dient der Regelung des Wasserstandes der Ilmenau, soweit dies nicht durch die Schützenwehre der Ratsmühle geschieht oder geschehen kann. Es soll ferner dazu benutzt werden, das Wasser der Ilmenau ganz oder teilweise in den Lösegraben ab- und umzuleiten, um die Innenstadt vor möglichen Hochwassern zu schützen. Im Jahr 2002 wurden der Brückenoberbau erneuert und die Oberflächen der Wehrwangen und Pfeiler saniert. Im Jahr 2007 folgte dann eine technische Instandsetzung von Antrieben und der Mess- und Regeltechnik. Auch in den zurückliegenden Jahren gab es immer wieder kleinere Arbeiten.