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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Hansestadt plant neue Skateranlage an den Sülzwiesen, von der viele Nutzergruppen profitieren sollen (12.05.2021)

HANSESTADT LÜNEBURG. – Ein neuer Skatepark soll an den Sülzwiesen entstehen. Dort, wo die ehemalige Anlage im November 2019 gesperrt wurde. Doch der Platz für Skater wird dabei nur einen Teil der rund 3000 Quadratmeter großen Fläche ausmachen. Vielmehr plant die Hansestadt Lüneburg eine Multifunktionsanlage, die für verschiedene Nutzergruppen einen Anlaufpunkt bieten soll. Diese wurden vor Kurzem per Videokonferenz bereits beteiligt, hatten im Gespräch mit Hansestadt und Planungsbüro die Gelegenheit, ihre eigenen Wünsche, Anregungen und Ideen einzubringen.

Neben der Skateanlage, die auf die Bedürfnisse von Skatern, BMX-Fahrern und Rollstuhlsportlern zugeschnitten wird, befinden sich auf dem Gelände ein sogenannter Pumptrack – eine asphaltierte Hügelstrecke für Kinder – und ein gemischter Bereich aus Calisthenics- und Parkour-Elementen. Das sind zum einen Stahlgerüste, an denen verschiedene Sportübungen gemacht werden können, zum anderen Wände, Blöcke und Ähnliches, über die es zu springen gilt. Hinzu kommt ein Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten. Möglich wird diese Gestaltung der Anlage durch Fördergelder aus dem Integrationsfonds des Landes, eine Förderung durch den Landkreis Lüneburg sowie einen Eigenanteil der Stadt.Der Entwurf des Landschaftsarchitekten Ralf Maier zeigt: Nicht nur Skaten soll auf dem Areal an den Sülzwiesen möglich sein. Grafik: Ralf Maier

Für die Planung hat sich die Hansestadt echte Experten gesichert. Das Büro „maier landschaftsarchitektur“ aus Köln hat zahlreiche Skateparks in ganz Deutschland entwickelt, das Team ist fest verwurzelt in der Skate-Szene – und kennt auch einige Akteure aus der Lüneburger Szene. „Die Nutzergruppen hier vor Ort stehen jetzt auch selbst im engen Austausch mit den Planern, tauschen Ideen und Wünsche aus“, erklärt Sportreferentin Britta Herrschaft. Dieser Austausch ist von Seiten der Hansestadt ausdrücklich gewünscht.

Die Anregungen fließen jetzt in die weitere Planung ein. Bereits Mitte dieses Monats soll es eine zweite digitale Beteiligungsrunde geben. „Wir hoffen, dass wir nach diesem Termin schnell zu einem konkreten Entwurf kommen, damit wir zeitnah einen Bauantrag stellen können“, blickt Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Ingenieurbau, Straßen- und Grünplanung, voraus. Sobald ein konkreter Entwurf steht, wird die Hansestadt auch die Anwohnerinnen und Anwohner beteiligen, und zwar diejenigen in den Straßen Am Grasweg und Schnellenberger Weg, die zu den Sülzwiesen gerichtet sind.

„Wir wollen hier einen Park für alle schaffen, den auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer gleichermaßen nutzen können“, erklärt Sozialdezernentin Pia Steinrücke und führt weiter aus: „Hier soll ein Treffpunkt entstehen, an dem unterschiedliche Menschen zusammenkommen. Unser Wunsch ist es, dass die Anlage auch generationsübergreifend genutzt wird.“

Eine grobe Aufteilung des Areals steht bereits: Der etwa 450 Quadratmeter große Pumptrack – mit seiner schallarmen Asphaltdecke – soll nahe der Straße Am Grasweg und damit in Richtung der Wohnbebauung entstehen. Die mit Ortbeton hergestellte Skateanlage wird etwa 800 Quadratmeter groß sein und eher im hinteren Teil des Areals platziert. Dazwischen befindet sich dann der rund 300 Quadratmeter große Calisthenics-/Parkour-Bereich. Aus der Szene kam zudem der Wunsch die bestehenden Bäume durch weitere Pflanzungen zu unterstützen, um mehr Schatten zu erzeugen. Die Pflege der Anlage soll in den Händen der Hansestadt beziehungsweise der Abwasser, Grün und Lüneburger Service GmbH liegen. Die alte, gesperrte Anlage lag dagegen viele Jahre lang in der Obhut des VfL Lüneburg.