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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Hansestadt und Landkreis bedauern Absage des mobilen Impfens in den Quartieren wegen Impfstoff-Mangels (19.05.2021)

Gemeinsame Presseinfo von Hansestadt und Landkreis Lüneburg

HANSESTADT LÜNEBURG. – Auf der einen Seite sollen laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn immer neue Gruppen von Menschen prioritär geimpft werden. Auf der anderen Seite erhalten die Länder in den nächsten Wochen kaum noch Impfstoff für neue Erstimpfungen. Was daraus in der Praxis in Lüneburg folgt, macht Oberbürgermeister Ulrich Mädge deutlich: „Hansestadt und Landkreis wollten in dieser Woche mit mobilen Teams starten, um Bewohnerinnen und Bewohnern von zwei Stadtteilen mit besonderen sozialen Herausforderungen zu impfen. Diese gute und wichtige Initiative mussten der Landrat und ich nun wegen fehlenden Impfstoffs leider absagen.“

Gerade in den Wohnvierteln leben viele Menschen auf engem Raum. Diese arbeiten oft in Berufen mit viel Menschenkontakt und aufgrund sprachlicher Hürden fehlt in manchen Fällen das Wissen über Covid-19 und die Ansteckungswege. „Wir wollten hier ein niedrigschwelliges Angebot schaffen. Dass es nun vorerst nicht dazu kommt, bedauere ich sehr“, sagt Ulrich Mädge und betont: „Wir waren startklar.“ Das Konzept sei komplett ausgearbeitet, ein Video zur Bewerbung der Initiative in verschiedenen Sprachen sei fertig gedreht. Dass nun der nötige Impfstoff nicht bereitsteht, ist aus Sicht des Stadtoberhauptes ein „Versagen der Bundespolitik“.

Auch Landrat Jens Böther bedauert, dass das Konzept nun nicht umgesetzt werden kann. Denn mit den niedrigschwelligen Angeboten, die mobile Impf-Teams schaffen, habe man in der Vergangenheit auch alte Menschen in den weiter entfernten Samtgemeinden erreicht. „Diesen Erfolg wollten wir nun in Kaltenmoor und Am Weißen Turm für die dortige Bevölkerungsgruppe fortsetzen“, sagt Jens Böther. Die fehlende Impfstoffversorgung durch Bund und Land macht dies nun unmöglich – und trifft damit Menschen, „die wir durch die Impfungen dringend schützen müssten, weil sie besonders gefährdet sind“.