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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Hanseviertel: Das erste Gebäude im dritten und letzten Bauabschnitt ist bezugsfertig (14.01.2021)

Manuela Pohl nimmt als erste Mieterin den Schlüssel von Oberbürgermeister Ulrich Mädge entgegen. Sie freut sich, endlich wieder in „ihrem Kiez" zu Hause zu sein. Foto: Lüwobau GmbHPresseinformation der Lüwobau GmbH

Lüneburg. Kurze Wege in die City oder zum Bahnhof, eine gute Nahversorgung, ein attraktiver Mix aus Einfamilien, Doppel- und Mehrfamilienhäusern, Grünzonen und Gewerbeflächen: Seit 2010 wächst auf dem ehemaligen Gelände der Schlieffen-Kaserne ein modernes, lebendiges Wohnquartier heran. Die Bauabschnitte 1 und 2 des neuen Hanseviertels sind bereits fertiggestellt. Als dritter und letzter Abschnitt nimmt derzeit das Hanseviertel Ost, auch Hanseviertel III genannt, Gestalt an.

Den ersten Spatenstich auf dem Areal zwischen dem Behördenzentrum-Ost und der Ostumgehung nahm die LüWoBau im Oktober 2019 vor. Hier entstehen derzeit drei baugleiche Mehrfamilienhäuser mit jeweils 36 Ein- bis Dreizimmer-Wohnungen. Insgesamt 90 zählen zum geförderten Segment für Menschen mit Wohnberechtigungsschein (WBS). Zwölf Wohnungen in den Staffelgeschossen gehen in die freie Vermietung, wodurch eine gute Durchmischung der Bewohnerstruktur erfolgen kann.

Nach nur 15-monatiger Bauzeit ist das erste Objekt des Gebäude-Trios an der Carl-Gottlieb-Scharff-Straße 13-15 nun bezugsfertig. „Die Nachfrage war immens. Sämtliche Wohnungen waren in kürzester Zeit vermietet“, erklärt Elzbieta Brämer, Mieterbetreuerin der Lüneburger Wohnungsbau GmbH für das Quartier Ost. “Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt“, diesen Satz habe sie während der Besichtigungstermine häufig aus dem Munde der neuen Mieter gehört. In Corona-Zeiten sei spürbar, dass die Themen „Wohnen und Zuhause“ an Bedeutung gewonnen haben.

Baustelle mit viel Disziplin und Umsicht organisiert
Unter den Pandemie-bedingten Auflagen wurde auch die tägliche Arbeit auf der Baustelle zur Herausforderung. „Die erforderlichen Abstände einzuhalten war nicht immer leicht “, so Henning Müller-Rost, technischer Leiter der LüWoBau. „60 Handwerker arbeiteten zeitgleich auf allen drei Bauabschnitten. Um einer Infektion vorzubeugen, haben wir zusätzliche Reinigungen der Sanitärcontainer veranlasst und ergänzend Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Mein Dank gilt daher insbesondere den Handwerkern, Ingenieuren und Architekten, die unsere Baustelle mit viel Disziplin und Umsicht organisiert haben.“ Glücklich sei er darüber, dass der erste Bauabschnitt trotz widriger Umstände planmäßig am 13. und 14. Januar an die Mieter übergeben werden kann. Dass der ursprünglich kalkulierte Kostenrahmen nun im ersten Abschnitt sogar unterschritten wurde, gäbe ebenso Anlass zur Freude. „Auch die beiden nachfolgenden Abschnitte werden voraussichtlich günstiger, als kalkuliert“, prognostiziert Müller-Rost. Das zweite Gebäude wird in diesem Sommer bezugsfertig sein, das dritte voraussichtlich noch im Dezember dieses Jahres.

Geförderter Wohnungsbau mit hohem Standard
Für alle drei Mehrfamilienhäuser dient das Bauprojekt in der Elisabeth-Maske-Straße, das die städtische Tochter 2017 im nördlichen Speicherquartier realisierte, als Vorbild. „Auf diese Weise erreichen wir Einsparungen in siebenstelliger Höhe, ohne die Qualität des Baukörpers zu beeinflussen“, erläutert der technische Leiter. Auch im Hanseviertel III wird sich der „LüWoBau-Standard“ in der Verwendung nachhaltiger, ortstypischer Baustoffe und in der Güte der Innenausstattung widerspiegeln. Nicht das erste Mal stellt die Wohnungsbaugesellschaft damit unter Beweis, dass sich geförderter Wohnungsbau durchaus mit dem Niveau auf dem freien Wohnungsmarkt messen kann. Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Aufsichtsratsvorsitzender der Lüneburger Wohnungsbau GmbH, stellt fest: „Viele reden über bezahlbaren Wohnraum – die städtische LüWoBau handelt. Ihr Bestand beläuft sich heute auf ca. 2300 Wohnungen, davon rund 95% im bezahlbaren Segment. 210 Wohnungen sind alleine seit 2016 mit einem Investitionsvolumen von 33,7 Mio. Euro gebaut worden, mehr als 250 weitere Wohnungen mit einem kalkulierten Budget von 48,8 Mio. Euro befinden sich in Planung. In die Sanierung ihres Altbestandes investierte die LüWoBau zuletzt jährlich zwischen einer und vier Mio. Euro. Davon
profitieren sehr viele Menschen in Lüneburg.“

Im ersten Abschnitt stehen LüWoBau-Mietern 39 Pkw-Stellplätze zur Verfügung, zehn sind mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge ausgestattet. Parallel entstehen ein Fahrradhaus, in welchem auch Lastenräder Platz finden, sowie ein Spielplatz. Im dritten Bauabschnitt werden dann weitere 41 Stellplätze, ebenfalls mit zehn Ladepunkten für E-Mobile, und ein zweites Fahrradhaus realisiert. PV-Anlagen auf den Hausdächern erzeugen „grünen“ Strom, der den Mietern in Kooperation mit der Avacon Natur zu einem günstigen Tarif angeboten wird, wie übrigens auch die ressourcenschonend gewonnene Fernwärme, die ebenfalls von der Avacon Natur bereitgestellt wird. Aktuell ist für den ersten Bauabschnitt ein Investitionsvolumen (inkl. Grundstück) von rund 6,650 Mio. Euro aufgerufen. 94,4% des Auftragsvolumens konnte an regionale Handwerksbetriebe vergeben werden, „ein positiver Impuls für die Region in den wirtschaftlich sonst eher trostlosen Corona-Zeiten“, so Heiderose Schäfke, Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft.

Die LüWoBau baut im Hanseviertel-Ost:

  • Grundstück: 8.892 m2
  • Drei baugleiche Mehrfamilienhäuser mit je 36 Ein- bis Dreizimmer-Wohnungen
  • Davon insgesamt 60 geförderte Wohnungen (1.+3. Bauabschnitt): Nettokaltmiete 6,10 € /m2 , 30 geförderte Wohnungen (2. Bauabschnitt): Anfangsmiete 7,50 € / m2
  • 18 Wohnungen stehen zur freien Vermietung
  • Photovoltaik-Anlagen auf den Hausdächern / Mieterstrom-Modell
  • 80 PKW-Stellplätze / 20 Elektro-Ladestationen für Elektrofahrzeuge
  • 1 Spielplatz / 2 Fahrradhäuser
  • Investitionsvolumen 1. Bauabschnitt: (inkl. Grundstück): 6,650 Mio. €
  • Alle drei Gebäude bezugsfertig bis Ende 2021