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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

„Herausragendes Rathaus“ – aber keine Chance auf den Welterbe-Titel (04.11.2021)

HANSESTADT LÜNEBURG. Das ist schade: Auch im dritten Anlauf hat es die Hansestadt Lüneburg nicht auf die Vorschlagsliste für die UNESCO Welterbe-Stätten geschafft. Diese Nachricht erhielt die städtische Verwaltung in dieser Woche aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. In dem Schreiben heißt es: Die Jury „stellte fest, dass das Rathaus und seine erhaltene Ausstattung in der überlieferten Form als Zeugnis der Renaissance herausragend sind. Allerdings (…) ist Deutschland auf der Liste umfangreich repräsentiert; für Europa gelten Altstädte und ihre prägenden Bauten sogar eher als überrepräsentiert.“ Aufgrund dieser „Anforderungen und Aussagen des Welterbe-Komitees“ habe die niedersächsische Jury den Lüneburger Antrag nicht weitergeleitet.Das Lüneburger Rathaus ist als herausragend anerkannt, aber den Weg zum Welterbe-Titel wird es nicht weisen, so die Aussage der niedersächsischen Jury. (Foto: Hansestadt Lüneburg)

Die Ablehnung ist mit einer Empfehlung verbunden: Die Hansestadt möge doch prüfen, sich „für ihr reiches Erbe, insbesondere der einzigartigen Überlieferung zur norddeutschen Reformation und deren Auswirkungen auf Musik und Buchdruck“ zum Beispiel für die Kategorie Immaterielles Kulturerbe zu bewerben.

Dr. Heike Düselder, Vorsitzende der Museumsstiftung Lüneburg, sagt zu der Absage: „Ich habe mit Freude und großem Erkenntnisgewinn gemeinsam mit Prof. Edgar Ring, Cornelia Abheiden und der Hamburger Kunsthistorikerin Dr. Barbara Uppenkamp an dem Antrag  gearbeitet. Die historische Substanz ist außergewöhnlich, Lüneburg hat das Potential, und das Thema Buchdruck beschäftigt uns ohnehin.“

Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch bedauert die Ablehnung. „Es wäre natürlich zum Einstieg in mein neues Amt eine schöne Nachricht für unser Rathaus und unsere Hansestadt gewesen. Ob wir der Empfehlung der niedersächsischen Jury folgen werden, uns zum Beispiel für das Immaterielle Kulturerbe zu bewerben, darüber werden Hansestadt und Museumsstiftung sicherlich in Ruhe auch mit dem neuen Kulturausschuss beraten. Das sollte keine ad-hoc-Entscheidung sein.“