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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Hilfe bei drohender Wohnungslosigkeit: Hansestadt plant neue Präventionsstelle (02.07.2020)

(sp) Lüneburg. Um prekären Wohnverhältnisse oder drohendem Wohnungsverlust schneller entgegenzuwirken, möchte die Hansestadt Lüneburg Betroffene zukünftig noch stärker unterstützen und schon frühzeitig Maßnahmen ergreifen. Voraussichtlich Ende August soll hierfür eine zentrale Präventionsstelle in der Dahlenburger Landstraße 63 eröffnen. Sozialdezernentin Pia Steinrücke betont: „Die Unterbringung von Menschen ohne Wohnung in der Hansestadt wird zu einer immer größeren Herausforderung. Daher wollen wir so früh wie möglich ansetzen, damit Betroffene gar nicht erst in die Wohnungslosigkeit abrutschen. Außerdem wollen wir ihnen schnellstmöglich wieder zu eigenem Wohnraum verhelfen. Dafür brauchen wir den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort sowie eine gute Vernetzung und enge Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure. Das neue Präventionsbüro kann genau an diesen Stellen ansetzen. “ 

 

Ute Simkes, Bereichsleiterin für Integration und Teilhabe, hat das Konzept im Sozialausschuss der Hansestadt am Donnerstag, 25. Juni 2020, vorgestellt: „Um passgenaue Hilfen bereit stellen zu können, müssen wir wissen, was die Ursachen der jeweiligen Situation sind. In unseren Sprechstunden können wir die Bürgerinnen und Bürger zukünftig unterstützen, indem wir uns die individuelle Situation anschauen und so gemeinsam analysieren: Was kann und muss zukünftig geändert werden? Welche Unterstützungs- und Vermittlungsangebote sind hilfreich? Dabei wollen wir die Betroffenen auch bei der Umsetzung unterstützen und beispielsweise bei Problemen mit Vermietern oder Versorgern vermitteln“, erläutert Simkes. Dafür sei neben festen Ansprechpartnern und kurzen Wegen auch ein gutes Netzwerk mit den Jobcentern, Vermietern, Versorgern, und Gerichten entscheidend. Auch bei der Vermittlung an andere Hilfsangebote wie das Jugendamt, die Eingliederungshilfe oder Hilfe in besonderen Lebenslagen unterstützt das Büro Prävention zukünftig.  

 

Damit dies gelingt, ist auch die Arbeit vor Ort ein wichtiger Faktor, betont Steinrücke: „Prävention muss immer Quartiersbezogen sein. Wir sind in allen Lüneburger Stadtteilen bereits gut vernetzt und haben Partner vor Ort. Dies ist ein ideales Fundament für die Präventionsarbeit, das wir erhalten und gerne noch weiter ausbauen wollen." Für diese vielfältigen Aufgaben wird es zukünftig vier neue Mitarbeiterinnen bei der Hansestadt geben. Durch statistische Erhebungen will das neue Büro zudem den Erfolg seiner Präventionsarbeit messbar machen.  

 

Die Prävention ist neben der Notunterbringung und der Vermittlung passgenauer Hilfen einer von drei Bausteinen im Wohnungslosenkonzept der Hansestadt Lüneburg. Das Konzept hat zum Ziel, Wohnungslosigkeit und damit die Folgen für den Einzelnen sowie für die Gesellschaft zu verringern.