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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

In Stille gedenken: Kranzniederlegung am Volkstrauertag ohne Öffentlichkeit (12.11.2020)

(sp) Lüneburg. Um in der Hansestadt Lüneburg der Opfer von Krieg und Gewalt in aller Welt zu gedenken, findet traditionell zwei Sonntage vor dem ersten Advent eine Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Mahnmal an der Lindenstraße statt. In diesem Jahr muss die geplante öffentliche Gedenkfeier am kommenden Sonntag, 15. November 2020, aufgrund der Corona-Pandemie jedoch ausfallen.

Die Hansestadt Lüneburg möchte an diesem Gedenktag dennoch ein Zeichen setzen, betont Oberbürgermeister Ulrich Mädge: „Das Mahnmal an der Lindenstraße erinnert uns neben den Opfern der NS-Verbrechen auch an die Zivilopfer und Verfolgten der Kriege und des Terrors überall auf der Welt und zu jeder Zeit. Daher ist es wichtig, dass wir an diesem Tag gemeinsam innehalten und uns die Frage stellen, wie wir jetzt und in Zukunft damit umgehen wollen, wenn Menschen wieder Opfer von Krieg, Gewalt und Hass werden.“

Oberbürgermeister Mädge wird gemeinsam mit Bürgermeister Eduard Kolle am kommenden Sonntag am Mahnmal an der Lindenstraße sowie an den Gedenkstätten im Tiergarten und am Zentralfriedhof Kränze im Namen des Rates der Hansestadt niederlegen. In den Ortschaften Ochtmissen, Oedeme, Ebensberg, Rettmer und Häcklingen werden die jeweiligen Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher sowie Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister ebenfalls Kränze niederlegen.

Anlässlich des Gedenktages appelliert Oberbürgermeister Ulrich Mädge: „Angesichts von menschenverachtenden Terroranschlägen wie erst kürzlich in Wien, Paris, Nizza und Dresden, Kriegen in vielen Teilen der Welt und einem zunehmenden Radikalismus, der hierzulande unsere Gesellschaft spalten will, ist das Zitat von Richard von Weizsäcker am Mahnmal Lindenstraße aktueller denn je: `Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen, […] Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander. Ehren wir die Freiheit. Arbeiten wir für den Frieden. Halten wir uns an das Recht´.“