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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Lösegrabenwehr: Vorbereitungen für Sanierung laufen – Untergrund wird nach Kampfmitteln abgesucht (17.09.2020)

Mitarbeiter der Firma Schollenberger untersuchen den Untergrund nahe Lösegrabenwehr / Schröders Garten vorsorglich nach Kampfmitteln. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Aktuell sind Mitarbeiter der Firma Schollenberger im Bereich des Lösegrabens unterwegs und suchen den Untergrund vorsorglich nach Kampfmitteln ab.  Von den Untersuchungen geht keine Gefahr für Anwohnerinnen und Anwohner aus. Sollten sich Verdachtspunkte ergeben, wird die Hansestadt darüber natürlich umgehend informieren. Die Untersuchungen sind Teil der Vorarbeiten für den schon länger beabsichtigten, dritten Bauabschnitt der Instandsetzung des Lösegrabenwehrs.   

Die anstehenden Arbeiten sind in zwei Stufen angesetzt. Zunächst steht ab Ende Oktober die Sanierung von Abschlusskanten und Mauerwerk oberhalb des Wehres an. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich etwa drei Monate. Im kommenden Jahr soll dann das Mauerwerk unterhalb des Wehres saniert werden, ebenso soll der Beton der so genannten Abfallböden instandgesetzt werden. Die Absperrtafeln werden in zwei Abschnitten erneuert und die Wehrklappen saniert. Die Baukosten der jetzigen Arbeiten betragen 750.000 Euro. Insgesamt wird die Stadt für die komplette Sanierung 1,6 Millionen Euro investieren.

Um an der Baustelle im Trockenen arbeiten zu können, wird im allerersten Schritt, zeitlich befristet, eine Spundwand eingebracht. Ein weiterer Teil der Vorbereitungen ist ab Oktober der Rückschnitt von Büschen im Uferbereich. Bäume werden nicht gefällt.

Das Lösegrabenwehr wurde 1873/74 erbaut. Der Umbau zur heutigen Form erfolgte 1964/65. Es dient der Regelung des Wasserstandes der Ilmenau, soweit dies nicht durch die Schützenwehre der Ratsmühle geschieht oder geschehen kann. Es soll ferner dazu benutzt werden, das Wasser der Ilmenau ganz oder teilweise in den Lösegraben ab- und umzuleiten. Der erste Bauabschnitt wurde im Jahr 2002 mit dem Neubau des Brückenoberbaus sowie der Oberflächensanierung der Wehrwangen und Pfeiler ausgeführt. Im Jahr 2007 folgte dann der zweite Bauabschnitt mit der technischen Instandsetzung von Antrieben und der Mess- und Regeltechnik. Auch in den zurückliegenden Jahren gab es kleinere Arbeiten, die mit der Instandsetzung zusammenhängen.