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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Lüneburger Innenstadt ab Samstag ohne Weihnachtsinseln (09.12.2020)

(sp) Lüneburg. Oberbürgermeister Ulrich Mädge lässt die Weihnachtsinseln, also die Buden der Schausteller, zum kommenden Wochenende abbauen. Damit reagiert er auf die Vorstöße seitens der Bundeskanzlerin heute im Bundestag und der Ministerpräsidenten in Richtung schärferer Lockdown, unter anderem auch in der Nachbarstadt Hamburg. Bis Freitagabend (11. Dezember 2020) dürfen die Schausteller längstens bleiben. Die Hansestadt Lüneburg hat diese Entscheidung in Abstimmung mit den Schaustellern und dem Landkreis Lüneburg getroffen.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge sagt: „Es tut mir leid, dass wir nach intensiven Versuchen dieses Angebot auf die Beine zu stellen und am Leben zu erhalten, jetzt diesen Schnitt machen müssen. Aber es ist besser so. Wir müssen die Lage täglich neu beurteilen, und wenn ich höre und sehe, wie auf Bundesebene und in Nachbarländern immer mehr zurückgefahren wird, möchte ich unser Angebot für Lüneburg nicht länger aufrechterhalten.“ Zugleich erneuerte Mädge seine Forderung an die Bundes- und Landespolitik nach Unterstützung: „Wir haben diese Aktion aus dem Gedanken heraus gestartet, denen zu helfen, die bei dem Lockdown um ihre Existenzen bangen, vor allem kleinere Einzelhändler, aber auch Schausteller. Bund und Land müssen jetzt konsequent diese Branchen so unterstützen wie sie es mit der Gastronomie tun. Warme Worte genügen nicht.“

In diesem Zusammenhang ist Mädge noch ein Aspekt der Entscheidung für das Aus wichtig: „Ich fände es kontraproduktiv, wenn durch ein Festhalten an unseren Weihnachtsinseln unser Kernvorhaben, nämlich unsere Innenstadt zu stärken, Schaden nimmt. Gerade der örtliche Handel hat unser aller Unterstützung nötig um zu überleben, und die Gutscheinaktionen sind gut angelaufen.“ Sowohl die Einkaufsgutscheine unter dem Titel „Weihnachtsbonus“ als auch die Einkaufsgutscheine für Radfahrer sollen bestehen bleiben, ebenso natürlich der „Gassenzauber“, also die besondere Beleuchtungsaktion und der Adventskalender der Lüneburg Marketing GmbH.

Die von der Hansestadt im Rahmen der Aktion eingerichteten Verzehrzonen bleiben vorerst weiter erhalten und werden, wie mit dem Landkreis besprochen, zum Teil erweitert und enger betreut. Hier sollen Kunden und Kundinnen der örtlichen Anbieter ihre Speisen und alkoholfreien Getränken, etwa vom Bäcker oder aus dem Außer-Haus-Verkauf in Ruhe und mit Abstand sitzend verzehren können. Die Hansestadt Lüneburg stellt in Absprache mit dem Landkreis zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit, die als Ansprechpartner die gültigen Regeln erläutern und behilflich sind. Eine Allgemeinverfügung des Landkreises Lüneburg ist in Vorbereitung, sie wird den Alkoholausschank und -verzehr verbieten.