Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Mehr Geld fürs Theater – Mädge freut sich über Finanzvotum für das Jahr 2020 auf Landesebene (29.11.2019)

Gemeinsame Medieninformation der Hansestadt und des Theaters Lüneburg

Das Theater Lüneburg. Foto: Dan Hannen(sp) Lüneburg. Oberbürgermeister Ulrich Mädge dankt den Regierungsfraktionen im Land Niedersachsen für ihr Entgegenkommen bei der Theaterfinanzierung. Die Fraktionen von SPD und CDU haben aktuell beschlossen, dass aus dem Haushalt für das kommende Jahr 3 Mio. Euro mehr für die kommunalen Bühnen eingeplant werden. Schon im Vorjahr hatte das Land diese Summe einmalig zur Verfügung gestellt. Nun sollen diese Mittel im Landeshaushalt fest verankert werden, wie es in Mitteilungen von Landeabgeordneten heißt – und zwar zuzüglich der Tarifsteigerungen für ein Jahr. Das abschließende Wort hat der Landtag in der Woche vor Weihnachten. Mädge begrüßt das jetzige Votum als „kleinen Schritt in die richtige Richtung“ für 2020. Was die Übernahme der Tarifsteigerungen angehe, müsse man sich im neuen Jahr weiter für die Zeit ab 2021 verständigen.

Die Göttinger Landtagsabgeordnete, Dr. Gabriele Andretta, hatte jetzt Planungssicherheit für die kommunalen Theater verkündet: 3 Mio. Euro plus sowie „zusätzliche Gelder für den Tarifausgleich“.  Diese Nachricht dürfte auch das Theater Lüneburg, in gemeinsamer Trägerschaft von Hansestadt und Landkreis, freuen, es schafft Luft in der angespannten Finanzsituation: 345.000 Euro würde der Lüneburger Anteil an den 3 Mio. Euro betragen Die sechs kommunalen Bühnen in Lüneburg, Göttingen, Osnabrück, Hildesheim, Wilhelmshaven und Celle  hatten in der Vergangenheit mehrfach mit Demonstrationen und Aktionen unter dem Motto #rettedeintheater auf ein strukturelles Defizit aufmerksam gemacht, das sie mit rund 9 Mio. Euro beziffern. Im vergangenen Jahr hatte das Land daraufhin einmalig einen Zuschuss von 3 Mio. Euro beschlossen. Damit verbunden war allerdings die Idee, die Bühnen sollten mit dem Zuschuss die Tarifsteigerungen gegenfinanzieren. Die Theater hielten dagegen: Dann sei das Geld bald aufgezehrt, ohne dass es zu einer strukturellen Verbesserung in den Häusern käme.

Für 2020 ist das Thema vorerst geklärt, das Land will nach den jüngsten Beschlüssen seinen Anteil an den Tarifsteigerungen tragen. „Das ist eine gute Nachricht vor Weihnachten“, so Mädge. Einen Wunsch hat er dennoch: „Im Moment müssen wir davon ausgehen, dass bei den Tarifsteigerungen ab 2021 wieder eine Differenz klafft, die von den Theatern selbst zu tragen wäre. Wir erwarten deshalb eine Zusage zur Übernahme der Tarifsteigerungen durch das Land auch ab dem Haushaltsjahr 2021.“