Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Musikalisches Widersehen in Lüneburgs Partnerstadt Ivrea (25.10.2019)

Empfang im Rathaus: Bürgermeister Stefano Sertoli (vorne rechts) und Ratspräsident Diego Borla (vorne, Mitte) begrüßten im Rathaus von Ivrea die Gäste aus Lüneburg. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Von Musik getragen waren die Anfänge der Freundschaft zwischen Lüneburg und Ivrea – und musikalisch ging es jetzt auch beim Wiedersehen in Lüneburgs italienischer Partnerstadt zu: Zwei Ständchen gab der Kammerchor St. Michaelis beim Empfang im Rathaus in Ivrea zum Besten – zur großen Freude von Stefano Sertoli, der  neben den Musikerinnen und Musikern aus der Hansestadt auch eine Lüneburger Delegation aus Rat und Verwaltung, angeführt von der Kulturausschussvorsitzenden Birte Schellmann begrüßte. „Es ist toll, so viele Freunde aus Lüneburg bei uns begrüßen zu dürfen“, freute sich Stefano Sertoli und lud alle ein, zum berühmten Karneval Ivreas im Februar gleich erneut zu Besuch zu kommen. „Das ist eine verrückte Erfahrung, die Sie nicht verpassen sollten“, warb der Bürgermeister für das historische Karnevalspektakel, bei dem mehrere Mannschaften gegeneinander antreten und sich unter anderem eine Orangenschlacht liefern.

Bei Gesprächen zwischen der Lüneburger Delegation und Stefano Sertoli sowie dem Ratspräsidenten Diego Borla machten beide Seiten deutlich, dass man die 1988 beurkundete Städtepartnerschaft gerne wieder intensivieren möchte. „Uns ist sehr daran gelegen, Ivrea und Lüneburg enger miteinander zu verbinden“, sagte Birte Schellmann und lud die italienischen Freunde herzlich dazu ein, zu den Sülfmeistertagen der Hansestadt einen Besuch abzustatten. Im Mittelpunkt der Gespräche stand außerdem die aktuelle Entwicklung der italienischen Partnerstadt im Piemont in der Provinz Turin. Denn mit der Auszeichnung der von Camillo Olivetti gegründeten Industriestadt Ivrea als Unesco-Welterbe stehe die Stadt vor neuen Herausforderungen, erklärte Bürgermeister Sertoli: „Wir müssen vor allem die Infrastruktur schaffen, um diese Chance für den Tourismus optimal zu nutzen.“  Die Industriestadt wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Schreibmaschinenhersteller Olivetti als industrielles und soziokulturelles Projekt gegründet und gilt als außergewöhnliches Zeugnis einer modernen Vision des Zusammenspiels von Industrie, Architektur und sozialen Belangen.

Chorauftritt im Dom von Ivrea. Foto: Hansestadt LüneburgIm Anschluss an die offiziellen Gespräche besuchten Bürgermeister Sertoli, Ratspräsident Borla und die Lüneburger Delegation gemeinsam das Konzert des Kammerchors St. Michaelis im Dom von Ivrea. Der Chor unter der Leitung von Henning Voss machte auf seiner Konzertreise durch den Norden Italiens Halt im Dom von Ivrea und wurde nach seinem eineinhalbstündigen Konzert mit dem Titel „Hear my Prayer, o Lord“ von der Kirchengemeinde und den Besuchern begeistert gefeiert. „Das ist ein passender Abschluss für unser Wiedersehen“, freute sich Stefanie Kibscholl, Leiterin des Büros des Oberbürgermisters und bei der Hansestadt zuständig für die Städtepartnerschaften. Denn entstanden ist die Freundschaft zwischen Lüneburg und Ivrea bereits im Jahre 1971. Damals war anlässlich einer italienischen Woche ein Chor aus Ivrea zu Gast, der enge Bande zu einigen Lüneburgerinnen und Lüneburgern knüpfte.