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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Neuaufstellung der Jugendarbeit bietet mehr Möglichkeiten und Räume für Jugendliche in der Innenstadt (16.07.2021)

Viele verschiedene Beteiligte gestalten Angebote für Jugendliche in Lüneburg - einige neue Ideen und konzeptionelle Eckpfeiler in der Innenstadt waren jetzt Thema im städtischen Jugendhilfeausschuss in der Ritterakademie. An der Vorstellung beteiligten sich (vorn v.l.) Katja Stremme (A und A Plus, Mette Freidel (Originalton), Ivo Panitzki (Stadtjugendring), (Roy Speckmann (3.v.r., CVJM) sowie für die Sozialverwaltung Niklas Hampe (2.v.l.), Pia Steinrücke, Jens Döhrmann und Regina Schallar. Foto: Hansestadt LüneburgHANSESTADT LÜNEBURG. – Zwischen Altstadt und Ilmenau, zwischen Rosenstraße und Platz Am Sande, angeordnet auf einem Quadratkilometer, wird es künftig mehr und neue Räume für Jugendliche geben. Darüber haben sich Verwaltung, Politik und die beteiligten Kooperationspartner im städtischen Jugendhilfeausschuss (8. Juli 2021) einmal mehr ausgetauscht. Seit vielen Monaten arbeitet das Sozialdezernat am Themenkomplex, um Schritt für Schritt Alternativen für Haus der Jugend und Jugendzentrum zu schaffen. Doch, um welche Räume geht es eigentlich, was gab es vorher, was ist neu, wie ist die Beschlusslage – und vor allem: Was haben die Jugendliche davon?

Kurzer Blick zurück

Das Haus der Jugend (Katzenstraße)
Bis 2013 gab es das Haus der Jugend, das Räume für den Stadtjugendring, aber auch Jugendverbände, Initiativen und andere Angebote unter einem Dach versammelte. Nach dem Auszug der Musikschule in einen Neubau entstand an der Stelle Platz für das Mosaique, eröffnet 2018. Betrieben vom gleichnamigen, gemeinnützigen Verein.
Für wen & was? Ein offenes Haus für alle Generationen und Kulturen, als zentrale Anlauf- und Beratungsstelle und Ort für interkulturellen Austausch (Konzerte, Theater-Workshops, Kochabende, Sprachkurse und vieles mehr).
Mehr: www.mosaique-lueneburg.de  

Schon vor 2018 hat sich das Sozialdezernat auf den Weg gemacht, ein größeres Haus der Jugend als Anlaufpunkt für Stadtjugendring, Vereine und Verbände zu finden. Das war so im Innenstadtbereich (noch) nicht möglich, Gebäude in Nähe Bahnhof und Post erwiesen sich als nicht geeignet. Daher setzt das Sozialdezernat in der Weiterentwicklung der unter anderem mit dem Stadtjugendring vorgedachten Konzepte auf mehrere dezentrale Angebote in der Innenstadt. Dabei sollen vorhandene Angebote ausgebaut, Kooperationspartner gestärkt und die Zusammenarbeit intensiviert werden. Der Jugendhilfeausschuss hatte im März 2021 dafür grünes Licht gegeben. Im Ausschuss am 8. Juli stellten Sozialdezernentin Pia Steinrücke und ihr Team gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartner/innen den Ausschussmitgliedern sowie Medien erneut den aktuellen Sachstand vor.

Räume für Jugendliche in der Innenstadt

  • Das Haus des Stadtjugendrings an der Wandfärberstraße: Im April 2021 hat der Stadtjugendring Lüneburg e.V. dort seine neuen Büroräume (65 Quadratmeter) bezogen, die auch Platz für Gruppen und Verbände bieten. Die Stadt zahlt Miete und Ausstattung, hat die Räume renoviert. Für wen und was? Die Räume sind nach Aussage des Stadtjugendrings offen für alle Jugendlichen, die kommen möchten. Selbstorganisierte Angebote sind ein Ziel. Eine Anlaufstelle findet dort unter anderem das Förderprojekt „Demokratie leben!“, ebenso können der Jugendbus sowie andere Materialien ausgeliehen werden, und auch für die Schnittstelle zu Juleica, Aus- und Fortbildungen, ist der Stadtjugendring Ansprechpartner. Mehr: www.stadtjugendring-lueneburg.de
  • Das Jugendcafé Finke (Finkstraße): Dort hat der Verein CVJM seit 2009 seinen Sitz und betreibt ein gemeinnütziges Eventcafé. Außerdem gibt es Räume für verbandsbezogene Jugend- und Gruppenarbeit (insgesamt 146 Quadratmeter). Der CVJM ist spendenfinanziert, wie deren hauptamtliche Angestellte im Ausschuss darstellte. Für wen und was? Schon jetzt gibt es dort zwei offene Nachmittage in der Woche. Jugendgruppen und Initiativen können die Räume kostenlos nutzen, ganz gleich, ob kirchlich gebunden oder nicht. Die Hansestadt steht aktuell kurz vor dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit dem CVJM. Mit der finanziellen Unterstützung soll weiterhin an zwei Nachmittagen ein offener Treff stattfinden und auch die Nutzung des Cafés für Jugendverbände, Initiativen und Vereine ermöglicht werden. Außerdem ist die Stadt mit dem Vermieter im Gespräch über eine mögliche Anmietung weiter Räume im Obergeschoss (insgesamt 99 Quadratmeter). Mehr: https://cvjmlg.de   
  • Der Salon Hansen (im Vierorten-Haus, Salzstraße): Dort, wo vor Corona vor allem kommerzielle Partys und Konzerte stattfanden, will künftig der gemeinnützige Verein Originalton e.V. mit Unterstützung der Stadt einen innovativen Ansatz der kulturellen Jugendarbeit verwirklichen. Für wen und was? Wer Lust hat künstlerische Adern auszuprobieren oder überhaupt erst einmal zu entdecken, soll hier voraussichtlich ab Herbst, Möglichkeiten, Tipps und Anleitung finden in Form von Kursen, Workshops und mehr für alle Altersgruppen. Auf Teilnahme-Gebühren soll nach Möglichkeit verzichtet werden, geleitet werden sollen die Angebote von Profis aus der Veranstaltungsszene und Studierenden. So hatte es die Vertreterin von Originalton e.V., dem Verein, der den Salon Hansen künftig als gemeinnützige Kulturstätte betreibt, sowohl im Kultur- als auch im Jugendhilfeausschuss dargestellt und positives Feedback erhalten. Auch hier ist die Hansestadt in Verhandlungen für eine Kooperationsvereinbarung. Mehr: https://salonhansen.com

Soweit zu den Alternativen für das frühere Haus der Jugend.


Und auch für das Jugendzentrum Stadtmitte zeichnet sich eine Lösung ab, die die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses (mit Ausnahme der Fraktion Die Linke) begrüßt haben.

  • Das neue Jugendzentrum Innenstadt in der Salzstraße 1 (Vierorten-Haus): Das neue Jugendzentrum zieht voraussichtlich am 1. Dezember 2021 in die Salzstraße 1 (Vierorten-Haus), in die Räume des Bildungs- und Jugendhilfeträgers „A & A Ausbildung und Arbeit Plus GmbH“ (A und A Plus GmbH). Dieser bietet Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Jugendliche und Erwachsene u.a. auch in Lüneburg an und hat betreibt seine Büro-, Lern- und Schulungsräume u.a. in der Salzstraße 1. Daneben bleibt Raum genug für ein offenes Angebot. Im Vierorten-Haus ist auch der Salon Hansen Mieter, und es soll künftig kulturelle Jugendarbeit angeboten werden. Die Hansestadt sieht in dem Kooperationspartner „A und A Plus GmbH“ einen sehr gut geeigneten Partner, um dort offene Jugendarbeit umzusetzen und ist in Verhandlungen zu einer Kooperationsvereinbarung. Für wen und was? Kickern, chillen, quatschen und mehr – zukünftig kann im Vierorten-Haus in einem abgeschlossenen Teil des Gebäudes das Jugendzentrum ein neues Zuhause finden. Auch die Größe der Räume (ca. 205 Quadratmeter) gibt es her, dass Jugendliche mit unterschiedlichen Interessen gleichzeitig ihren verschiedenen Vorlieben oder Bedürfnissen nachgehen können. In einem Workshop im Sommer 2021 hat das Sozialdezernat mit Jugendlichen die Wünsche und Vorlieben eines Jugendzentrums ermittelt. Als Wünsche wurden u.a. Unverbindlichkeit der Angebote, Platz für Kreativität und Rückzug, tägliche Öffnungszeiten und Platz für Billard, Kicker, und Playstation, aber auch Schulaufgaben benannt. Dieses vereint das neue Jugendzentrum in der Salzstraße. Die bisherige, langjährige Leiterin des JuZ Stadtmitte, Irmtraut Peters, wird auch an der neuen Stelle Hauptansprechpartnerin bleiben, Hansestadt und A und A Plus als neuer Träger werden eng zusammenarbeiten.


Was passiert noch?
Das Konzept ist eingebettet in viele weitere Angebote für Jugendliche und auch Kinder im ganzen Stadtgebiet. Zum Beispiel die Jugendzentren Kaltenmoor und Oedeme, Angebote für Jüngere in den Stadtteilhäusern, Kinder- und Jugendkonferenzen, Projekte wie 1000 Steine usw.

In der Katzenstraße 1 entsteht voraussichtlich Ende 2022 ein Social-Impact-Lab, also eine Art Gründerzentrum für soziale und nachhaltige Ideen junger Menschen. Das Ganze wird betrieben von einer gemeinnützigen GmbH, künftig ein weiterer sozialer Anlaufpunkt in der Stadt.

Einen guten Überblick über Orte, Beteiligungsmöglichkeiten und aktuelle Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche im gesamten Stadtgebiet bietet die Homepage der Jugendpflege unter www.junges-lueneburg.de

Fazit
Die Neu-Aufstellung der Jugendarbeit in der Innenstadt wird die Vielfalt an Angeboten und Möglichkeiten für Jugendliche noch einmal erheblich erweitern. Dies gilt nicht nur quantitativ (nämlich von vorher 262 auf dann 515 Quadratmeter), sondern vor allem wird die Jugendarbeit in der Hansestadt Lüneburg qualitativ aufgewertet. Jetzt geht es darum diese Qualität zu nutzen und gemeinsam mit Jugendlichen die neuen Räume zu gestalten und zu bespielen. Alle sind dazu von allen Beteiligten herzlich eingeladen!