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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Notbetreuung wird ab Mittwoch, 13. Mai, ausgeweitet (08.05.2020)

(sp) Lüneburg. Nach den aktuellen Vorgaben des Landes Niedersachsen können Kinderbetreuungseinrichtungen ab Montag, 11. Mai 2020, in den erweiterten Notbetrieb übergehen. Das heißt, dass 50 Prozent der regulären Betreuungskapazitäten wiederaufgenommen werden können. In den städtischen Kitas soll das ab Mittwoch, 13. Mai 2020, umgesetzt werden.

„In der Krise müssen wir die Familien in den Blick nehmen, vor allem aber die Kleinen und Kleinsten. Die Kinder wollen wieder in die Betreuung, endlich ihre Freunde wieder treffen, und die Familien brauchen Entlastung“, begrüßt Sozialdezernentin Pia Steinrücke die angekündigten Lockerungen. „Gleichwohl brauchen wir immer, wenn neue Vorgaben kommen, einen Vorlauf, um diese umzusetzen.“ Die Hansestadt will daher mit ihren Kitas am kommenden Mittwoch an den Start gehen und ruft gleichzeitig die freien Kita-Träger in Lüneburg dazu auf, ebenso zu verfahren.

Im erweiterten Notbetrieb (Stufe 2 des Plans des Landes Niedersachsen) soll innerhalb einer 50-Prozent-Auslastung der Einrichtungen der Kreis der Berechtigten für eine Notfallbetreuung deutlich erweitert werden. Pia Steinrücke erklärt: „Wir haben bisher entlang der Landesvorgaben nach dem Einzelfallprinzip den Betreuungsbedarf der Familien, die eine Notfallbetreuung angefragt haben, entschieden. Das werden wir auch weiterhin so handhaben. Wir möchten, dass alle Kinder, die besonderer Unterstützung bedürfen oder aus Familien, in denen sich Familie und Beruf in dieser Zeit nicht mehr vereinbaren lassen, mitaufgenommen werden.“

Klar sei, so die Sozialdezernentin: Mit hinein in den Kreis der Berechtigten sollen auf jeden Fall die derzeitigen Vorschulkinder, um ihnen einen verträglichen Übergang von der Kita zur Schule zu ermöglichen. Außerdem würden auch weiterhin besondere soziale, wirtschaftliche und entwicklungspsychologische Aspekte in die Bedarfsprüfung einbezogen. „Einen klaren Richtlinienkatalog des Landes, wer berechtigt ist und wer nicht, gibt es auch nach der neuesten Verordnung nicht. Dementsprechend schauen wir uns hier vor Ort genau die individuelle Lage der Familien an und was diese brauchen“, versichert Pia Steinrücke. Die Gruppengrößen ließen nun im Kitabereich 13, in der Krippe acht und im Hort je zehn Kinder pro Gruppe zu. Tagespflegepersonen können sogar zum Regelbetrieb zurückkehren.

Mit einem Brief wendet sich die Sozialdezernentin an alle Kita-Eltern in Lüneburg sowie an die freien Kita-Träger mit der Bitte, bis kommenden Dienstag, 12. Mai 2020, einen eventuellen Bedarf an einer Notbetreuung zu melden – im Falle der städtischen Kitas über das Bürgertelefon der Hansestadt unter Tel. (04131) 309-3100. „Eltern von Kita-Kindern in freier Trägerschaft setzen sich bitte direkt mit ihrer Einrichtung in Verbindung“, erläutert Pia Steinrücke.

Frühestens Ende Juni soll nach dem Stufenplan des Landes die erweiterte Notbetreuung sukzessive beendet und der Übergang zum Normalbetrieb eingeleitet werden, welcher dann – nach aktueller Einschätzung der Lage – mit Beginn des neuen Kitajahres ab dem 1. August 2020 wieder gefahren werden könnte.

Hier finden Sie Übersetzungen des Briefes in arabischer, englischer und türkischer Sprache: