Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Poststelle im Rathaus frisch saniert und neu bezogen (12.11.2019)

Gemeinsam mit drei weiteren Kollegen sorgen Kerstin Kalischefski und Jörn Sandmann-Neunaber dafür, dass im Rathaus alles dort ankommt, wo es hin soll. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Endlich ist sie zurück an ihrem angestammten Platz: die Poststelle der städtischen Verwaltung im Rathaus. Die Räumlichkeiten am Haupteingang A mussten aufwändig saniert werden, nachdem Salze aus dem Boden sowie Feuchtigkeit das historische Gemäuer angegriffen hatten. Nach längerer Bauzeit ist nun alles schick geglättet und die Poststelle kann – mit einigen Neuerungen – ihrer Arbeit am gewohnten Ort wieder nachgehen.

Diffizil war das Ganze, da sich die eingedrungene Feuchtigkeit über feine Haarrisse, sogenannte Kapillaren, weit in das Gemäuer hineingearbeitet hatte. Ein Spezialputz, der Feuchtigkeit ableiten hilft, kam daher zum Einsatz. Der für Bauhistoriker besonders spannende Teil des Lüneburger Rathauses gehörte ursprünglich zum Kämmereigebäude aus dem 15. Jahrhundert. Um die Bausubstanz gegen weitere Schäden zu sichern, war der zeitweilige Umzug der Poststelle, die in Lüneburg auch den historischen Namen Botenmeisterei trägt, erforderlich geworden.

„Wir freuen uns, dass wir jetzt wieder alles an einem Platz haben und sich auch die Arbeitsabläufe dadurch vereinfachen“, sagt Mitarbeiterin Kerstin Kalischefski. Eine modernere Ausstattung sowie ein neues System zur Postverteilung unterstützen die Arbeit der Poststelle zusätzlich, außerdem werden neue Datenschutzrichtlinien umgesetzt: „Vorher haben viele Bereiche der Verwaltung ihre Post selbst abholen können. Das ist jetzt nicht mehr möglich, denn theoretisch hätten sich Zugriffe auch auf andere Postfächer so nicht ganz ausschließen lassen. An dieser Stelle haben wir zum Beispiel nachgebessert.“

Insgesamt wurden 60.000 Euro in die Hand genommen, um das Gemäuer zu sanieren und anschließend die neue Poststelle auszustatten. Deutlich erkennbar sind die Neuerungen, wenn man beim Umrunden des Rathauses zwischen Eingang A und Marienplatz einmal in die rot umrahmten Fenster hineinlugt. Noch vor ein paar Wochen ließen sich dahinter lediglich Baugeräte und Schutt ausmachen, nun strahlen einem weißgekalkte Wände entgegen! Ein weiterer Teil des Masterplans zur Instandsetzung des historischen Rathausgebäudes ist damit umgesetzt.