Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Projekt Kita-Einstieg: Müttergruppen feiern Abschluss des zweiten „Rucksack“-Jahres (29.11.2019)

Stolz präsentieren die Rucksack-Elternbegleiterinnen zusammen mit Bereichsleiterin Jutta Bauer (3. v. l.), den Mitarbeiterinnen des Salino und den Kita-Leitungen ihre Zertifikate. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Zwei Jahre schon begleitet der „Rucksack“ Lüneburger Familien durch ihren Alltag und erleichtert so den Einstieg in das Kita-Leben: Jeweils ein Jahr lang nehmen Mütter das Bildungsangebot wahr und können Erfahrungen und Anregungen daraus in ihren Familienalltag einfließen lassen. Nun schließt das Elternbildungsprogramm für dieses Jahr ab. Aus diesem Anlass kamen am Donnerstag, 28. November 2019, alle Beteiligten im Salino zusammen, um feierlich ihre Abschlusszertifikate in Empfang zu nehmen und das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen.

Jutta Bauer, Bereichsleiterin Bildung und Betreuung, freute sich über die positive Resonanz auf das Projekt: „Was in unseren Rucksackgruppen auch in diesem Jahr wieder erreicht wurde, ist wirklich beachtlich. Das verdanken wir dem großen Engagement unserer Elternbegleiterinnen und der tollen Unterstützung durch alle beteiligten Kitas und das Salino!“ Die Mütter, die mit einem Zertifikat das Programm abschlossen, berichteten anschließend von ihren Erlebnissen und Erfolgen – davon, wie sie an Selbstbewusstsein gewannen, Kontakte knüpften und sich gegenseitig stärkten und unterstützten. Über das Jahr bearbeiteten sie verschiedene Themenfelder, setzten sich etwa mit ihrem Wohnort Lüneburg auseinander, mit Feiertagsbräuchen und – hier kamen alle Teilnehmerinnen ins Schwärmen – mit dem Thema Essen in den vielfältigsten Variationen. Freundschaften und enge Bindungen entstanden dabei, das war deutlich zu spüren.

Heike Zabel, die das Projekt bei der Hansestadt koordiniert, zeigte sich stolz auf „ihre“ Rucksack-Mütter – und auch ein bisschen ergriffen. „Deutlicher als unsere Teilnehmerinnen selbst es berichtet haben, könnte ich es nicht in Worte fassen: Jede hat eine großartige persönliche Entwicklung durchlaufen und diese an andere Mütter weitergetragen“, sagt sie. Über 50 Familien seien so über das Jahr erreicht worden. „Dazu kommt, dass die Beschäftigung als Elternbegleiterin für viele der teilnehmenden Mütter auch bedeutet, den ersten festen Job auszuüben – eine Grundlage, auf der sie weiter aufbauen können.“

Die Mütter waren im Vorfeld aus den Kitas Stadtteilhaus Salino, St. Michaelis, Kita Kaltenmoor und AWO-Kita Kaltenmoor sowie Kita Kreideberg ausgesucht worden, um als Multiplikatorinnen zu fungieren. „Das Programm basiert auf mehrsprachigen Materialien mit Anregungen für Familien, zum Beispiel zum Lesen, Basteln, Singen, Reimen… So sollen die Kompetenzen der Eltern für den Bildungsprozess ihrer Kinder gestärkt werden“, erklärt Heike Zabel. Dazu treffen sich die ausgebildeten Rucksackmütter einmal wöchentlich mit interessierten Eltern aus den jeweiligen Kitas und besprechen und bearbeiten die Materialien der Woche, die zu Hause weiterbearbeitet und vertieft werden können.

Drei der Rucksackgruppen starteten im Januar 2018 in Lüneburg, zwei weitere kamen in diesem Jahr hinzu. Entwickelt wurde das Konzept vom Verbund der Kommunalen Integrationszentren Nordrhein-Westfalen, inzwischen ist es im ganzen Bundesgebiet zum Erfolg geworden. Es zielt ab auf Elternbildung und Sprachförderung für Familien mit Kindern ab drei Jahren bis zum Schuleintritt. „Ein besonderer Fokus wird dabei auf Eltern mit Flucht- oder Migrationshintergrund gerichtet, generell stehen die Rucksackgruppen aber allen interessierten Eltern offen“, so Heike Zabel.